Mi, 09:20 Uhr
24.02.2010
"on.tour - Das JMB macht Schule"
Der Tourbus besucht erneut fünf Schulen in Thüringen. Die mobile Ausstellung - Deutsch-jüdische Geschichte on.tour ist auch zweimal im Norden Thüringens (Landkreis Nordhausen, Kyffhäuserkreis) zu Gast. Wann und wo erfahren Sie hier...
Am Montag, den 1. März 2010, setzt das Jüdische Museum Berlin seine "on.tour"-Reihe fort: Didaktisch und fachlich geschulte Guides steuern in einem Tourbus mit einer mobilen Ausstellung und einem Workshop im Gepäck in diesem Jahr insgesamt 75 weiterführende Schulen in 15 Bundesländern an. Als nächstes Bundesland macht der Tourbus Station in Thüringen. Dort besucht das on.tour-Team vom 1. bis zum 5. März fünf Schulen.
Seit seiner Eröffnung 2001 haben rund 1,5 Millionen Kinder und Jugendliche das Jüdische Museum Berlin besucht. Um noch mehr Jugendliche zu erreichen, geht das Museum seit Juni 2007 deutschlandweit "on.tour". Inzwischen hat "on.tour" alle 16 Bundesländer zum Teil mehrmals bereist und neben 130 Schulen auch die Jugendstrafanstalt Berlin besucht. Auf Grund der großen Nachfrage der Schulen fährt der Bus in diesem Jahr in alle Bundesländer, ausgenommen Berlin. Auf dem Schulhof und im Klassenzimmer laden die Museumspädagogen Real- und Hauptschüler sowie Gymnasiasten zum Gespräch über deutsch-jüdische Geschichte und zum Nachdenken über jüdische Identität ein.
Indem das Museum zu den Schulen fährt, will es Lehrer und Lehrerinnen darin bestärken, sich im Unterricht mit der deutsch-jüdischen Geschichte zu beschäftigen - über die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus hinaus. Ein weiteres Ziel von "on.tour - Das JMB macht Schule" formulierte W. Michael Blumenthal, Direktor des Jüdischen Museums Berlin: "Jeder Schüler und jede Schülerin in Deutschland sollte das Jüdische Museum Berlin mindestens einmal besucht haben, bevor sie die Schule beenden."
Ein on.tour-Guide erklärt Schülern den Ausstellungswürfel »Feste Feiern«, Walter-Gropius-Schule, Berlin, 2008
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Sönke Tollkühn
Seit dem Start im Sommer 2007 hat die Bildungsinitiative an den Schulen Lehrer und Schüler gleichermaßen begeistert. "Auf unseren Touren haben wir Schüler mit unterschiedlichstem Wissensstand getroffen. Bei fast allen konnten wir mit unserem Projekt Interesse für jüdische Geschichte und Kultur in Deutschland wecken. Besonders freuen wir uns über die lebhaften Diskussionen unter den Jugendlichen, die unsere Museumsmitarbeiter in den Klassenzimmern moderieren", fasst Tanja Petersen, Leiterin der Bildungsabteilung im Jüdischen Museum Berlin, die Erfahrungen der letzten drei Jahre zusammen. "Dabei gilt: Alle Fragen sind erlaubt - es gibt keine Tabus."
Die mobile Ausstellung - Deutsch-jüdische Geschichte on.tour
Die mobile Ausstellung wird auf dem Schulhof oder im Schulgebäude aufgebaut. Fünf robuste und flexibel einsetzbare Ausstellungswürfel mit 16 Vitrinen und leicht verständlichen Texttafeln geben Einblick in die jüdische Geschichte und Lebenswelt. Anhand von Alltagsgegenständen und Zeremonialobjekten werden die Themen "Jüdischer Alltag", "Leben und Überleben", "Chancen und Diskriminierung" und "Feste feiern" vorgestellt. So verweisen beispielsweise koschere Gummibärchen, die mit dem Stempel des Rabbinats versehen sind, auf die jüdischen Speisegesetze. Das Spannungsfeld im 19. Jahrhundert zwischen dem Wunsch nach Anerkennung und Chancengleichheit einerseits, Berufsverboten und Diskriminierungen andererseits wird beispielhaft an den Lebensgeschichten des Kondomfabrikanten Julius Fromm und des berühmten Physikers und Weltbürgers Albert Einstein deutlich. Die Verknüpfung der deutsch-jüdischen Geschichte mit der Lebenswelt der Schüler soll auch Lust auf einen Besuch des Jüdischen Museums Berlin machen.
Der Tourplan 2010
Thüringen: 1. März bis 5. März
1. März am Staatlichen Gymnasium Rudolstadt
2. März an der Staatlichen Regelschule 3 "Kolpingschule", Erfurt
3. März am Oskar-Gründler-Gymnasium Gebesee
4. März an der Regelschule "Juri Gagarin", Bad Frankenhausen
Der Workshop 1 geht von 07:45 bis 10:35 Uhr und der Workshop 2 von 10:40 Uhr bis 13:10 Uhr.
5. März am Staatlichen Gymnasium "Friedrich Schiller", Bleicherode
Der Workshop 1 geht von 07:45 bis 10:35 Uhr und der Workshop 2 von 10:40 Uhr bis 13:10 Uhr.
Weitere Tourpunkte in Deutschland
Brandenburg: 18. Januar bis 22. Januar
Niedersachsen: 15. Februar bis 19. Februar
didacta - die Bildungsmesse, Köln: 16. März bis 20. März
Nordrhein-Westfalen: 22. März bis 26. März
Hamburg: 12. April bis 16. April
Sachsen-Anhalt: 3. Mai bis 7. Mai
Hessen: 17. Mai bis 21. Mai
Bremen: 31. Mai bis 4. Juni
Schleswig-Holstein: 21. Juni bis 25. Juni
Bayern: 5. Juli bis 9. Juli
Rheinland-Pfalz: 30. August bis 3. September
Saarland: 6. September bis 10. September
Mecklenburg-Vorpommern: 27. September bis 1. Oktober
Baden-Württemberg: 11. Oktober bis 15. Oktober
Sachsen: 1. November bis 5. November
Mit freundlicher Unterstützung von Daimler Financial Services, der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Stiftung Jüdisches Museum Berlin e.V. und dem Ehepaar Eric F. Ross und Lore Ross (sel.A.). Gefördert mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Internet: www.jmberlin.de
Autor: nnz/knAm Montag, den 1. März 2010, setzt das Jüdische Museum Berlin seine "on.tour"-Reihe fort: Didaktisch und fachlich geschulte Guides steuern in einem Tourbus mit einer mobilen Ausstellung und einem Workshop im Gepäck in diesem Jahr insgesamt 75 weiterführende Schulen in 15 Bundesländern an. Als nächstes Bundesland macht der Tourbus Station in Thüringen. Dort besucht das on.tour-Team vom 1. bis zum 5. März fünf Schulen.
Seit seiner Eröffnung 2001 haben rund 1,5 Millionen Kinder und Jugendliche das Jüdische Museum Berlin besucht. Um noch mehr Jugendliche zu erreichen, geht das Museum seit Juni 2007 deutschlandweit "on.tour". Inzwischen hat "on.tour" alle 16 Bundesländer zum Teil mehrmals bereist und neben 130 Schulen auch die Jugendstrafanstalt Berlin besucht. Auf Grund der großen Nachfrage der Schulen fährt der Bus in diesem Jahr in alle Bundesländer, ausgenommen Berlin. Auf dem Schulhof und im Klassenzimmer laden die Museumspädagogen Real- und Hauptschüler sowie Gymnasiasten zum Gespräch über deutsch-jüdische Geschichte und zum Nachdenken über jüdische Identität ein.
Indem das Museum zu den Schulen fährt, will es Lehrer und Lehrerinnen darin bestärken, sich im Unterricht mit der deutsch-jüdischen Geschichte zu beschäftigen - über die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus hinaus. Ein weiteres Ziel von "on.tour - Das JMB macht Schule" formulierte W. Michael Blumenthal, Direktor des Jüdischen Museums Berlin: "Jeder Schüler und jede Schülerin in Deutschland sollte das Jüdische Museum Berlin mindestens einmal besucht haben, bevor sie die Schule beenden."
Ein on.tour-Guide erklärt Schülern den Ausstellungswürfel »Feste Feiern«, Walter-Gropius-Schule, Berlin, 2008
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Sönke Tollkühn
Seit dem Start im Sommer 2007 hat die Bildungsinitiative an den Schulen Lehrer und Schüler gleichermaßen begeistert. "Auf unseren Touren haben wir Schüler mit unterschiedlichstem Wissensstand getroffen. Bei fast allen konnten wir mit unserem Projekt Interesse für jüdische Geschichte und Kultur in Deutschland wecken. Besonders freuen wir uns über die lebhaften Diskussionen unter den Jugendlichen, die unsere Museumsmitarbeiter in den Klassenzimmern moderieren", fasst Tanja Petersen, Leiterin der Bildungsabteilung im Jüdischen Museum Berlin, die Erfahrungen der letzten drei Jahre zusammen. "Dabei gilt: Alle Fragen sind erlaubt - es gibt keine Tabus."
Die mobile Ausstellung - Deutsch-jüdische Geschichte on.tour
Die mobile Ausstellung wird auf dem Schulhof oder im Schulgebäude aufgebaut. Fünf robuste und flexibel einsetzbare Ausstellungswürfel mit 16 Vitrinen und leicht verständlichen Texttafeln geben Einblick in die jüdische Geschichte und Lebenswelt. Anhand von Alltagsgegenständen und Zeremonialobjekten werden die Themen "Jüdischer Alltag", "Leben und Überleben", "Chancen und Diskriminierung" und "Feste feiern" vorgestellt. So verweisen beispielsweise koschere Gummibärchen, die mit dem Stempel des Rabbinats versehen sind, auf die jüdischen Speisegesetze. Das Spannungsfeld im 19. Jahrhundert zwischen dem Wunsch nach Anerkennung und Chancengleichheit einerseits, Berufsverboten und Diskriminierungen andererseits wird beispielhaft an den Lebensgeschichten des Kondomfabrikanten Julius Fromm und des berühmten Physikers und Weltbürgers Albert Einstein deutlich. Die Verknüpfung der deutsch-jüdischen Geschichte mit der Lebenswelt der Schüler soll auch Lust auf einen Besuch des Jüdischen Museums Berlin machen.
Der Tourplan 2010
Thüringen: 1. März bis 5. März
1. März am Staatlichen Gymnasium Rudolstadt
2. März an der Staatlichen Regelschule 3 "Kolpingschule", Erfurt
3. März am Oskar-Gründler-Gymnasium Gebesee
4. März an der Regelschule "Juri Gagarin", Bad Frankenhausen
Der Workshop 1 geht von 07:45 bis 10:35 Uhr und der Workshop 2 von 10:40 Uhr bis 13:10 Uhr.
5. März am Staatlichen Gymnasium "Friedrich Schiller", Bleicherode
Der Workshop 1 geht von 07:45 bis 10:35 Uhr und der Workshop 2 von 10:40 Uhr bis 13:10 Uhr.
Weitere Tourpunkte in Deutschland
Brandenburg: 18. Januar bis 22. Januar
Niedersachsen: 15. Februar bis 19. Februar
didacta - die Bildungsmesse, Köln: 16. März bis 20. März
Nordrhein-Westfalen: 22. März bis 26. März
Hamburg: 12. April bis 16. April
Sachsen-Anhalt: 3. Mai bis 7. Mai
Hessen: 17. Mai bis 21. Mai
Bremen: 31. Mai bis 4. Juni
Schleswig-Holstein: 21. Juni bis 25. Juni
Bayern: 5. Juli bis 9. Juli
Rheinland-Pfalz: 30. August bis 3. September
Saarland: 6. September bis 10. September
Mecklenburg-Vorpommern: 27. September bis 1. Oktober
Baden-Württemberg: 11. Oktober bis 15. Oktober
Sachsen: 1. November bis 5. November
Mit freundlicher Unterstützung von Daimler Financial Services, der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Stiftung Jüdisches Museum Berlin e.V. und dem Ehepaar Eric F. Ross und Lore Ross (sel.A.). Gefördert mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Internet: www.jmberlin.de
