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Do, 09:14 Uhr
25.02.2010

Die Schule geht uns alle an!

In unserem Forum meldet sich auch der Verein "Haus und Grund Heldrungen und Umgebung e. V." zu Thema Schule und Schulneubau für Oldisleben und Heldrungen zu Wort. Der offene Brief wendet sich an die Kreistagsmitglieder...

Sehr geehrtes Kreistagsmitglied,

bezugnehmend auf das Bauvorhaben "Sanierung Regelschule Oldisleben" möchte ich im Namen des Vorstandes von "Haus und Grund Heldrungen und Umgebung e. V." ebenfalls unsere Meinung kund tun.

Auch wir befürworten den Schulneubau einer gemeinsamen Schule bis zur Klasse 10 in der Gemarkung Heldrungen. Gründe gibt es hierfür genug. Ein wichtiger Grund mit, ist der Erhalt unserer Infrastruktur. Geld gibt es für Umgehungsstraßen und Autobahnen. Das Land Thüringen gibt immense Summen für das Überfliegen unvermessener Hofräume aus, damit das Katasteramt auf den neusten Internetstand gebracht werden kann, obwohl deren Genauigkeit der Vermessung sehr umstritten ist. Aber das allein reicht nicht aus, um den Verkehrswert aller Grundstücke hier in unserer Umgebung zu erhalten. Wir brauchen eine intakte Infrastruktur. Hierzu zählen unter anderem Tourismus, Betriebe, Schwimmbäder, Kindergärten, Vereine, Einkaufsmöglichkeiten, Ämter, Behörden, Anwälte, Bahn- und Busanbindungen Radwege und nicht zu letzt unsere Schulen in dem eigenen Ort.

Der Schulstandort Heldrungen liegt für alle umliegenden Gemeinden zentral. Dieser Pluspunkt würde natürlich auch jedem Grundstückseigentümer aus unserem VG Gebiet in einem Verkehrswertgutachten zu Gute kommen.
Aber wenn die Regelschüler der Klassen 9 und 10 auch noch nach Bad Frankenhausen zur Schule fahren müssen, stimmt für uns die Infrastruktur insgesamt nicht mehr. Da nützen dann zur Werterhaltung unserer Grundstücke auch keine Grundhaft ausgebauten Straßen, keine "freiwilligen" Grundstücksvermessungen, sowie keine "neue" Kanalisationen!

Schüler aus den kleineren Gemeinden konnten schon längst nicht mehr ihren Heimvorteil nutzen. Für sie ist ein Schultag wie für uns Erwachsene ein Arbeitstag, rechnet man die Zeit, in der sie mit Bussen unterwegs sind. Man sollte doch auch die Schüler aus den Gemeinden Hauteroda und Hemleben bei dieser Schulplanung nicht vergessen. Der jetzige Schulstandort Oldisleben ist schon weit genug entfernt. Und wenn man es besser bekommen kann, sollte das genutzt werden. Lange Fahrzeiten für die Schüler, die einmal für diese Entscheidung dankbar sein werden, können verhindert und deren Freizeit verlängert werden.

Wenn man bedenkt, dass zum einen die Kapazität durch diesem Umbau noch nicht einmal für alle Klassen von 1 bis 10 ausreichend ist und nicht nachhaltig sein wird, sind doch die 4,6 Mio. € herausgeworfenes Geld. Wie viel Geld wurde für Jahrzehnte in den Kreishaushalt für Renovierungsarbeiten des Um- und Ausbaus Oldisleben noch eingeplant? Diese Renovierungen werden mit Sicherheit nicht lange auf sich warten lassen, denn ein Altbau bleibt immer ein Altbau.
Das sollte man sich ständig vor den Augen halten.

Unterschriften für den Schulneubau wurden gesammelt. Eltern, Schüler, Bürgermeister, Gemeinderatsmitglieder sind für diesen Neubau. Eltern aus den Nachbargemeinden Bretleben und Reinsdorf wollen diesen Neubau, damit ihre Kinder dort mit in die Schule gehen können. Alles im Allen zusammengerechnet, wäre sogar das Geld für den Schulneubau da.

Deshalb bitte ich Sie als Kreistagsmitglied Ihre Entscheidung genau zu überlegen, bevor Sie gegen den Schulneubau stimmen. Auch wenn Sie nicht unsere Region als Ihre Heimat zählen, hat sicherlich der ein oder andere Wähler aus unserer Region auch Sie gewählt. Auch das sollten Sie bei Ihrer Entscheidung nicht vergessen.

Nur allein von Schweinemastanlagen und Rohstoffabbau wird unsere Region nicht reicher, im Gegenteil, unsere Grundstücke verlieren dadurch an Wert. Und da brauchen wir dringendst den Schulneubau in der Gemarkung Heldrungen. Gemeinde-, Stadtrats-, und Kreistagsmitglieder, Bürgermeister, sowie ein Landrat und dessen Gefolge vergehen, aber ein Schulneubau bleibt.
Doris Weber Vereinsvorsitzende
Autor: khh

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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