Mo, 13:55 Uhr
08.03.2010
Bauern-Frühstück
Die Nordthüringer Volksbank hatte heute zum Landwirtschaftsfrühstück nach Bielen eingeladen. Als wichtiger Finanzpartner der Nordthüringer Landwirte hat die Volksbank damit schon eine Tradition begründet. Referenten der achten Auflage waren ein Minister und ein stellvertretender Chefredakteur.
Bauer-Frühstück (Foto: nnz)
Volksbank-Vorstand Peter Herbst begrüßte fast 100 Landwirte aus den Landkreisen Nordhausen, Sömmerda und dem Kyffhäuserkreis. Und er konnte den Thüringer Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) willkommen heißen. Reinholz zeichnete aus Sicht des Freistaates ein Bild der Thüringer Wirtschaft und insbesondere der Landwirtschaft.
Auch an der seien die Folgen der Wirtschaftskrisen nicht spurlos vorbeigegangen. Zudem seien selbst die Nordthüringer Landwirte den globalen Märkten unterworfen. Zwei gute Ernten in Folge und daraus resultierend volle Lager schaffen nun mal kein hohes Preisniveau. Zugleich versprach Reinholz, dass sich der Freistaat Thüringen auch weiterhin für eine effektive Förderung der Unternehmen und Subventionierung der landwirtschaftlichen Produkte einsetzen werden. Jedoch müssen in Deutschland alle Bundesländer eine klare Linie fahren und die dann in Brüssel – auch gegen starken Widerstand – durchgesetzt werden müssen.
Reinholz widmete sich auch der Ausbildung junger Menschen in der Landwirtschaft. So sollen gemeinsam mit dem Kultusministerium Programme aufgelegt werden, um Schüler für die grünen Berufe zu interessieren. Natürlich müssten auch die Landwirte auf den künftigen Nachwuchs zugehen, müssten die Arbeit auf dem Bauernhof attraktiv machen. Es sei wie immer im Leben ein Geben und Nehmen.
Von den Landwirten wurden in der folgenden Diskussion mehrere Probleme angesprochen. So müsste künftig viel Geld für Analyse-Geräte für Pflanzenschutzmittel ausgegeben werden. Das würde die Landwirte zusätzlich mit rund 40.000 Euro belasten. Hier müsse die Politik in diese Regelung eingreifen, das dürfe nicht so umgesetzt werden.
Nach Jürgen Reinholz sprach dann Dr. Christian Bicker, der stellvertretende Chefredakteur der Zeitschrift "DLG-Mitteilungen" zu den Agrarmärkten in diesem Jahr und vor allem wollte der der Redner auf die zu erwartenden Preise in der Landwirtschaft einstimmen. Der Kann kommt vom Fach, ist nicht nur Journalist, sondern auch Landwirt und hat einen Betrieb in Deutschland und einen in Rumänien.
Die Zahlen, Daten und Fakten, die vorgetrugen wurden, wollten die anwesenden Landwirte eigentlich so lieber nicht hören. Die Preisentwicklung werde auf dem jetzigen Niveau verharren. So werden die Bestände beim Weizen nicht angebaut werden, im Gegenteil: Die Lager werden sich weiter füllen. Das gleiche Bild bietet sich bei Gerste, drei Millionen Tonnen sind derzeit in der EU eingelagert. Helfen kann hier nur eine Missernte, sonst bleiben je Tonne nur 60 Euro als Erlös. Alles in allem: keine guten Aussichten.
Autor: nnz/kn
Bauer-Frühstück (Foto: nnz)
Volksbank-Vorstand Peter Herbst begrüßte fast 100 Landwirte aus den Landkreisen Nordhausen, Sömmerda und dem Kyffhäuserkreis. Und er konnte den Thüringer Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) willkommen heißen. Reinholz zeichnete aus Sicht des Freistaates ein Bild der Thüringer Wirtschaft und insbesondere der Landwirtschaft.Auch an der seien die Folgen der Wirtschaftskrisen nicht spurlos vorbeigegangen. Zudem seien selbst die Nordthüringer Landwirte den globalen Märkten unterworfen. Zwei gute Ernten in Folge und daraus resultierend volle Lager schaffen nun mal kein hohes Preisniveau. Zugleich versprach Reinholz, dass sich der Freistaat Thüringen auch weiterhin für eine effektive Förderung der Unternehmen und Subventionierung der landwirtschaftlichen Produkte einsetzen werden. Jedoch müssen in Deutschland alle Bundesländer eine klare Linie fahren und die dann in Brüssel – auch gegen starken Widerstand – durchgesetzt werden müssen.
Reinholz widmete sich auch der Ausbildung junger Menschen in der Landwirtschaft. So sollen gemeinsam mit dem Kultusministerium Programme aufgelegt werden, um Schüler für die grünen Berufe zu interessieren. Natürlich müssten auch die Landwirte auf den künftigen Nachwuchs zugehen, müssten die Arbeit auf dem Bauernhof attraktiv machen. Es sei wie immer im Leben ein Geben und Nehmen.
Von den Landwirten wurden in der folgenden Diskussion mehrere Probleme angesprochen. So müsste künftig viel Geld für Analyse-Geräte für Pflanzenschutzmittel ausgegeben werden. Das würde die Landwirte zusätzlich mit rund 40.000 Euro belasten. Hier müsse die Politik in diese Regelung eingreifen, das dürfe nicht so umgesetzt werden.
Nach Jürgen Reinholz sprach dann Dr. Christian Bicker, der stellvertretende Chefredakteur der Zeitschrift "DLG-Mitteilungen" zu den Agrarmärkten in diesem Jahr und vor allem wollte der der Redner auf die zu erwartenden Preise in der Landwirtschaft einstimmen. Der Kann kommt vom Fach, ist nicht nur Journalist, sondern auch Landwirt und hat einen Betrieb in Deutschland und einen in Rumänien.
Die Zahlen, Daten und Fakten, die vorgetrugen wurden, wollten die anwesenden Landwirte eigentlich so lieber nicht hören. Die Preisentwicklung werde auf dem jetzigen Niveau verharren. So werden die Bestände beim Weizen nicht angebaut werden, im Gegenteil: Die Lager werden sich weiter füllen. Das gleiche Bild bietet sich bei Gerste, drei Millionen Tonnen sind derzeit in der EU eingelagert. Helfen kann hier nur eine Missernte, sonst bleiben je Tonne nur 60 Euro als Erlös. Alles in allem: keine guten Aussichten.

