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Do, 10:32 Uhr
11.03.2010

Gesalzene Straßen

Hoffnung auf sonnigen Frühling äußerte gestern Landrat Peter Hengstermann (CDU) vor dem Kreistag, als er Zahlen bekannt gab, was der Winter so auf den Kreisstraßen angerichtet hat ...

Der harte Winter hat in diesem Jahr neben ungetrübten Wintersportfreuden leider auch enorme Kosten verursacht, so Hengstermann. Die Winterperiode umfasst den Zeitraum von Anfang November 2009 bis Ende März 2010.
In dieser Zeit waren ca. 90 km Kreisstraße zu betreuen.

Die Aufgaben des Winterdienstes umfassen nach dem reinen Räum- und Streudiensten auch Leistungen wie Schneezaun auf- und abbauen. Außerdem war in dieser Winterperiode sogar der Einsatz von Schneefräsen von Nöten. Es wurden 640 t Salz und 170 t Sole verbraucht. Es kamen rund 20.000 Einsatzkilometer zustande, dabei wurde jede Straße im Durchschnitt 2,4-mal pro Tag befahren.

Durch den Einsatz moderner Technik konnte ein sparsamer Streumitteleinsatz trotz extremer Witterung erzielt werden.
So wurden durchschnittlich nur 20 g Salz pro Quadratmeter Straße und Tag benötigt. Bei 25 Streutagen ist das schon mal eine ganze Tüte (normale 500 g Packung) die da auf einen Quadratmeter geschüttet wurde. Das wird nicht nur die Finanzen belasten sonder auch erheblich die Umwelt!

95% der Kosten entstanden in der Hauptperiode von Dezember bis Februar. Rund 173.000 Euro waren nötig, um für diesen Winter die Befahrbarkeit der Straßen des Kreises zu gewährleisten. Im direkten Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine Steigerung der Kosten um 90.000 Euro.

Bereinigt um die umstufungsbedingte Steigerung der Streckennetzkilometer ergeben sich reelle Mehrkosten von 70.000 Euro.
Die bisherigen Umstufungen des Freistaates Thüringen ergeben derzeit eine Mehrbelastung von 20.000 Euro für die Kreiskasse.

Infolge der Frostperiode sind auch starke Straßenschäden aufgetreten. Drei Streckenabschnitte mit insgesamt 5 km Länge mussten hinsichtlich des schlechten Zustandes eingeschränkt bzw. beschildert werden. In Summe wurden bisher ca. 70 Kleinstflickungen an Schlaglöchern ausgeführt.

Weitere Schäden sind an den Sicherheits- und Leiteinrichtungen zu verzeichnen. Bisher wurden ca. 10.000 Euro für Sofortmaßnahmen aufgewendet. Trotz starken Winters und angespannter Haushaltslage konnte eine Erreichbarkeit aller Orte im Kreis für Rettungsdienste, Öffentlichen Personennahverkehr, Motorisierten Individualverkehr, Wirtschaft und Versorgung der Bevölkerung garantiert werden.

Und wie sieht es auf Thüringer Landes- und Bundesstraßen aus?

Verkehrsminister Carius stellte gestern im Koalitionsarbeitskreis für Bau, Landesentwicklung und Verkehr eine erste Zwischenauswertung der Winterschadensbilanz vor.

„Aufgrund einer Wintersaison mit stark wechselnden Frost- und Tauperioden sind auch in Thüringen bereits jetzt mehr Winterschäden als im Vorjahr festzustellen. Der Freistaat Thüringen wird der Verkehrssicherungspflicht nachkommen und alle Winterschäden an den Landes- und Bundesstraßen in seiner Zuständigkeit beheben. Die finanziellen Mittel dafür werden auch bei vorläufiger Haushaltsführung von Bund und Land bereitgestellt“, so Carius.

Die bislang erfassten Winterschäden belaufen sich auf einen Flächenumfang von rund 185.000 m² auf Bundes- und Landesstraßen. Dies sind Mitte Februar 2010 bereits rund 23,5 Prozent mehr als Ende März 2009 (Flächenumfang der Winterschäden 2008/2009 rund 150.000 m²).

Für die Reparatur der Winterschäden an den Bundes- und Landesstraße sind nach derzeitigem Stand Mittel in Höhe von rund 5 Millionen Euro erforderlich (rund 1,3 Millionen Euro für Bundes- und rund 3,7 Millionen Euro für Landesstraßen). In der Wintersaison 2008/2009 wurden für die Schadensbeseitigung rund 4,3 Millionen Euro aufgewendet, von denen rund 0,8 Millionen Euro für die Bundes- und rund 3,5 Millionen Euro für die Landesstraßen aufgewendet wurden.

Auch der Salzverbrauch auf Bundes- und Landesstraßen ist mit rund 108.000 Tonnen Mitte Februar 2010 höher als am Ende der Wintersaison 2008/2009 (rund 100.300 Tonnen). Eine abschließende Einschätzung über die Gesamthöhe der Fahrbahnschäden kann erst nach Ende der Frostperiode erfolgen.
Autor: khh

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