Di, 11:05 Uhr
16.03.2010
Abgebrochen
Abbrüche der Schwangerschaft gehören immer noch zu unserer heutigen Lebensweise. Auch deshalb nehmen sich Statistiker den Zahlen und Fakten an. Wir haben alle Zahlen aus dem Jahr 2009.
Im Jahr 2009 wurden in Thüringen 3 853 Schwangerschaften vorzeitig beendet. In Deutschland waren es 110 694 Abbrüche. Das entsprach in Thüringen einem Anstieg von 3,8 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor. In Deutschland sank die Zahl um 3 790 bzw. 3,3 Prozent.
Von den 3 853 Frauen, die in Thüringen den Eingriff vornehmen ließen, hatten nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 3 655 ihren Wohnsitz in Thüringen, weitere 198 Frauen kamen aus einem anderen Bundesland, darunter 134 Frauen aus Bayern, sowie aus dem Ausland. 122 Thüringer Frauen ließen den Eingriff in einem anderen Bundesland durchführen.
Von den 3 777 Thüringerinnen waren 150 Frauen jünger als 18 Jahre. In dieser Altersgruppe fiel der Anstieg mit 12,8 Prozent besonders hoch aus. Weitere 2 102 Frauen waren im Alter von 18 bis 29 Jahre (+ 4,6 Prozent), 1 223 Frauen im Alter von 30 bis 39 Jahre (+ 0,3 Prozent) und 302 Frauen waren älter als 40 Jahre (+ 2,7 Prozent).
2 306 Thüringer Frauen waren zum Zeitpunkt des Eingriffes ledig, 1 358 Frauen waren verheiratet und 113 geschieden bzw. verwitwet.
1 135 Frauen hatten vor dieser Maßnahme noch kein Kind, 1 294 hatten zu diesem Zeitpunkt ein Kind, 994 Frauen zwei Kinder und 354 Frauen drei und mehr Kinder.
Insgesamt wurden 3 706 Abbrüche ambulant durchgeführt, davon 1 998 in einer gynäkologischen Praxis (Rückgang um 149 Fälle bzw. 6,9 Prozent) und 1 708 ambulant im Krankenhaus (Anstieg um 263 Fälle bzw. 18,2 Prozent). Die anderen 71 Abbrüche erfolgten stationär im Krankenhaus.
Fast zwei Drittel der Abbrüche (2 454 Fälle bzw. 65,0 Prozent) wurden mit der Absaugmethode (Vakuumaspiration) durchgeführt. In 925 Fällen wurde das Mittel Mifegyne verwendet.
3 708 Fälle bzw. 98,2 Prozent der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Medizinische Indikation war in den anderen 1,8 Prozent der Fälle die Begründung für den Abbruch.
Autor: nnz/knIm Jahr 2009 wurden in Thüringen 3 853 Schwangerschaften vorzeitig beendet. In Deutschland waren es 110 694 Abbrüche. Das entsprach in Thüringen einem Anstieg von 3,8 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor. In Deutschland sank die Zahl um 3 790 bzw. 3,3 Prozent.
Von den 3 853 Frauen, die in Thüringen den Eingriff vornehmen ließen, hatten nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 3 655 ihren Wohnsitz in Thüringen, weitere 198 Frauen kamen aus einem anderen Bundesland, darunter 134 Frauen aus Bayern, sowie aus dem Ausland. 122 Thüringer Frauen ließen den Eingriff in einem anderen Bundesland durchführen.
Von den 3 777 Thüringerinnen waren 150 Frauen jünger als 18 Jahre. In dieser Altersgruppe fiel der Anstieg mit 12,8 Prozent besonders hoch aus. Weitere 2 102 Frauen waren im Alter von 18 bis 29 Jahre (+ 4,6 Prozent), 1 223 Frauen im Alter von 30 bis 39 Jahre (+ 0,3 Prozent) und 302 Frauen waren älter als 40 Jahre (+ 2,7 Prozent).
2 306 Thüringer Frauen waren zum Zeitpunkt des Eingriffes ledig, 1 358 Frauen waren verheiratet und 113 geschieden bzw. verwitwet.
1 135 Frauen hatten vor dieser Maßnahme noch kein Kind, 1 294 hatten zu diesem Zeitpunkt ein Kind, 994 Frauen zwei Kinder und 354 Frauen drei und mehr Kinder.
Insgesamt wurden 3 706 Abbrüche ambulant durchgeführt, davon 1 998 in einer gynäkologischen Praxis (Rückgang um 149 Fälle bzw. 6,9 Prozent) und 1 708 ambulant im Krankenhaus (Anstieg um 263 Fälle bzw. 18,2 Prozent). Die anderen 71 Abbrüche erfolgten stationär im Krankenhaus.
Fast zwei Drittel der Abbrüche (2 454 Fälle bzw. 65,0 Prozent) wurden mit der Absaugmethode (Vakuumaspiration) durchgeführt. In 925 Fällen wurde das Mittel Mifegyne verwendet.
3 708 Fälle bzw. 98,2 Prozent der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Medizinische Indikation war in den anderen 1,8 Prozent der Fälle die Begründung für den Abbruch.
