eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Di, 18:28 Uhr
16.03.2010

Diskutieren und besichtigen

"Nicht dem Leben mehr Tage geben, sondern den Tagen mehr Leben", diese Worte stammen von S. Cicely Saunders, der Begründerin der englischen und internationalen Hospizbewegung. Und sie weben sich über eine Veranstaltung im Nordhäuser Südharz-Krankenhaus...


Aus der Hospizbewegung ist die Palliativmedizin hervorgegangen. Beide sind auch in Nordthüringen angekommen. Eine neue Palliativstation wurde vor wenigen Tagen ihrer Bestimmung am Südharz-Krankenhaus übergeben. Am 17. März werden hier erstmals Pflegende, Ärzte, Psychologen und Ehrenamtliche zusammenkommen, um über Medizin am Lebensende zu diskutieren.

An diesem Nachmittag wird auch über Lebenswege gesprochen. Diplom-Medizinerin Christine Vonderlind, langjährige Chefärztin für Anästhesie und Intensivtherapie am Krankenhaus Hildburghausen, berichtet über ihre Hinwendung zur Palliativmedizin und Schmerztherapie. Dies verbindet sie mit ihrer ehemaligen Mitarbeiterin, Dr. Heike Büntzel, die als Anästhesistin in Nordhausen seit November vergangenen Jahres die Palliativabteilung leitet. Beide kennen deshalb bestens das Spannungsfeld zwischen Hochleistungsmedizin und Palliativsituation aus ihrer früheren und jetzigen Tätigkeit.

Pfarrer Torsten Ernst, Vorsitzender des Thüringer Hospiz- und Palliativverbandes (THPV) wird über die Entwicklung des Ehrenamtes im Hospizkontext in Thüringen berichten. Dem THPV ist es in den letzten Jahren gelungen, den multiprofessionellen Dialog in Thüringen anzuschieben und zu moderieren. Der seit fünf Jahren bestehende „Runde Tisch für Hospiz- und Palliativarbeit“ bietet Möglichkeiten nicht nur zum Austausch zwischen den Professionals, sondern auch zur Diskussion mit den Krankenkassen der Patienten.

In einem dritten Vortrag wird Dr. Elke Gaser aus dem Universitätklinikum Jena auf die Entwicklung der Palliativmedizin in den neuen Ländern eingehen. Frau Gaser hat besondere Erfahrungen im ambulanten Bereich der Palliativmedizin. Auch hier gibt es einen regen Austausch mit den Nordhäuser Kollegen. Vor wenigen Tagen erst konnte Oberärztin Dr. Büntzel ihre ambulanten Ergebnisse der letzten drei Jahre auf dem Deutschen Krebskongress in Berlin als Vortrag präsentieren.

Über Lebenswege ins Gespräch kommen, persönliche Entscheidungen zu teilen und gemeinsam die schwere Arbeit als Pflegende, Ärztin oder Hospizbegleiter zu bewältigen – dies sind die Ziele der Nachmittagsveranstaltung. Hierzu soll die Veranstaltung am 17. März ab 16.00 Uhr beitragen. Ganz nebenbei kann das neue Gebäude am Rande des Nordhäuser Klinikums besichtigt werden.
Autor: nnz/kn

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)