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So, 20:33 Uhr
21.03.2010

kn-Forum: Straßenausbaubeträge

"Griechische Verhältnisse in Heldrungen" so tituliert Kati Schleichardt ihren Leserbrief. Weitere Einzelheiten gibt es hier...


Kürzlich hörte ich im Radio einen Bericht über Griechenland. Jedoch ging es dabei nicht um Urlaubsziele sondern um das Ergebnis einer Umfrage über Korruption. Hiernach haben die Griechen die höchste Korruption im Land. Wer meint denn da nicht leichtfertig: „bei uns gibt es so was nicht“.

Vor kurzem hätte ich so einen Ausspruch vielleicht auch gewagt, aber meine Erfahrungen in der letzten Zeit haben mich eines Anderen belehrt. Vor knapp einem Jahr erhielten wir in unserer Straße den Bescheid über den Straßenausbaubeitrag für eine Maßnahme, welche im Jahr 2007 beendet wurde. Die Summe hat mich umgehauen. Dafür hätte ich mir, im Rahmen der heiß umworbenen Abwrackprämie des vergangenen Jahres, einen super Kleinwagen kaufen können. Natürlich legten wir Widerspruch ein. Seitdem sind wir intensiv bemüht, eine Erklärung für die hohe Summe zu erhalten. Unter anderem wollten wir Akteneinsicht in der VG zu den Rechnungsbelegen, Aufmassregister etc. der Straßenbaufirma.

Eine detaillierte Rechnung konnte uns zu Beginn nicht vorgelegt werden, jedoch fanden wir in unserer Akte Unterlagen zu anderen Straßenzügen in Heldrungen. Was hatte das eine mit dem anderen zutun? Dies bestärkte uns in der Annahme, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Nach einigen weiteren Terminen in der VG ist es uns nunmehr möglich, in das Leistungsverzeichnis der Straßenbaufirma Einsicht zunehmen. Dem nach sind im Zuge der Straßenbaumaßnahmen z.B. auch Hofräume gepflastert, 150 qm Rasen angesät und Koniferen gepflanzt worden. Nun frage ich mich, wo die 150 qm Rasen in unserer Straße sein sollen?

Was haben die Anlieger noch an versteckten Kosten in ihrem „Straßenausbaubeitrag“ berechnet bekommen? Ebenso erstaunlich kommt mir dabei die Aussage eines Sachbearbeiters in der Kommunalaufsicht in den Sinn zurück, welcher doch kühn behauptet es sei alles in Ordnung so. Hat man dort die Unterlagen eingesehen? Wie ist das alles zu verstehen? Haben wir hier in Heldrungen direkt vor unserer Haustür eventuell doch schon griechische Verhältnisse?
K. Schleichardt
Autor: khh

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