Fr, 00:01 Uhr
26.03.2010
Zum heutigen equal –pay-day
Was es mit diesem heutigen Termin auf sich hat, erklärt die SPD- Landtagsabgeordnete Dorothea Marx in ihrer Stellungnahme gegenüber kn...
Von gleichem Lohn für gleiche Arbeit ist auch Thüringen immer noch weit entfernt:
Vor diesem Hintergrund ist die Forderung der SPD nach Mindestlöhnen und einem Abbau der Benachteiligung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt aktuell und dringlicher denn je. Frauen dürfen sich nicht länger diese extreme Benachteiligung und ungerechte Bezahlungen bieten lassen.
Dorothea Marx - SPD
Autor: khhVon gleichem Lohn für gleiche Arbeit ist auch Thüringen immer noch weit entfernt:
- Frauen in Thüringen arbeiten weit häufiger in geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen als Männer. Ihr Anteil an den geringfügig Beschäftigten ist 61%. Der Anteil an Teilzeitbeschäftigten liegt bei 84% (wobei 82% der weiblichen Teilzeitbeschäftigten eine Vollzeitstelle suchten). In Thüringen – arbeitet nur jede 2. Frau in einem "Standard- Beschäftigungsverhältnis" d.h. mit der gewünschten Arbeitszeit bei einer angemessenen Entlohnung, bei den Männern beträgt dieser Anteil dagegen 83%.
- Frauen in Thüringen verdienen deutlich weniger als ihre ohnehin wenig verdienenden männlichen Kollegen. Durchschnittlich verdienten im II. Quartal 2008 Frauen 515 Euro weniger als ihre männlichen Kollegen, das sind 79% des durchschnittlichen Verdienstes der Männer. Netto haben Frauen in Thüringen mit durchschnittlich 845 Euro 200 Euro weniger als ihre männlichen Kollegen. In Thüringen haben 53% der Frauen netto weniger als 900 Euro (bei 33% der Männer), wohingegen 3,6% mehr als 2000 Euro Netto haben (bei Männern sind dies 8,3 %).
- Bereits heute haben 35% der Frauen in Thüringen über 65 Jahre ein geringeres Einkommen als 700 Euro (bei 5% der Männer). Nur Jede 4. Frau (24%) über 65 hat mehr als 1100 Euro, bei Männern sind dies 38%. Anhand des sehr hohen Anteils von Frauen bei den Geringverdienern (53%) ist zu prognostizieren, dass die erwartete Altersarmut in den nächsten 20 Jahren insbesondere weiblich sein wird!
Vor diesem Hintergrund ist die Forderung der SPD nach Mindestlöhnen und einem Abbau der Benachteiligung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt aktuell und dringlicher denn je. Frauen dürfen sich nicht länger diese extreme Benachteiligung und ungerechte Bezahlungen bieten lassen.
Dorothea Marx - SPD
