Di, 13:21 Uhr
30.03.2010
nnz-Gesundheitstipp
Die Haut ist gerötet, sie schuppt sich, juckt und brennt - Fußpilz ist nicht nur eine schmerzhafte, sondern meist auch unangenehme Angelegenheit. Etwa jeder dritte Deutsche leidet unter einer Pilzinfektion. Thüringens Apothekerinnen und Apotheker raten, die Beschwerden frühzeitig und konsequent zu behandeln.
"Anstecken kann man sich überall dort, wo Menschen barfuß gehen: im Schwimmbad, in der Sauna, in öffentlichen Duschen oder in Umkleidekabinen", erläutert Apothekerin Julie Garke, Pressesprecherin der Region Nordhausen (Stadt und Landkreis). Die Pilzerreger - so genannte Dermatophyten - befinden sich auf der Haut. Lösen sich Hautschuppen beim normalen Erneuerungsprozess von der Oberfläche, können sich darauf auch die Erreger befinden. Diese können sich auf den Füßen anderer Personen festsetzen. Vor allem bei Menschen, bei denen die Haut verletzt oder die natürliche Schutzbarriere gestört ist, haben die Erreger leichtes Spiel.
"Die ersten Anzeichen für einen Fußpilz sind Brennen und Juckreiz zwischen den Zehen", so Garke. Die Haut ist zuerst gerötet, im fortgeschrittenen Stadium wird sie weißlich und quillt auf. Garke empfiehlt, rasch auf die Hautveränderung zu reagieren. Denn wird die Mykose nicht behandelt, kann sie sich auch auf andere Teile des Körpers ausbreiten oder sogar Zehennägel befallen.
"In der Apotheke sind verschiedene rezeptfreie Antimykotika als Creme, Gel oder Spray erhältlich. Sie enthalten entweder einen pilzhemmenden oder -tötenden Wirkstoff", so Garke. Die Therapie dauert - je nach Produkt - unterschiedlich lange. "Egal, für welches Arzneimittel man sich entscheidet: Wichtig ist, die befallenen Hautstellen konsequent zu behandeln" so Garke. "Zwar lassen die Symptome schnell nach. Wird die Therapie aber zu früh beendet, kann es zu erneuten Beschwerden kommen." Hat sich der Hautzustand nach einigen Tagen nicht verändert, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
"Feuchtigkeit und Wärme bilden ein ideales Klima für die Pilze", so Garke. Zu enge Schuhe, luftundurchlässige Socken und Fußschweiß sind für die Erreger daher eine gute Voraussetzung, um sich in der Haut einnisten zu können. Regelmäßiges Schuh- und Sockenwechseln tragen dazu bei, den Fußpilz schneller loszuwerden oder sich gar nicht erst anzustecken. Alle Textilien, die mit den infizierten Hautstellen in Kontakt gekommen sind - Socken, Handtücher, Bettwäsche - , sollten bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden. Denn Pilze können hartnäckig sein und auch längere Zeit in der Wäsche überleben. Schuhe können mit einem pilztötenden Spray behandelt werden.
Wer öfter ins Schwimmbad geht, kann ebenso vorsorgen: Badelatschen sind laut Garke ein Muss. "In manchen Bädern gibt es noch Desinfektionsduschen für die Füße. Vor denen sollte man sich aber fernhalten, denn dort tummeln sich Untersuchungen zufolge besonders viele Erreger." Nach dem Duschen oder Schwimmen müssen insbesondere die Zehenzwischenräume gut abgetrocknet werden, da die aufgequollene Haut besonders anfällig für Infektionen ist.
Autor: nnz"Anstecken kann man sich überall dort, wo Menschen barfuß gehen: im Schwimmbad, in der Sauna, in öffentlichen Duschen oder in Umkleidekabinen", erläutert Apothekerin Julie Garke, Pressesprecherin der Region Nordhausen (Stadt und Landkreis). Die Pilzerreger - so genannte Dermatophyten - befinden sich auf der Haut. Lösen sich Hautschuppen beim normalen Erneuerungsprozess von der Oberfläche, können sich darauf auch die Erreger befinden. Diese können sich auf den Füßen anderer Personen festsetzen. Vor allem bei Menschen, bei denen die Haut verletzt oder die natürliche Schutzbarriere gestört ist, haben die Erreger leichtes Spiel.
"Die ersten Anzeichen für einen Fußpilz sind Brennen und Juckreiz zwischen den Zehen", so Garke. Die Haut ist zuerst gerötet, im fortgeschrittenen Stadium wird sie weißlich und quillt auf. Garke empfiehlt, rasch auf die Hautveränderung zu reagieren. Denn wird die Mykose nicht behandelt, kann sie sich auch auf andere Teile des Körpers ausbreiten oder sogar Zehennägel befallen.
"In der Apotheke sind verschiedene rezeptfreie Antimykotika als Creme, Gel oder Spray erhältlich. Sie enthalten entweder einen pilzhemmenden oder -tötenden Wirkstoff", so Garke. Die Therapie dauert - je nach Produkt - unterschiedlich lange. "Egal, für welches Arzneimittel man sich entscheidet: Wichtig ist, die befallenen Hautstellen konsequent zu behandeln" so Garke. "Zwar lassen die Symptome schnell nach. Wird die Therapie aber zu früh beendet, kann es zu erneuten Beschwerden kommen." Hat sich der Hautzustand nach einigen Tagen nicht verändert, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
"Feuchtigkeit und Wärme bilden ein ideales Klima für die Pilze", so Garke. Zu enge Schuhe, luftundurchlässige Socken und Fußschweiß sind für die Erreger daher eine gute Voraussetzung, um sich in der Haut einnisten zu können. Regelmäßiges Schuh- und Sockenwechseln tragen dazu bei, den Fußpilz schneller loszuwerden oder sich gar nicht erst anzustecken. Alle Textilien, die mit den infizierten Hautstellen in Kontakt gekommen sind - Socken, Handtücher, Bettwäsche - , sollten bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden. Denn Pilze können hartnäckig sein und auch längere Zeit in der Wäsche überleben. Schuhe können mit einem pilztötenden Spray behandelt werden.
Wer öfter ins Schwimmbad geht, kann ebenso vorsorgen: Badelatschen sind laut Garke ein Muss. "In manchen Bädern gibt es noch Desinfektionsduschen für die Füße. Vor denen sollte man sich aber fernhalten, denn dort tummeln sich Untersuchungen zufolge besonders viele Erreger." Nach dem Duschen oder Schwimmen müssen insbesondere die Zehenzwischenräume gut abgetrocknet werden, da die aufgequollene Haut besonders anfällig für Infektionen ist.
