Mo, 10:55 Uhr
19.04.2010
Bei Artilleristen zu Besuch
Bundestagsmitglied Lemme besuchte jüngst die Karl-Günther-Kaserne in Sondershausen. Zum Besuch und über was gesprochen wurde, erreichte kn folgender Bericht...
Auf Einladung des Standortältesten des Raketenartilleriebataillon 132 Oberstleutnant Klaus Glaab weilte der SPD-Bundestagsabgeordnete Steffen-Claudio Lemme (SPD) kürzlich zu einem Gespräch in der Karl-Günther-Kaserne in Sondershausen.
Wichtigste Themen waren die von der Bundesregierung geplante Verkürzung der Wehrpflicht von neun auf sechs Monate und die Konsequenzen für die Bundeswehr sowie der Afghanistaneinsatz.
Oberstleutnant Glaab machte auf Nachfrage Lemmes seine Position zur Verkürzung der Wehrpflicht deutlich. "Es soll im Heer bei den drei Monaten Grundausbildung bleiben. Das bedeutet, ich habe die Soldaten danach theoretisch noch drei Monate zur Verfügung. Davon müssen noch zehn bis fünfzehn Tage Urlaub abgezogen werden, so dass ich sie vielleicht noch acht Wochen weiter ausbilden kann. In dieser Zeit kann ich keinen Soldaten zur Fahrschule schicken oder ihn andere Lehrgänge besuchen lassen, da die Restdienstzeit einfach zu kurz ist. Diese Verkürzung ist daher aus meiner Sicht ein kritischer Weg. Wir werden mit großer Aufmerksamkeit die Konsequenzen dieser Entscheidung begleiten; der Weg hin in eine Berufsarmee scheint jedoch weiter beschritten zu werden und schon fasst präjudiziert.", so Glaab.
Lemme machte deutlich, dass er für die Aufrechterhaltung der Wehrpflicht ist. "Ich sehe die Gefahr, dass die Armee durch eine Abschaffung der Wehrpflicht zu einem Söldnerheer mutieren könnte. Das kann nicht in unserem Interesse sein. Außerdem ist dieser Pflichtdienst eine wichtige Säule in der Nachwuchsgewinnung der Bundeswehr."
Zum Thema Afghanistan machte Steffen-Claudio Lemme deutlich, dass er im Bundestag für die Verlängerung des Mandats gestimmt hat. "Ich habe dem Beschluss aufgrund der enthaltenen Strategieänderung und der Abzugsoption zugestimmt. Jetzt alles stehen und liegen zu lassen und die Menschen in Afghanistan sich selbst zu überlassen, wie von den Linken gefordert, kann nicht der richtige Weg sein", so der Abgeordnete.
Auch Oberstleutnant Glaab ist der Meinung, dass man sich erst zurückziehen kann, wenn die gesteckten Ziele erreicht sind. So ist es notwendig, dass die afghanischen Sicherheitskräfte in der Lage sind, selbst die Ordnung aufrecht zu erhalten.
Im Anschluss an das Gespräch machten beide einen Rundgang durch das Kasernengelände und fuhren anschließend auf den Standortübungsplatz. Lemme zeigte sich beeindruckt von der Ausstattung der Kaserne und betonte die Wichtigkeit des Standortes für die Region. Hier wurden in den letzten Jahren hohe zweistellige Millionenbeträge investiert und laut Oberstleutnant Glaab hauptsächlich Firmen aus der Region beauftragt.
Lemme versicherte das Thema Wehrpflichtverkürzung nochmals in der Fraktion anzusprechen und sicherte auch weiterhin seine Unterstützung zu.
Wahlkreisbüro Steffen-Claudio Lemme
Autor: khhAuf Einladung des Standortältesten des Raketenartilleriebataillon 132 Oberstleutnant Klaus Glaab weilte der SPD-Bundestagsabgeordnete Steffen-Claudio Lemme (SPD) kürzlich zu einem Gespräch in der Karl-Günther-Kaserne in Sondershausen.
Wichtigste Themen waren die von der Bundesregierung geplante Verkürzung der Wehrpflicht von neun auf sechs Monate und die Konsequenzen für die Bundeswehr sowie der Afghanistaneinsatz.
Oberstleutnant Glaab machte auf Nachfrage Lemmes seine Position zur Verkürzung der Wehrpflicht deutlich. "Es soll im Heer bei den drei Monaten Grundausbildung bleiben. Das bedeutet, ich habe die Soldaten danach theoretisch noch drei Monate zur Verfügung. Davon müssen noch zehn bis fünfzehn Tage Urlaub abgezogen werden, so dass ich sie vielleicht noch acht Wochen weiter ausbilden kann. In dieser Zeit kann ich keinen Soldaten zur Fahrschule schicken oder ihn andere Lehrgänge besuchen lassen, da die Restdienstzeit einfach zu kurz ist. Diese Verkürzung ist daher aus meiner Sicht ein kritischer Weg. Wir werden mit großer Aufmerksamkeit die Konsequenzen dieser Entscheidung begleiten; der Weg hin in eine Berufsarmee scheint jedoch weiter beschritten zu werden und schon fasst präjudiziert.", so Glaab.
Lemme machte deutlich, dass er für die Aufrechterhaltung der Wehrpflicht ist. "Ich sehe die Gefahr, dass die Armee durch eine Abschaffung der Wehrpflicht zu einem Söldnerheer mutieren könnte. Das kann nicht in unserem Interesse sein. Außerdem ist dieser Pflichtdienst eine wichtige Säule in der Nachwuchsgewinnung der Bundeswehr."
Zum Thema Afghanistan machte Steffen-Claudio Lemme deutlich, dass er im Bundestag für die Verlängerung des Mandats gestimmt hat. "Ich habe dem Beschluss aufgrund der enthaltenen Strategieänderung und der Abzugsoption zugestimmt. Jetzt alles stehen und liegen zu lassen und die Menschen in Afghanistan sich selbst zu überlassen, wie von den Linken gefordert, kann nicht der richtige Weg sein", so der Abgeordnete.
Auch Oberstleutnant Glaab ist der Meinung, dass man sich erst zurückziehen kann, wenn die gesteckten Ziele erreicht sind. So ist es notwendig, dass die afghanischen Sicherheitskräfte in der Lage sind, selbst die Ordnung aufrecht zu erhalten.
Im Anschluss an das Gespräch machten beide einen Rundgang durch das Kasernengelände und fuhren anschließend auf den Standortübungsplatz. Lemme zeigte sich beeindruckt von der Ausstattung der Kaserne und betonte die Wichtigkeit des Standortes für die Region. Hier wurden in den letzten Jahren hohe zweistellige Millionenbeträge investiert und laut Oberstleutnant Glaab hauptsächlich Firmen aus der Region beauftragt.
Lemme versicherte das Thema Wehrpflichtverkürzung nochmals in der Fraktion anzusprechen und sicherte auch weiterhin seine Unterstützung zu.
Wahlkreisbüro Steffen-Claudio Lemme