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Mi, 16:02 Uhr
21.04.2010

Opfer des Vulkans

Als frisch gekrönter Preisträger des 6. Internationalen Klavierwettbewerbs Weimar-Bayreuth freute sich der junge Pianist Oleksandr Poliykov darauf, ein gemeinsames Konzert mit dem Loh-Orchester zu gestalten. Nun ist er eiin Opfer der Asche-Wolke geworden.


Mit Liszts virtuosem 1. Klavierkonzert gewann er nicht nur den 2. Preis des Wettbewerbs, sondern auch noch einen Zusatzpreis. Sein Können wollte er am kommenden Wochenende im 7. Sinfoniekonzert dem Südharzer Publikum präsentieren. Er freute sich auch darauf, wieder nach Thüringen zu reisen. Diese Freude wurde ihm nun durch die isländische Aschewolke verdorben. Oleksandr Poliykov ist einer von vielen Betroffenen, die ihre Pläne umstellen mussten.

Er lebt in den USA und kommt nicht über den „großen Teich“. Immer wieder ist er in den vergangenen Tagen voller Hoffnung zum Flughafen gegangen, um sich über die Lage zu erkundigen. Nun musste er schweren Herzens seinen Besuch in Sondershausen und Nordhausen infolge des Flugverbotes und der daraus folgenden Verzögerungen absagen.

Die Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH musste daraufhin ihre Pläne ebenfalls umstellen und konnte kurzfristig den russischen Pianist Lev Vinocour dafür gewinnen, den solistischen Part im Sinfoniekonzert zu übernehmen. ist ein ausgewiesener Experte der Klavierwerke Franz Liszts und kennt dessen Werke quasi im Schlaf. In Weimar spielte er kürzlich sämtliche seiner Werke, die spieltechnisch zum Schwersten gehören, das es für Klavier überhaupt gibt.

Der 1970 geborene Musiker ist einer der meistgeachteten Pianisten seiner Generation. Mit dreizehn Jahren gab er sein Konzertdebüt mit den Leningrader Philharmonikern, gewann zahlreiche Preise bei hoch angesehenen Wettbewerben wie dem Busoni-Wettbewerb und eroberte anschließend in Windeseile die Konzertsäle seiner Heimat und des westlichen Auslandes.

Das 7. Sinfoniekonzert dirigiert Alexander Stessin, 1. Kapellmeister an der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH. Zu hören sind Werke von Franz Liszt, Johannes Brahms (3. Sinfonie) und Zoltán Kodály („Tänze aus Galánta“). Es findet am 24. April in Sondershausen im Haus der Kunst, sowie am 25. April im Theater Nordhausen jeweils um 19.30 Uhr statt.
Autor: nnz/kn

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