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Fr, 13:12 Uhr
23.04.2010

Der Spielplan ist da

Wenn zu einer Pressekonferenz ins Nordhäuser Theater mehr Menschen kommen, als anderswo in die Vorstellungen, dann ist es wieder soweit. Es ist Frühling und Intendant Tietje lüftet die Geheimnisse um den Spielplan für die nächste Saison. Für die nnz saß Olaf Schulze im Foyer.

Spielplan vorgestellt (Foto: nnz-tv) Spielplan vorgestellt (Foto: nnz-tv)
Von links: Markus L. Frank, Jutta Wörne, Bianca Sue Henne, Anja Eisner, Lars Tietje

Es ist eine Erfolgsgeschichte, die da in der Ägide Tietje im Nordhäuser Theater geschrieben wird. Das beweist nicht nur das Interesse der Medien, sondern zunehmend auch das der Zuschauer. Besonders Orchester und Ballett konnten in der Gunst der Besucher weiter zulegen. In Jutta Wörnes Ballettkompanie gibt es kaum Fluktuation, kein Tänzer verlässt im Sommer Nordhausen. Ein klares Indiz dafür, dass sich die Künstler in der Rolandstadt wohlfühlen. Dem Publikum dankt es die Ballettmeisterin mit einem absoluten Klassiker: im Oktober tanzt Sergej Prokowjews „Cinderella“ über die Bühne.

Generalmusikdirektor Markus L. Frank stellte eine Abfolge großer klassischer Sinfoniker für die Spielzeit 2010/11 in Aussicht. Von Schubert bis Beethoven, von Brahms bis Dvorak reicht das Programm der Sinfoniekonzerte des Loh-Orchesters, hochkarätige Solisten werden gastieren und auch wieder einheimische Musiker als Solokünstler zu erleben sein. Ein wichtiger Höhepunkt der Spielzeit ist das Internationale Liszt-Jahr 2011. Im Achteckhaus in Sondershausen wird das Loh-Orchester mit Gesangssolisten des Theaters die weitgehend unbekannte Liszt-Oper „Don Sanche oder Das Schloss der Liebe“ konzertant aufführen, wofür sich neben dem mdr auch der ungarische Rundfunk interessiert.

Das Kinder- u. Jugendtheater vermeldet ebenfalls großen Zuspruch. 120 Workshops, Vor- und Nachbesprechungen und andere Veranstaltungen wurden absolviert, in 20 Schulen des Landkreises ist die Theaterpädagogik präsent, 2.000 Schüler wurden erreicht, die vorher noch keinerlei Affinitäten zum Theater hatten. Deutlicher Ausdruck dafür, wie sinnvoll die Einstellung einer weiteren Theater- und Tanzpädagogin im letzten Jahr war. Jetzt wagt sich das große Ensemble aus begeisterten Laiendarstellern an 4 Sparten heran. Neben Schauspielaufführungen wird es Musiktheater und Tanz geben und auch wieder ein Puppenspiel. Großen Zuwachs erlebte auch der Kinderzirkus Zappelini, der ein neues Showprogramm plant.

Ausdrücklich lobte der Intendant die fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Rudolstädter Schauspielensemble und ganz besonders den unkomplizierten und professionellen Umgang mit dem neuen Theaterchef Steffen Mensching. Vier Produktionen werden in Nordhausen gezeigt, darunter eine Neufassung des irischen Klassikers „Ein Held der westlichen Welt“ von John M. Synge und ein Stück über Sterbehilfe von Wannie de Wijn („Der gute Tod“).

Hauptschwerpunkt des Spielplans sind natürlich die Musiktheaterinszenierungen für das große Haus, die von einer Operngala Anfang September eingeleitet werden. Tschaikowskis „Eugen Onegin“ bringt seit langem mal wieder eine slawische Farbe in den Spielplan, die Operettenfreunde können sich auf die „Gräfin Mariza“ freuen, als Kurzopern an einem Abend kommen Leoncavallos „Bajazzo“ und Puccinis „Giannni Schicci“ auf die Bühne, in Kooperation mit der Weimarer Musikhochschule wird Benjamin Brittens „Der Raub der Lukretia“ inszeniert und als Musical gibt es die unschlagbaren Gershwin-Hits in einer neu arrangierten Fassung mit dem Titel „Crazy for you“ unter der bewährten Leitung der Erfolgsregisseurin Iris Limbarth, die gerade die grandiose „Jekyll and Hyde“-Premiere abgeliefert hat.

Ganz ausführlich können Sie den Spielplan in dem gesonderten Beitrag der nnz lesen und wie es während der Pressekonferenz im Theater aussah, zeigt Ihnen ein nnz-tv Beitrag am Wochenende.
Autor: nnz

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