Sa, 15:45 Uhr
24.04.2010
Im Osten lebt sich’s billiger
Auch wenn viele Güter und Dienstleistungen überall in Deutschland gleich viel kosten, gibt es bei Mieten, haushaltsnahen Dienstleistungen und anderen, eher lokal gehandelten Gütern erhebliche Preisunterschiede zwischen den einzelnen Regionen des Bundesgebiets. Das stellte jetzt das ifo Institut in Dresden fest...
Hierauf weist Dr. Rupert Kawka, Wissenschaftlicher Projektleiter am Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung in der jüngsten Veröffentlichung des ifo Instituts Dresden hin. Dort wo die Einkommen niedrig sind, es also an Kaufkraft fehlt, ist auch das durchschnittliche Preisniveau niedriger.
Wo die Einkommen hoch sind, können die Unternehmen hingegen im Regelfall auch höhere Preise verlangen. Dementsprechend muss für einen identischen Warenkorb in München fast 30 % mehr bezahlt werden als in Leipzig. Noch billiger ist das Leben in Regionen wie Görlitz oder Lüchow-Dannenberg (vgl. Karte). Der Einkommensrückstand der strukturschwachen Regionen wird hierdurch zwar abgemildert, im Regelfall aber nicht ausgeglichen.
Tatsächlich liegen die durchschnittlichen Realeinkommen in Ostdeutschland nach diesen Berechnungen um ungefähr 15 % unter jenen in Westdeutschland. Für Empfänger staatlicher Sozialleistungen, die bundeseinheitlich festgelegt sind, resultiert das niedrigere Preisniveau in den neuen Ländern hingegen in einem real höheren Einkommen.
Autor: nnz/knHierauf weist Dr. Rupert Kawka, Wissenschaftlicher Projektleiter am Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung in der jüngsten Veröffentlichung des ifo Instituts Dresden hin. Dort wo die Einkommen niedrig sind, es also an Kaufkraft fehlt, ist auch das durchschnittliche Preisniveau niedriger.
Wo die Einkommen hoch sind, können die Unternehmen hingegen im Regelfall auch höhere Preise verlangen. Dementsprechend muss für einen identischen Warenkorb in München fast 30 % mehr bezahlt werden als in Leipzig. Noch billiger ist das Leben in Regionen wie Görlitz oder Lüchow-Dannenberg (vgl. Karte). Der Einkommensrückstand der strukturschwachen Regionen wird hierdurch zwar abgemildert, im Regelfall aber nicht ausgeglichen.
Tatsächlich liegen die durchschnittlichen Realeinkommen in Ostdeutschland nach diesen Berechnungen um ungefähr 15 % unter jenen in Westdeutschland. Für Empfänger staatlicher Sozialleistungen, die bundeseinheitlich festgelegt sind, resultiert das niedrigere Preisniveau in den neuen Ländern hingegen in einem real höheren Einkommen.
