Mo, 10:55 Uhr
26.04.2010
Noch geht es
Ob eine Windkraftanlage mit ihren Flügeln schön ist und ob sie in die Landschaft passt, lässt sich trefflich streiten. Nur ansehen muss man es sich vielleicht einmal...
In der Stadtratsitzung Sondershausen vom 25. März 2010 war einstimmig der Aufstellungsbeschluss zur 3. Änderung des Vorhaben- und Erschließungsplan es (VE-Plan Nr. 2 "Windpark Hainleite" beschlossen worden. Anlass dafür war (aus der Beschlussvorlage):
"Der Betreiber, die Windkraft Hainleite GmbH & Co.KG mit Sitz in Immenrode, möchte die älteren 8 Windkraftanlagen durch 5 effizientere Anlagen ersetzen (Repowering). Die 8 Enercon Anlagen von 1996 vom Typ E 40, mit einer Gesamthöhe von 100 m, sollen vollständig zurückgebaut werden. Die geplanten 5 neuen Anlagen, vom Typ Enercon E 82 mit einer Gesamthöhe von 150 m sind moderner und wirtschaftlicher. Die Energieeinspeisung könnte sich damit von 8 x 0,5 MW auf 5 x 2,3 MW erhöhen."
Das Gedächtnis ist ja so eine Sache. Wenn man es braucht, lässt es einen doch manchmal im Stich. So erging es eigentlich auch kn, und vielleicht auch einigen Stadträten. Bei einem Besuch im Ferienpark Feuerkuppe auf dem Straußberg (Ortsteil Sondershausen) wurde mal ein Blick vom Standort Grillplatz Richtung Windräder gemacht.
Bei einer Gesamthöhe von 100 m (Spitze Flügel) sieht das Ganze noch recht annehmbar aus, wenn man bedenkt, dass die Bäume im Hintergrund noch grün werden und die Windräder noch besser verdecken. Wenn man aber jetzt bedenkt, dass sich das mit Zustimmung der Stadträte jetzt bei den Windrädern um 50 m erhöht, sind natürlich die Windräder später mit Sicherheit mehr als gut zu sehen. Vielleicht kommt dann in der Dunkelheit noch ein schönes Markierungslicht dazu. Noch eindrucksvoller an jedem Flügelende ein schönes Licht!
Ob das wirklich dann noch schön aussieht, ist die große Frage. Kn wird diese Frage nicht beantworten. Da sollten sich die Leser und die Stadträte selbst die Frage stellen, ist das wirklich dann für die Landschaft und einen Ferienpark mit über 40.000 Übernachtungen zuträglich? Und über dem Ferienpark schwebt ja bildlich gesehen noch das "Damoklesschwert" einer möglichen Geruchsbelästigung durch eine größere Schweinemastanlage in Immenrode. Da fragt man sich natürlich langsam, wie viel negative Meldungen verträgt so ein Ferienpark noch?
Sind die Windräder später vielleicht sogar vom Frauenberg aus sichtbar? Der könnte ja als touristisches Zentrum ausgebaut werden. Verschandelt der Anblick solcher Windräder die Landschaft, oder setzt er Blickfänge des modernen Fortschritts? Solche Fragen sollte man wohl eher in einer Gesamtkonzeption zur Nutzung des Hainleitegebiets nochmals unter den neuen Gesichtspunkten der Funde auf dem Frauenberg klären.
Autor: khhIn der Stadtratsitzung Sondershausen vom 25. März 2010 war einstimmig der Aufstellungsbeschluss zur 3. Änderung des Vorhaben- und Erschließungsplan es (VE-Plan Nr. 2 "Windpark Hainleite" beschlossen worden. Anlass dafür war (aus der Beschlussvorlage):
"Der Betreiber, die Windkraft Hainleite GmbH & Co.KG mit Sitz in Immenrode, möchte die älteren 8 Windkraftanlagen durch 5 effizientere Anlagen ersetzen (Repowering). Die 8 Enercon Anlagen von 1996 vom Typ E 40, mit einer Gesamthöhe von 100 m, sollen vollständig zurückgebaut werden. Die geplanten 5 neuen Anlagen, vom Typ Enercon E 82 mit einer Gesamthöhe von 150 m sind moderner und wirtschaftlicher. Die Energieeinspeisung könnte sich damit von 8 x 0,5 MW auf 5 x 2,3 MW erhöhen."
Das Gedächtnis ist ja so eine Sache. Wenn man es braucht, lässt es einen doch manchmal im Stich. So erging es eigentlich auch kn, und vielleicht auch einigen Stadträten. Bei einem Besuch im Ferienpark Feuerkuppe auf dem Straußberg (Ortsteil Sondershausen) wurde mal ein Blick vom Standort Grillplatz Richtung Windräder gemacht.
Bei einer Gesamthöhe von 100 m (Spitze Flügel) sieht das Ganze noch recht annehmbar aus, wenn man bedenkt, dass die Bäume im Hintergrund noch grün werden und die Windräder noch besser verdecken. Wenn man aber jetzt bedenkt, dass sich das mit Zustimmung der Stadträte jetzt bei den Windrädern um 50 m erhöht, sind natürlich die Windräder später mit Sicherheit mehr als gut zu sehen. Vielleicht kommt dann in der Dunkelheit noch ein schönes Markierungslicht dazu. Noch eindrucksvoller an jedem Flügelende ein schönes Licht!
Ob das wirklich dann noch schön aussieht, ist die große Frage. Kn wird diese Frage nicht beantworten. Da sollten sich die Leser und die Stadträte selbst die Frage stellen, ist das wirklich dann für die Landschaft und einen Ferienpark mit über 40.000 Übernachtungen zuträglich? Und über dem Ferienpark schwebt ja bildlich gesehen noch das "Damoklesschwert" einer möglichen Geruchsbelästigung durch eine größere Schweinemastanlage in Immenrode. Da fragt man sich natürlich langsam, wie viel negative Meldungen verträgt so ein Ferienpark noch?
Sind die Windräder später vielleicht sogar vom Frauenberg aus sichtbar? Der könnte ja als touristisches Zentrum ausgebaut werden. Verschandelt der Anblick solcher Windräder die Landschaft, oder setzt er Blickfänge des modernen Fortschritts? Solche Fragen sollte man wohl eher in einer Gesamtkonzeption zur Nutzung des Hainleitegebiets nochmals unter den neuen Gesichtspunkten der Funde auf dem Frauenberg klären.

