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Sa, 07:12 Uhr
01.05.2010

Sondermüll im Mäppchen

Filzstifte enthalten nicht nur eine gehörige Portion Chemie, durch sie entsteht zudem jede Menge Plastikmüll. Doch viele Kinder lieben nun mal die Wegwerfgriffel, weil deren Farben besonders kräftig leuchten. Das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST wollte herausfinden, ob die Produkte ein Fall für den Sondermüll sind oder ob es Marken gibt, mit denen Eltern ihre Kinder getrost malen lassen können.


Unterm Strich hat sich im Vergleich zum letzten Test von Filzstiften im Jahr 2001 die Situation verschlechtert. Nur ein Viertel der Produkte ist ohne größere Mängel. Der Rest steckt voll von bedenklichen und/oder problematischen Substanzen. So wurde etwa bei den Markern von Faber-Castell in der roten Stifthülse sowie in der Verpackung giftiges Cadmium nachgewiesen. Der Stift hätte gar nicht verkauft werden dürfen, weil er die Grenzwerte der Chemikalien-Verbotsverordnung um ein Vielfaches überschreitet.

Auch andere Stifte geben Anlass zur Kritik. In drei Markern fand das Labor erhöhte Bleigehalte, zum Beispiel in den Stiften von Herlitz. Jürgen Stellpflug fügt hinzu: „Wenn Kinder etwa am Stift knabbern, besteht damit die Gefahr, dass das Blei vom Körper aufgenommen wird – nachweislich ist das giftige Schwermetall in Magensäure löslich.“

Die kleinen Künstler müssen jedoch nicht auf ihre Filzstifte verzichten. Immerhin fünf Produkte erhalten von ÖKO-TEST das Testurteil „sehr gut“ und sieben Produkte ein „gut“. Eltern, die in Europa hergestellte Fasermaler kaufen, sind zudem weitgehend auf der sicheren Seite. Denn diese sind im Test alle „befriedigend“ oder besser.

Das ÖKO-TEST Magazin Mai 2010 gibt es ab dem 30. April 2010 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro
Autor: nnz

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