Mo, 14:47 Uhr
03.05.2010
Demografischen Wandel nicht beschleunigen
Zu einem Arbeitsbesuch wurde die Bundestagsabgeordnete Kersten Steinke (Die Linke) an der Staatlichen Berufsbildenden Schule in Artern von Schulleiter Norbert Höhne empfangen. Dazu erreichte kn folgender Bericht...
Mit einem Rundgang stellte Norbert Höhne die vor 16 Jahren erbaute Schule mit seinem Ausbildungsprofil vor. Insbesondere die demografische Entwicklung stellt die Schule vor größere Probleme. Hatte der Schulleiter vor Jahren schon Mal eine Flasche Sekt kaltgestellt, als man kurz davor war eine Kapazität von 1.000 Schülern zu erreichen, werden heute nur noch 430 Schüler ausgebildet. Dies hat natürlich Auswirkungen auf die Profilbreite und die zu erreichenden Klassenstärken, wie Norbert Höhne ausführte. Zusätzlich komme noch hinzu, dass Artern am Rande Thüringens liegt. Während andere Berufsschulen aus dem gesamten Umkreis Schüler aufnehmen, scheitert dies in Artern, da Schüler aus Ausbildungsbetrieben in Sachsen-Anhalt nicht aufgenommen werden dürfen.
Kersten Steinke verwies darauf, dass die SBBS in Artern in der nächsten Schulnetzplanung des Kyffhäuserkreises unbedingt Berücksichtigung finden müsse. Bei einer Schließung müssten Auszubildende aus der Arterner Region in Berufsschulen nach Nordhausen, Mühlhausen oder Erfurt ausweichen. Bei den öffentlichen Verkehrsverbindungen im ländlichen Raum aber kaum realisierbar - es gäbe sehr lange Fahrtzeiten und teilweise am späten Nachmittag keine Verbindungen mehr in die Dörfer.
"Die Finanzierung der Berufsausbildung müsse sich auch an regionalen Gegebenheiten orientieren." so Steinke zum Abschluss des Besuches. "Man kann nicht über den demografischen Wandel klagen und ihn dann mit einer Schulschließung beschleunigen."
Wahlkreisbüro Kersten Steinke
Autor: khhMit einem Rundgang stellte Norbert Höhne die vor 16 Jahren erbaute Schule mit seinem Ausbildungsprofil vor. Insbesondere die demografische Entwicklung stellt die Schule vor größere Probleme. Hatte der Schulleiter vor Jahren schon Mal eine Flasche Sekt kaltgestellt, als man kurz davor war eine Kapazität von 1.000 Schülern zu erreichen, werden heute nur noch 430 Schüler ausgebildet. Dies hat natürlich Auswirkungen auf die Profilbreite und die zu erreichenden Klassenstärken, wie Norbert Höhne ausführte. Zusätzlich komme noch hinzu, dass Artern am Rande Thüringens liegt. Während andere Berufsschulen aus dem gesamten Umkreis Schüler aufnehmen, scheitert dies in Artern, da Schüler aus Ausbildungsbetrieben in Sachsen-Anhalt nicht aufgenommen werden dürfen.
Kersten Steinke verwies darauf, dass die SBBS in Artern in der nächsten Schulnetzplanung des Kyffhäuserkreises unbedingt Berücksichtigung finden müsse. Bei einer Schließung müssten Auszubildende aus der Arterner Region in Berufsschulen nach Nordhausen, Mühlhausen oder Erfurt ausweichen. Bei den öffentlichen Verkehrsverbindungen im ländlichen Raum aber kaum realisierbar - es gäbe sehr lange Fahrtzeiten und teilweise am späten Nachmittag keine Verbindungen mehr in die Dörfer.
"Die Finanzierung der Berufsausbildung müsse sich auch an regionalen Gegebenheiten orientieren." so Steinke zum Abschluss des Besuches. "Man kann nicht über den demografischen Wandel klagen und ihn dann mit einer Schulschließung beschleunigen."
Wahlkreisbüro Kersten Steinke