Do, 20:06 Uhr
06.05.2010
Neues aus dem Hauptausschuss (1)
Am späten Nachmittag trat im Sondershäuser Rathaus der Hauptausschuss des Stadtrates zu seiner öffentlichen Sitzung zusammen. Erste Meldungen daraus (u.a. kinderärztliche Versorgung) gibt es hier...
Abgesehen von der Tagesordnung für die Stadtratsitzung vom 27. Mai (u.a. Kriminalstatistik der Polizeiinspektion Kyffhäuser, Beschlüsse zum Konjunkturpaket II und zum Gewerbepark Hainleite) gab es im öffentlichen Teil nichts weiter zu beschließen.
Hauptakteur war Bauamtsleiter Manfred Kucksch, der über die Vergabeleistungen 2009 der Stadt Sondershausen informierte. In 107 Vergaben wurden immerhin 2.767,67 Tausend-Euro (TE) ausgegeben, dass macht einen Schnitt von rund 25.000 Euro pro Vergabe. Rund 90 % der Vergabe leistungen wurde per öffentlicher Ausschreibung vergeben.
Der größte Batzen dabei (70 %) waren Straßen- und Tiefbauarbeiten. Die waren auch der Hauptgrund dafür, so Kucksch, dass nur 32 % der Vergabeleistungen im Kyffhäuserkreis verblieben, da für dieser Aufgaben überhaupt nicht von Firmen aus dem Kyffhäuserkreis durchführbar waren. Große brocken waren die Vergabeleistungen wie die Erfurterstraße mit 546,7 TEuro, Großfurra- Neuheide mit 181,5 TEuro und die Bushaltestelle in Oberspier mit 226,1 TEuro.
Eine Maßnahme (Spielplatz für 21,5 TEuro in Himmelsberg) war für Stadträtin Sigrid Rößner (Die Linke) der Anknüpfungspunkt, warum dann der Spielplatz in Himmelsberg gesperrt wurde. Mit dem Geld, so Kucksch wurde der Bolzplatz gebaut. Die defekten und gesperrten Spielgeräte sollen vom Bauhof nochmals instandgesetzt werden. Für neues Spielgerät gibt es keine finanziellen Möglichkeiten.
Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) informiert, dass es am 31. Mai 2010 im Ortsteil Berka eine Einwohnerversammlung geben wird. Sigrid Rößner wies darauf hin, dass es am 08.Mai vor dem Denkmal der Opfer des Faschismus (vor Scholl-Schule) eine Kranzniederlegung geben wird.
Im Tagesordnungspunkt Sonstiges sprach Bürgermeister Joachim Kreyer ein Problem an, dass der Stadt schon seit langem unter den Nägeln brennt: Die schlechte kinderärztliche Versorgung in Sondershausen. Mütter müsste zur Behandlung mit ihren Kindern teilweise bis nach Greußen und Nordhausen fahren. Alle Versuche (u.a. Internet, Österreich) hatten keine Erfolge gebracht. Auch die damalige Sozialministerin und jetzige Ministerpräsidentin Thüringens, Christine Lieberknecht, konnte bei Gesprächen mit dem Bürgermeister keinen Kinderarzt "organisieren".
Jetzt äußerte Bürgermeister Kreyer einen Gedanken, den er noch rechtlich geprüft haben will. Auch wenn die Stadt rechtlich nicht verpflichtet ist, den Kinderarzt nach Sondershausen zu holen, würde er trotz klammer Haushaltslage einem Medizinstudenten ein Zusatzstipendium bieten (100 bis 150 Euro), wenn er sich verpflichtet nach Abschluss des Studiums als Kinderarzt nach Sondershausen zu kommen. Ob die Idee rechtlich machbar ist, will er prüfen lassen. Im gleichen Atemzug forderte er die Stadträte auf, sich ebenfalls Gedanken zu machen, wie ein Kinderarzt nach Sondershausen zu holen wäre.
(Bericht wird fortgesetzt)
Autor: khhAbgesehen von der Tagesordnung für die Stadtratsitzung vom 27. Mai (u.a. Kriminalstatistik der Polizeiinspektion Kyffhäuser, Beschlüsse zum Konjunkturpaket II und zum Gewerbepark Hainleite) gab es im öffentlichen Teil nichts weiter zu beschließen.
Hauptakteur war Bauamtsleiter Manfred Kucksch, der über die Vergabeleistungen 2009 der Stadt Sondershausen informierte. In 107 Vergaben wurden immerhin 2.767,67 Tausend-Euro (TE) ausgegeben, dass macht einen Schnitt von rund 25.000 Euro pro Vergabe. Rund 90 % der Vergabe leistungen wurde per öffentlicher Ausschreibung vergeben.
Der größte Batzen dabei (70 %) waren Straßen- und Tiefbauarbeiten. Die waren auch der Hauptgrund dafür, so Kucksch, dass nur 32 % der Vergabeleistungen im Kyffhäuserkreis verblieben, da für dieser Aufgaben überhaupt nicht von Firmen aus dem Kyffhäuserkreis durchführbar waren. Große brocken waren die Vergabeleistungen wie die Erfurterstraße mit 546,7 TEuro, Großfurra- Neuheide mit 181,5 TEuro und die Bushaltestelle in Oberspier mit 226,1 TEuro.
Eine Maßnahme (Spielplatz für 21,5 TEuro in Himmelsberg) war für Stadträtin Sigrid Rößner (Die Linke) der Anknüpfungspunkt, warum dann der Spielplatz in Himmelsberg gesperrt wurde. Mit dem Geld, so Kucksch wurde der Bolzplatz gebaut. Die defekten und gesperrten Spielgeräte sollen vom Bauhof nochmals instandgesetzt werden. Für neues Spielgerät gibt es keine finanziellen Möglichkeiten.
Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) informiert, dass es am 31. Mai 2010 im Ortsteil Berka eine Einwohnerversammlung geben wird. Sigrid Rößner wies darauf hin, dass es am 08.Mai vor dem Denkmal der Opfer des Faschismus (vor Scholl-Schule) eine Kranzniederlegung geben wird.
Im Tagesordnungspunkt Sonstiges sprach Bürgermeister Joachim Kreyer ein Problem an, dass der Stadt schon seit langem unter den Nägeln brennt: Die schlechte kinderärztliche Versorgung in Sondershausen. Mütter müsste zur Behandlung mit ihren Kindern teilweise bis nach Greußen und Nordhausen fahren. Alle Versuche (u.a. Internet, Österreich) hatten keine Erfolge gebracht. Auch die damalige Sozialministerin und jetzige Ministerpräsidentin Thüringens, Christine Lieberknecht, konnte bei Gesprächen mit dem Bürgermeister keinen Kinderarzt "organisieren".
Jetzt äußerte Bürgermeister Kreyer einen Gedanken, den er noch rechtlich geprüft haben will. Auch wenn die Stadt rechtlich nicht verpflichtet ist, den Kinderarzt nach Sondershausen zu holen, würde er trotz klammer Haushaltslage einem Medizinstudenten ein Zusatzstipendium bieten (100 bis 150 Euro), wenn er sich verpflichtet nach Abschluss des Studiums als Kinderarzt nach Sondershausen zu kommen. Ob die Idee rechtlich machbar ist, will er prüfen lassen. Im gleichen Atemzug forderte er die Stadträte auf, sich ebenfalls Gedanken zu machen, wie ein Kinderarzt nach Sondershausen zu holen wäre.
(Bericht wird fortgesetzt)
