Fr, 07:21 Uhr
07.05.2010
Chancen nutzen
Die zweite Halbzeit im Berufsberatungsjahr 2009/2010 hat begonnen. Angebot und Nachfrage haben sich auch in Nordthüringen weiter angeglichen. Hier die Einzelheiten aus Sicht der Arbeitsagentur...
Thüringenweit gab es im April 16,3 Prozent weniger Bewerber um einen Ausbildungsplatz als im vorigen Jahr. Bei der Agentur für Arbeit Nordhausen und den Geschäftsstellen in Sondershausen und Leinefelde meldeten sich von Oktober bis April fast 1.500 Jugendliche als Bewerber um eine Ausbildungsstelle, lediglich 3,4 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Die Schüler setzen in Nordthüringen ein hohes Vertrauen in die Berufsberatung, erläutert Karsten Froböse, Vorsitzender der Nordhäuser Arbeitsagentur die Situation. Wir helfen den jungen Menschen bei ihrem Berufseinstieg und vermitteln den Unternehmen die Fachkräfte von morgen. Angesichts von sinkenden Schülerzahlen und steigendem Fachkräftebedarf der Betriebe ist Flexibilität gefragt. Jugendliche mit schlechten Schulnoten müssen nicht in der Perspektivlosigkeit enden.
Mit Leistungsbereitschaft und Lernwilligkeit kann noch der Sprung in eine Ausbildung geschafft werden. Die Arbeitsagentur verfügt über ein Paket von Förderinstrumenten, um den Berufseinstieg zu unterstützen und den Ausbildungsabschluss zu erleichtern. Rund 37 Prozent der Bewerber haben bereits eine Ausbildungszusage. Für die übrigen Jungen und Mädchen laufen die Aktivitäten der Vermittlungsfachkräfte und Berufsberater auf Hochtouren. Nicht immer entsprechen die Wünsche der Teens dem Angebot und manch Jugendlicher muss sich von unrealistischen Vorstellungen verabschieden.
1.266 Ausbildungsplätze hat die Arbeitsagentur in diesem Beratungsjahr schon aufgenommen, 1.184 durch die Unternehmen der Region. Damit erhöhte sich die Zahl freier Lehrstellen um 10,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Was des Einen Freud’, könnte aber auch der Unternehmen Leid bedeuten. Ausbildungsstellen könnten als Folge geringerer Schülerzahlen unbesetzt bleiben, Betriebe werden in den Wettbewerb um Azubis eintreten.
Wir müssen uns der demographischen Herausforderung stellen, meint Agenturchef Karsten Froböse. Zum Tag des Ausbildungsplatzes am 11. Mai 2010 wird die Nordhäuser Arbeitsagentur einen neuen Schwerpunkt setzen. Neben der Ausschau nach neuen Ausbildungsmöglichkeiten sollen in diesem Jahr verstärkt vermeintlich schwächere Bewerberinnen und Bewerber vorgestellt werden - junge hoffnungsvolle Menschen mit Stärken, die nicht aus den Zeugnissen zu erkennen sind. Ihre praktischen Begabungen sind aber ein Potential für eine betriebliche Ausbildung.
Autor: nnz/knThüringenweit gab es im April 16,3 Prozent weniger Bewerber um einen Ausbildungsplatz als im vorigen Jahr. Bei der Agentur für Arbeit Nordhausen und den Geschäftsstellen in Sondershausen und Leinefelde meldeten sich von Oktober bis April fast 1.500 Jugendliche als Bewerber um eine Ausbildungsstelle, lediglich 3,4 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Die Schüler setzen in Nordthüringen ein hohes Vertrauen in die Berufsberatung, erläutert Karsten Froböse, Vorsitzender der Nordhäuser Arbeitsagentur die Situation. Wir helfen den jungen Menschen bei ihrem Berufseinstieg und vermitteln den Unternehmen die Fachkräfte von morgen. Angesichts von sinkenden Schülerzahlen und steigendem Fachkräftebedarf der Betriebe ist Flexibilität gefragt. Jugendliche mit schlechten Schulnoten müssen nicht in der Perspektivlosigkeit enden.
Mit Leistungsbereitschaft und Lernwilligkeit kann noch der Sprung in eine Ausbildung geschafft werden. Die Arbeitsagentur verfügt über ein Paket von Förderinstrumenten, um den Berufseinstieg zu unterstützen und den Ausbildungsabschluss zu erleichtern. Rund 37 Prozent der Bewerber haben bereits eine Ausbildungszusage. Für die übrigen Jungen und Mädchen laufen die Aktivitäten der Vermittlungsfachkräfte und Berufsberater auf Hochtouren. Nicht immer entsprechen die Wünsche der Teens dem Angebot und manch Jugendlicher muss sich von unrealistischen Vorstellungen verabschieden.
1.266 Ausbildungsplätze hat die Arbeitsagentur in diesem Beratungsjahr schon aufgenommen, 1.184 durch die Unternehmen der Region. Damit erhöhte sich die Zahl freier Lehrstellen um 10,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Was des Einen Freud’, könnte aber auch der Unternehmen Leid bedeuten. Ausbildungsstellen könnten als Folge geringerer Schülerzahlen unbesetzt bleiben, Betriebe werden in den Wettbewerb um Azubis eintreten.
Wir müssen uns der demographischen Herausforderung stellen, meint Agenturchef Karsten Froböse. Zum Tag des Ausbildungsplatzes am 11. Mai 2010 wird die Nordhäuser Arbeitsagentur einen neuen Schwerpunkt setzen. Neben der Ausschau nach neuen Ausbildungsmöglichkeiten sollen in diesem Jahr verstärkt vermeintlich schwächere Bewerberinnen und Bewerber vorgestellt werden - junge hoffnungsvolle Menschen mit Stärken, die nicht aus den Zeugnissen zu erkennen sind. Ihre praktischen Begabungen sind aber ein Potential für eine betriebliche Ausbildung.