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Fr, 11:31 Uhr
07.05.2010

Nichts mit abknallen!

Im Hauptausschuss des Stadtrates von Sondershausen kam eine Frage zum angeblich erweiterten Abschuss von Wildtieren hoch. Für Sie hat kn mal einem Experten nachgefragt, der es wissen muss...

Bei Stadträtin Sigrid Rößner (Die Linke) waren Gerüchte angekommen, nach denen das Wild durch schießwütige Jäger veränderten Abschusszeiten länger abgeknallt werden kann. Stadtrat Hartmut Thiele (CDU) verwahrte sich gegen die Ausdrucksweise von wegen abknallen. Jäger, so Thiele, gehen verantwortungsvoll mit dem Wild um.

Auch wenn Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) der Sache für die Reviere um Sondershausen nachgehen will, hat sich kn bei Lutz Eichhorn, dem Leiter des Staatlichen Forstamtes Sondershausen, schon mal "schlau" gemacht.

Auch bei ihm waren schon etliche Gerüchte angekommen. Lutz Eichhorn stellte klar, dass es sich nicht generell um veränderte oder gar verlängerte Abschusszeiten für das ganze Wild ging. In drei ausgewählten Forstrevieren (u.a. im Eichsfeld, nicht im Kyffhäuserkreis) sollten Studien in abgegatterten Wildgebieten für das Rehwild durchgeführt werden.

Der Schwerpunkt der Untersuchungen lag in der Ermittlung des Verbisses (Abfraß junger Triebe). Dabei sollten insbesondere die Böcke zu veränderten Zeiten (zum Beispiel statt bis Oktober bis zum Dezember) geschossen werden dürfen, um die veränderten Auswirkungen feststellen zu können. Bei Abschuss im Dezember könnte zum Beispiel dem Bock schon sein Geweih fehlen. Es ging also auch nicht um das "Trophäensammeln" mit diesen längeren Zeit, sondern immer nur um die Frage des Verbisses. Dafür sollte es eine generellen Schonzeit im Sommer geben, so Eichhorn gegenüber kn. Auch durch übermäßigen Verbiss durch Wildtiere kann der Jungwald erheblich geschädigt werden, was wohl der Hintergrund für diese Studie war.

Da es bei der ganze Studie zu vielen Missverständnissen kam, wurde die ganze Sache Studie, nach Kenntnisstand Lutz Eichhorn, völlig abgeblasen. Es wird in seinen Revieren, wie auch in ganz Thüringen, bei den bekannten Abschusszeiten für das Rehwild bleiben. Auch so könne sich Eichhorn nicht vorstellen, dass ein Jäger auf den Gedanken kommen könnte, dicke Ricken (tragende Rehe) abzuschießen.
Autor: khh

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