So, 07:02 Uhr
09.05.2010
Auf dem Mosesberg
Lange war nichts von ihm zu hören. Kunststück, unsere Leser Hans-Jürgen Schmidt bekannt durch seine Reiseberichte auf kn, war in Jordanien. Die Wanderung auf den Mosesberg im April 2010 beschreibt er so...
Unsere Jordanienreise endetet im Bereich des Katharinenklosters auf dem Sinai in Ägypten. Gegen 21 Uhr kamen wir in unserem Hotel an. Es ging sofort zum Abendbrot. Erst dann wurden die Zimmer bezogen. Die Nacht war kurz. Um 0:30 Uhr klingelte der Wecker. Der Rucksack wurde bepackt, wobei 2 Dinge von Bedeutung waren: die Wasserflasche und eine Taschenlampe. Im Speisesaal gab es noch ein Glas Tee zum Aufwärmen, denn die Nacht waren recht kühl.
Mit dem Bus ging es zirka 10 Minuten zum Parkplatz am Katharinenkloster. Die Gruppe umfasste 14 Frauen und Männer. Schnellen Schrittes ging es am Katharinkloster vorbei, um den Beginn des Aufstiegs zu erreichen. Unterwegs hielt mich ein Beduine an und fragte, ob ich nicht mit Kamel reiten wolle. Nach kurzer Überlegung sagte ich zu, nachdem der Preis in Höhe von 15 € ausgehandelt wurde.
Dieses Kamel, das mich einen Teilabschnitt des Bergaufstiegs getragen hatte.
Da ich noch nie auf einen Kamel geritten bin, gab es zunächst Bedenken, die sich jedoch in Freude umwandelten. Ohne körperliche Anstrengung konnte man den phantastischen Sternenhimmel betrachten. Mein Kamel wurde nicht geführt. Es trabte in gleichmäßigen Schritten ohne Pause die Serpentinen hinauf. Mit Erstaunen registrierte ich, dass es in der Dunkelheit nicht einen Fehltritt gemacht hat. Vor einem Beduinenzelt, wo man Tee oder andere Getränke kaufen konnte, war Endstation. Ich stieg vom Kamel , streichelt es und ich habe mich anständig bedankt, dass es 90 kg den Berg hinaufgetragen hat. Der Besitzer des Kamels bekam das ausgehandelte Geld.
Von nun an war ich auf mich allein angewiesen. Die Taschenlampe wurde aus dem Rucksack genommen und es ging zu Fuß den Berg hinauf. Vorsicht war angesagt, da es dunkel war und wir hatten Neumond. Mit entsprechend Pausen wurde der Gipfel mit 2285 m erreicht. Das Ziel war, den Sonnenaufgang auf dem Gipfel zu erleben. Auf den Gipfel hab ich unsere Gruppe wieder getroffen, die alle fast 10 Jahre jünger waren.
Es lässt sich nicht leugnen, man wird doch älter. Auf dem Gipfel stand eine kleine Kirche, die man nicht betreten durfte. Immerhin hat hier auf den Gipfel Moses die 10 Gebote von Gott erhalten, so wie es in der Bibel steht. Wo das genau gewesen sein sollte, war nicht zu erfahren. Kurz vor Sonnenaufgang war es hier oben empfindlich kühl und derjenige, der sich gegen die Kälte nicht gewappnet hat, musste frieren. Dann war es soweit. Langsam schob sich ein glutroter Ball über den Horizont hinaus. Ein paar Wolken machten den Sonnenaufgang noch interessanter. Die Fotoapparate klickten und die digitale Fotografie feiert ihre Triumphe.
Die aufgehende Sonne tauchte die umgebenden Felsmassive in ein bengalisches Licht, was mich am meisten beeindruckte. Im vollen Tageslicht ging es wieder hinab.
Der Abstieg zu Fuß war problemlos. Mit Erstaunen konnte man registrieren, dass in dieser Nacht Hunderte den Berg bestiegen hatten. In der Nacht hat man das nicht so gesehen, wenn man von dem Schein der Taschenlampen absah. Am Parkplatz am Katharinenkloster angekommen wurde der Bus bestiegen und es ging zurück zum Hotel. Um 8 Uhr konnte das Frühstück eingenommen werden. Anschließend wurden die Koffer gepackt und im Bus verladen, um das Hotel in Dahab zu erreichen. Es war natürlich, dass im Bus dann der Schlaf den Wanderer übermannte.
Text und Fotos: Hans-Jürgen Schmidt
Bildtexte:
Autor: khhUnsere Jordanienreise endetet im Bereich des Katharinenklosters auf dem Sinai in Ägypten. Gegen 21 Uhr kamen wir in unserem Hotel an. Es ging sofort zum Abendbrot. Erst dann wurden die Zimmer bezogen. Die Nacht war kurz. Um 0:30 Uhr klingelte der Wecker. Der Rucksack wurde bepackt, wobei 2 Dinge von Bedeutung waren: die Wasserflasche und eine Taschenlampe. Im Speisesaal gab es noch ein Glas Tee zum Aufwärmen, denn die Nacht waren recht kühl.
Mit dem Bus ging es zirka 10 Minuten zum Parkplatz am Katharinenkloster. Die Gruppe umfasste 14 Frauen und Männer. Schnellen Schrittes ging es am Katharinkloster vorbei, um den Beginn des Aufstiegs zu erreichen. Unterwegs hielt mich ein Beduine an und fragte, ob ich nicht mit Kamel reiten wolle. Nach kurzer Überlegung sagte ich zu, nachdem der Preis in Höhe von 15 € ausgehandelt wurde.
Dieses Kamel, das mich einen Teilabschnitt des Bergaufstiegs getragen hatte.
Da ich noch nie auf einen Kamel geritten bin, gab es zunächst Bedenken, die sich jedoch in Freude umwandelten. Ohne körperliche Anstrengung konnte man den phantastischen Sternenhimmel betrachten. Mein Kamel wurde nicht geführt. Es trabte in gleichmäßigen Schritten ohne Pause die Serpentinen hinauf. Mit Erstaunen registrierte ich, dass es in der Dunkelheit nicht einen Fehltritt gemacht hat. Vor einem Beduinenzelt, wo man Tee oder andere Getränke kaufen konnte, war Endstation. Ich stieg vom Kamel , streichelt es und ich habe mich anständig bedankt, dass es 90 kg den Berg hinaufgetragen hat. Der Besitzer des Kamels bekam das ausgehandelte Geld.
Von nun an war ich auf mich allein angewiesen. Die Taschenlampe wurde aus dem Rucksack genommen und es ging zu Fuß den Berg hinauf. Vorsicht war angesagt, da es dunkel war und wir hatten Neumond. Mit entsprechend Pausen wurde der Gipfel mit 2285 m erreicht. Das Ziel war, den Sonnenaufgang auf dem Gipfel zu erleben. Auf den Gipfel hab ich unsere Gruppe wieder getroffen, die alle fast 10 Jahre jünger waren.
Es lässt sich nicht leugnen, man wird doch älter. Auf dem Gipfel stand eine kleine Kirche, die man nicht betreten durfte. Immerhin hat hier auf den Gipfel Moses die 10 Gebote von Gott erhalten, so wie es in der Bibel steht. Wo das genau gewesen sein sollte, war nicht zu erfahren. Kurz vor Sonnenaufgang war es hier oben empfindlich kühl und derjenige, der sich gegen die Kälte nicht gewappnet hat, musste frieren. Dann war es soweit. Langsam schob sich ein glutroter Ball über den Horizont hinaus. Ein paar Wolken machten den Sonnenaufgang noch interessanter. Die Fotoapparate klickten und die digitale Fotografie feiert ihre Triumphe.
Die aufgehende Sonne tauchte die umgebenden Felsmassive in ein bengalisches Licht, was mich am meisten beeindruckte. Im vollen Tageslicht ging es wieder hinab.
Der Abstieg zu Fuß war problemlos. Mit Erstaunen konnte man registrieren, dass in dieser Nacht Hunderte den Berg bestiegen hatten. In der Nacht hat man das nicht so gesehen, wenn man von dem Schein der Taschenlampen absah. Am Parkplatz am Katharinenkloster angekommen wurde der Bus bestiegen und es ging zurück zum Hotel. Um 8 Uhr konnte das Frühstück eingenommen werden. Anschließend wurden die Koffer gepackt und im Bus verladen, um das Hotel in Dahab zu erreichen. Es war natürlich, dass im Bus dann der Schlaf den Wanderer übermannte.
Text und Fotos: Hans-Jürgen Schmidt
Bildtexte:
- Bild 1: Der Autor auf dem Mosesberg. Fotografiert von einem Japaner.
- Bild 2 bis 5: Der Sonnenaufgang auf dem Mosesberg in den einzelnen Etappen.
- Bild 6: Die Felsmassive in der aufgehenden Sonne
- Bild 7 und 8: Das Katharinenkloster
- Bild 9: Kamelrastplatz auf ca. halben Weg zur Spitze des Mosesberges.









