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Sa, 10:21 Uhr
08.05.2010

nnz-Glosse: Vertippt

Wer viel schreibt, der vertiptt sich auch mal. Muss aber nicht immer gleich solche Folgen haben, wie letztens in NYC. Aber auch wie Bischof Mixa und Kevin Kurányi zusammenpassen wird hier von Olaf Schulze untersucht.


Lange haben missgünstige Neidhammel herumgenörgelt und behauptet, der Friedensnobelpreis für den amerikanischen Präsidenten Obama wäre so notwendig gewesen wie das europaweite Flugverbot aufgrund des isländischen Aschewölkchens. Nun aber hat der Mann im Weißen Haus seine Kritiker beschämt und die lächerliche Zahl an Atomsprengköpfen verkündet, über die sein Land noch verfügt. Kümmerliche 5.100 sind es.

Völlig unverständlich, wie sich davon solche Schurkenstaaten wie der Iran bedroht fühlen wollen. Beim Schreiben dieses schurkischen Staatsnamens muss ich immer aufpassen, dass ich nicht in der Zeile verrutsche und versehentlich ein „k“ anstelle des „n“ eingebe. Dann hieße das nämlich - Irak. Und das ist ja kein böser Staat, sondern ganz im Gegenteil eine hoffnungsvoll aufstrebende Demokratie.

Nun ist das kein großes Problem, wenn ich mich mal vertippe, denn ich bin ja kein Börsianer. An der Wall Street kann die Eingabe eines „B“ für ein „M“ schon mal einen katastrophalen Kurssturz hervorrufen, weil alle glauben, es hätte irgendjemand (vielleicht ja ein Broker mit griechischem Migrationshintergrund?) Aktien für 16 Milliarden statt für 16 Millionen verschoben.

Da bekommen dann alle Händler einen Schreck. Und der geht fröhlich um die Welt und stürzt noch schnell die Kurse in Europa und Asien in die Keller. Macht aber nichts, ist doch nur virtuell.

Die paar Milliarden für Griechenland müssen wir ja auch nicht wirklich in bar berappen; das sind nur Sicherheiten für den Fall, dass die Hellenen ihre Staatsfinanzen nicht wieder unter Kontrolle kriegen. Und wer zweifelt ernsthaft daran?

Bischof Mixa hat es da schon schwerer, Zweifel auszuräumen, denn der hat schon einmal die Unwahrheit gesagt. Da kann er jetzt noch so beteuern, dass er niemals missbraucht worden ist, die kritische Öffentlichkeit ist skeptisch und bleibt an diesem Thema dran. Es sei denn, der verschmähte Nationalstürmer Kevin Kurányi würfe sich schleunigst vor einen Zug. Dann müsste Mixa noch ein bisschen warten auf die Enthüllungen der Presse.
Olaf Schulze
Autor: nnz

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Kommentare
Stewart
08.05.2010, 10:48 Uhr
Musste es ein Zug sein?
Glosse hin oder her, aber Kevin Kurányi und Zug assoziiert unweigerlich Deutsche Nationalelf und ihren Ex-Torwart Robert Enke. Bitter!
Schlenni
08.05.2010, 19:58 Uhr
Bei mir nicht
Also bei mir assoziiert Kevin Kurányi keine Deutsche Nationalelf, da er dort nie angekommen ist. Anders war es bei Robert Enke, der war wirklich einmal Torwart.

Aber es bringt es schon gut auf den Punkt und nennt sehr zynisch Fakten. Manchmal kann man die Wahrheit besser vertragen, wenn man es unter dem Deckmantel des schwarzen Humors versteckt. Aber es sind und bleiben klare Fakten.
----4
09.05.2010, 07:08 Uhr
Was erlauben Schlenni?
So kann man doch die Taktik unseres Bundes-Jogi nicht verraten. Noch dazu VOR der WM. Der lässt doch nicht Kevin allein zuhause. Einen Stürmer der Deutschen Nationalelf, der in 52 Länderspielen 19 Tore gemacht hat und trotzdem „dort nie angekommen ist“. Mein lieber Schlenni, das hat nicht mal mein lieber Scholli (36 Länderspiele, 8 Tore) geschafft und der war immer da, wenn er denn nominiert wurde. Auch nach der Halbzeitspause.

Kevin Kurányi kommt auch diesmal offiziell wieder nicht an, ist ja klar. Der kommt inkognito, vermutlich als Mario Gomez verkleidet. Den nimmt dann international keiner mehr ernst und dann macht der 10 …. 12 Tore für Deutschland. Aber so was verrät man doch nicht vor 2050 der internationalen Presse!

Ich habe fertig.
Schlenni
09.05.2010, 22:22 Uhr
Manche Lösung bekommt man ohne Zahlen
Warum muss man immer gleich die Fakten darlegen. Warum nicht einfach mal den Text lesen und nachdenken, wie sich der Herr als Spieler verhalten hat. Egal ob aktiv oder passiv. Ist er da wirklich ein Nationalspieler? Ich assoziiere einen Nationalspieler etwas anders. Aber jeder soll da Recht haben.

Übrigens, danke für die Aufklärung. Ich war immer von 51 Länderspielen ausgegangen. Aber da habe ich bestimmt was falsch assoziiert. Manchmal steckt der Fehler im Detail oder im verstehen.
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