Mo, 07:01 Uhr
10.05.2010
Rekordverdächtiger Wanderer
Eine Sonntagsvormittagswanderung in die Hainleite machten gestern zwei ehemalige Bergleute aus Sondershausen. Was den beiden vor die Füße, bzw. vor die Linse gekommen ist, sehen Sie nicht nur hier, sondern auch, dass unser Leser Hans-Jürgen Schmidt einen rekordverdächtigen Begleiter hatte...
Am gestrigen Vormittag haben wir einen Kurzwanderung in die Hainleite unternommen. Der Weg vom Borntal in Richtung Rondell und weiter war sehr angenehm. Man kann sagen: es ging in den Possenwald. Mein Begleiter war Dieter Schöpe (Foto). Er kennt die Landschaft rund um den Possen wie seine Westentasche, so dass es normal ist, dass er manchen Fleck kennt, wo sehenswerte Pflanzen gedeihen.
Er ist auch ein Mann der Statistik., so ist er vom Januar 1993 bis Dezember 2009 53.191 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit 4,3 km/h gewandert. Ein Schrittzähler machte es möglich. Am 2.5 2010 hat er vermerkt, dass er bereits 3200 mal auf den Possen war. Ein enorme Leistung eines Bergbaurentners dessen Lebensjahr bei 73 Jahren liegt.
Auf den Rondell angekommen mussten wir feststellen, dass die Sicht nicht bis zum Brocken reichte, aber dass satte Grün des Buchenwaldes entschädigte. Am Wegesrand wurden Pilze gesichtet. Es war die Speisemorchel (Morchella esulenta). Ein ausgezeichneter Speispilz mit einen angenehm würzigen Geschmack (siehe Bild). Verwechseln sollte man ihn allerdings nicht mit den Frühjahrslorchel. Er ist ein kleiner dunkelbrauner mit hirnartigen Wülsten aussehender Pils, der sehr giftig ist.
Doch der Höhepunkt der Wanderung war auf einer Lichtung zu sehen , wo ein große Anzahl von Orchideen wuchsen. Es war das Blasse oder Bleiche Knabenkraut ( Orchis palles). Eine sehr seltenen Orchideenpflanze, die sehr zeitig im April bis Mai blüht. Die Wuchshöhe beträgt 15 bis 40 cm. Der Geophyt (besser Knolle) dient als Überdauerungsorgan und sitzt tief in der Erde. Der breit zylinderische Blütenstand ist reichblütig. Die Blüten sind hellgelb oder schweflig ohne Zeichnung (siehe Bilder). Diese Pflanze steht unter absoluten Naturschutz und ist gefährdet. Die Pflanze liebt basen- und mullreiche Kalkböden. Es wäre Frevel, wenn einer auf die Idee käme sie auszugraben. Man sollte die Schätze unserer Heimat bewundern, jedoch nicht beschädigen.
Text und Fotos: Hans-Jürgen Schmidt, Sondershausen
Autor: khhAm gestrigen Vormittag haben wir einen Kurzwanderung in die Hainleite unternommen. Der Weg vom Borntal in Richtung Rondell und weiter war sehr angenehm. Man kann sagen: es ging in den Possenwald. Mein Begleiter war Dieter Schöpe (Foto). Er kennt die Landschaft rund um den Possen wie seine Westentasche, so dass es normal ist, dass er manchen Fleck kennt, wo sehenswerte Pflanzen gedeihen.
Er ist auch ein Mann der Statistik., so ist er vom Januar 1993 bis Dezember 2009 53.191 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit 4,3 km/h gewandert. Ein Schrittzähler machte es möglich. Am 2.5 2010 hat er vermerkt, dass er bereits 3200 mal auf den Possen war. Ein enorme Leistung eines Bergbaurentners dessen Lebensjahr bei 73 Jahren liegt.
Auf den Rondell angekommen mussten wir feststellen, dass die Sicht nicht bis zum Brocken reichte, aber dass satte Grün des Buchenwaldes entschädigte. Am Wegesrand wurden Pilze gesichtet. Es war die Speisemorchel (Morchella esulenta). Ein ausgezeichneter Speispilz mit einen angenehm würzigen Geschmack (siehe Bild). Verwechseln sollte man ihn allerdings nicht mit den Frühjahrslorchel. Er ist ein kleiner dunkelbrauner mit hirnartigen Wülsten aussehender Pils, der sehr giftig ist.
Doch der Höhepunkt der Wanderung war auf einer Lichtung zu sehen , wo ein große Anzahl von Orchideen wuchsen. Es war das Blasse oder Bleiche Knabenkraut ( Orchis palles). Eine sehr seltenen Orchideenpflanze, die sehr zeitig im April bis Mai blüht. Die Wuchshöhe beträgt 15 bis 40 cm. Der Geophyt (besser Knolle) dient als Überdauerungsorgan und sitzt tief in der Erde. Der breit zylinderische Blütenstand ist reichblütig. Die Blüten sind hellgelb oder schweflig ohne Zeichnung (siehe Bilder). Diese Pflanze steht unter absoluten Naturschutz und ist gefährdet. Die Pflanze liebt basen- und mullreiche Kalkböden. Es wäre Frevel, wenn einer auf die Idee käme sie auszugraben. Man sollte die Schätze unserer Heimat bewundern, jedoch nicht beschädigen.
Text und Fotos: Hans-Jürgen Schmidt, Sondershausen





