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Do, 09:51 Uhr
13.05.2010

Jubiläumskonferenz in Sondershausen (2)

Im zweiten Teil der Berichterstattung zur Landwirtschaftskonferenz geht es um einige interessante Diskussionsbeiträge, so die Frage, ob Kleinbrüchter bald nur noch mit Hubschrauber erreichbar ist ...

Die Brücken um Kleinbrüchter herum sind marode. Für die oft breiten und nicht gerade leichten Landwirtschaftsfahrzeuge sind diese Brücken teils schon nicht mehr passierbar. Und Hilfe wird dauern. Für eine der Brücken wird die Planung erst im Jahre 2012 beginnen. Einziger Lichtblick ist, dass für die südliche Brücke die Ausschreibungen begonnen haben.

Mächtig ins „Schwimmen“ kamen die Verantwortlichen bei der Anfrage, was man gegen das wilde Campen im Helbetal unternehmen wolle. Der Reaktion von Landrat Peter Hengstermann (CDU) konnte man anmerken, er will es sich nicht mit den Bauern verscherzen, aber auch nicht unbedingt die Touristen vertreiben, froh darüber, dass es die überhaupt gibt. Man will die Sache kontrollieren, so das salomonische Urteil.

Hartmut Thiele mahnte den Abbau von Bürokratie an. Es kann nicht sein, dass man landwirtschaftliche Maschinen zweimal anmelden muss. Hier versprach Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) die Angelegenheit prüfen zu lassen. Ähnlich liegt die Problematik bei den Schnittmaßnahmen in der Natur. Da wird bürokratisch festgelegt, dass nur bis Ende Februar Schnittmaßnahmen durchgeführt werden dürfen, obwohl gerade dieses Jahr solchen Maßnahmen im Februar gar nicht zuließen und bei der Witterungslage sogar bis Ende März hätten gehen können.

Landwirtschaftskonferenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Landwirtschaftskonferenz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Ex-Staatssekretär Stefan Baldus (Bild oben), der seit 12. März 2010 neuer Hauptgeschäftsführer des Thüringer Landesbauernverbandes ist, wies besonders darauf hin, dass der Tourismus hier im ländlichen Raum stattfinden muss. Minister Reinholz hakte hier ein betonte, dass der Tourismus auch in seinem Bereich einen Schwerpunkt darstelle. Reinholz forderte die Landwirte auf, „machen sie öfter einen Tag des offenen Hofes“. Dabei ginge es nicht nur um Touristen, sondern wir müssen für die Landwirtschaft Nachwuchs gewinnen, so Reinholz. Man muss zeigen, dass die Landwirtschaft auf modernen Technologien aufbaut. Fehlender Nachwuchs könnte echt zum Problem werden.

Baldus wies auch auf ein weiteres Problem hin. Rund 50 Prozent der Nutztierrassen sind bereits verloren gegangen. Am 22.5.2010 wird der Tag der Biodiversität begangen. Es komme darauf an, die biologische Vielfalt wird zu erhöhen, denn das steht hinter diesem Begriff Biodiversität.

Noch keine Klarheit herrschte bei dem Problem des Erosionskatasters. Hier soll laut Reinholz erst noch eine Lösung gefunden werden. Ein in Sachsen-Anhalt laufendes Modell könnte da als Vorbild dienen, so der Minister. Aber das müsse erst noch geprüft werden.
Autor: khh

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