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Di, 12:03 Uhr
18.05.2010

Im Forst unterwegs

Die Bürgerinitiative "Kyffhäuserwald" war mit Forstamtsleiter Uli Klüßendorf unterwegs. Dazu erreichte kn aus dem Forstamt folgende Pressemeldung...


Am Montagabend haben sich Vertreter der Bürgerinitiative "Kyffhäuserwald", unter ihnen auch die Vorsitzende des Naturschutzbeirates des Landkreises Frau Renate Weinert, gemeinsam auf den Weg in den Kyffhäuser gemacht.
In den Wäldern finden durch die Bewirtschaftung des Forstamtes, aber auch durch Naturereignisse wie den Sturm "Xynthia" oder die außergewöhnliche Frostwetterlage im Januar dieses Jahres ständig Veränderungen statt. Forstamtsleiter Uli Klüßendorf und Revierleiter Jens Bracke zeigten den interessierten Bürgern aus Bad Frankenhausen an verschiedenen Exkursionspunkten planmäßige Holzerntemaßnahmen, Folgen der Schadereignisse aber auch die aufwändigen Bemühungen, neue artenreiche Wälder auf Kahlflächen zu begründen.

Im Forst unterwegs (Foto: Forstamt Oldisleben) Im Forst unterwegs (Foto: Forstamt Oldisleben)

"Wir nutzen die Wiederaufforstungen für den Waldumbau vom Nadelholz hin zu artenreichen Laubmischwäldern" konnte Revierleiter Jens Bracke an einer gezäunten Fläche feststellen. Hinter dem Zaun stehen junge Eichen, gemischt mit Vogelkirsche, Elsbeere und Speierling. Bevor die Bäume aber gesichert angewachsen sind, ist viel Mühe für Pflanzung und Grasmähen notwendig. Ständig Überwacht wird die Population der Mäuse, die kleinen Nager können jungen Bäumen stark zusetzen.
Unerfreulich für die Forstleute sind die, sich in den letzten Jahren häufenden, Holzaufbereitungen nach Wetterkapriolen. Immer wieder musste geworfenes oder gebrochenes Holz aus dem Wald gebracht werden. Folge sind instabile Nadelwälder oder sogar Kahlflächen. Neben der Veränderung des Landschaftsbildes schmerzt das Forstamt vor allem die nötigen Investitionen in neue Wälder. Ziel ist eigentlich eine dauerwaldartige Bestockung mit viel Naturverjüngung. Das gelingt in den Laubholzbeständen des Thüringer Forstamtes Oldisleben sehr gut. Probleme bereiteten immer wieder die Fichten- und Kiefernwälder.

Im Forst unterwegs (Foto: Forstamt Oldisleben) Im Forst unterwegs (Foto: Forstamt Oldisleben)

Das Forstamt plant unweit des "Panoramas" im Wettautal, auf der vorhandenen Wegetrasse die Befestigung des Weges, um in Zukunft dort die Holzernte in den bisher schlecht erschlossenen Beständen durchführen zu können. Bevor die ersten Maschinen eingesetzt werden können ist ein umfangreiches Prüfverfahren durchzuführen. Einbezogen wird dabei auch die Untere Naturschutzbehörde des Kyffhäuserkreises.

Den Vertretern der Bürgerinitiative wurde von Forstamtsleiter Uli Klüßendorf ausführlich das Genehmigungsverfahren und die zukünftige Bauweise des Weges vorgestellt. Die Bedenken der Vertreter der Bürgerinitiative, das bei einem Baubeginn noch im Mai die Vogelbrut gestört werden könnte wurden vom Forstamt ernst genommen. In Absprache mit dem Naturschutz wird nun nicht sofort, sondern erst ab Juli mit dem Bau des Weges begonnen.
Die Bauzeit wird etwa vier Wochen dauern. Die Erfahrung in anderen Waldgebieten zeigen, dass anschließend sofort Wanderer und Radfahrer diese neue Trasse willkommen nutzen werden.
Nach fast drei Stunden fand der für alle Beteiligten informative Ausflug in Bad Frankenhausen sein Ende.
Uli Klüßendorf
Autor: khh

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