Mi, 11:02 Uhr
19.05.2010
Testen für ein Abo
Mehrere Verbraucher aus Erfurt und Umgebung meldeten sich in den vergangenen Tagen in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Thüringen, weil sie sich durch eine raffinierte Masche abgezockt fühlten...
Auf der Suche nach einem Nebenverdienst stießen sie per Kleinanzeige oder im Internet auf ein vermeintliches Marktforschungsunternehmen mit Sitz in Franken. Nach der Kontaktaufnahme wurden sie zur Firma Marktforschung in Erfurt mit der Adresse Am Seegraben 2 in Erfurt bestellt, wo sie als Gegenleistung für die Aufnahme in eine Produkttester-Datenbank eine dreistellige Summe als Versicherung bzw. Bearbeitungsgebühr zahlen sollten. Alternativ dazu wurde ihnen dann angeboten, ein Zeitschriftenabo über zwei Jahre abzuschließen. Rein zufällig ist die Bearbeitungsgebühr genauso hoch wie die Kosten für ein Zeitungsabo über 24 Monate.
Der Verbraucherzentrale Thüringen drängt sich der Verdacht auf, dass es ausschließlich um das Zeitschriftenabo geht, denn das Marktforschungsunternehmen firmiert mit gleicher Adresse auch als Verlagswerbung. Dirk Weinsheimer von der Verbraucherzentrale Thüringen warnt vor dem Abschluss dieser Verträge: Es bleibt völlig unklar, ob jemals eine Vermittlung als Produkttester erfolgt. Man wird lediglich in eine Datenbank aufgenommen.
Dafür ist aber der Preis viel zu hoch, so die Einschätzung des Juristen. Ein Zeitschriftenabo lässt sich auch einfacher abschließen, wenn man das will. Außerdem werden umfangreiche Kundendaten erhoben, z.B. ob man Bartträger ist, was für Allergien oder Phobien bestehen. Wer garantiert bei solch unseriösem Gebaren, dass diese sensiblen Daten nicht weiterverkauft werden?
Autor: nnz/knAuf der Suche nach einem Nebenverdienst stießen sie per Kleinanzeige oder im Internet auf ein vermeintliches Marktforschungsunternehmen mit Sitz in Franken. Nach der Kontaktaufnahme wurden sie zur Firma Marktforschung in Erfurt mit der Adresse Am Seegraben 2 in Erfurt bestellt, wo sie als Gegenleistung für die Aufnahme in eine Produkttester-Datenbank eine dreistellige Summe als Versicherung bzw. Bearbeitungsgebühr zahlen sollten. Alternativ dazu wurde ihnen dann angeboten, ein Zeitschriftenabo über zwei Jahre abzuschließen. Rein zufällig ist die Bearbeitungsgebühr genauso hoch wie die Kosten für ein Zeitungsabo über 24 Monate.
Der Verbraucherzentrale Thüringen drängt sich der Verdacht auf, dass es ausschließlich um das Zeitschriftenabo geht, denn das Marktforschungsunternehmen firmiert mit gleicher Adresse auch als Verlagswerbung. Dirk Weinsheimer von der Verbraucherzentrale Thüringen warnt vor dem Abschluss dieser Verträge: Es bleibt völlig unklar, ob jemals eine Vermittlung als Produkttester erfolgt. Man wird lediglich in eine Datenbank aufgenommen.
Dafür ist aber der Preis viel zu hoch, so die Einschätzung des Juristen. Ein Zeitschriftenabo lässt sich auch einfacher abschließen, wenn man das will. Außerdem werden umfangreiche Kundendaten erhoben, z.B. ob man Bartträger ist, was für Allergien oder Phobien bestehen. Wer garantiert bei solch unseriösem Gebaren, dass diese sensiblen Daten nicht weiterverkauft werden?
