Fr, 20:16 Uhr
21.05.2010
Korruptions-Affäre in Nordhausen?
Die Staatsanwaltschaft Erfurt ermittelt gegen ein Unternehmen in Nordhausen. Im Visier der Ermittler soll unter anderem die Firma German Pipe stehen. Hintergrund sollen Schmiergeldzahlungen und ein Geschäft in Kasachstan sein...
"Wir ermitteln gegen vier Beschuldigte", bestätigte die Erfurter Staatsanwaltschaft dem MDR in Erfurt. Ihnen werde unter anderem Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr vorgeworfen. Im Verdacht stünden zwei Mitarbeiter von Thüringer Firmen. Nach MDR-Informationen soll es sich um ehemalige Geschäftsführer der German Pipe Nordhausen und der Isoplus Sondershausen handeln.
Die beiden sollen mit einem Vermittler, der aus Kasachstan stammt und einen deutschen Pass besitzt, diese Geschäfte abgewickelt haben. Laut Staatsanwaltschaft haben diese Aktivitäten im Jahr 2005 begonnen. Unter anderem seien Rohre zu einem Listenpreis von 168.000 Euro für 457.000 Euro an ein kasachisches Energieunternehmen geliefert worden. "Im Anschluss ist eine Vermittlungsgebühr von 289.000 Euro an den Vermittler gegangen", so Grünseisen weiter gegenüber dem MDR.
Nach dem Stand der Ermittlungen sollen drei Millionen Euro an Schmiergeldern geflossen sein. Nach MDR-Informationen laufen die Ermittlungen bereits seit dem Sommer 2009. Anfang Oktober vergangenen Jahres wurden die Firmenräume in Sondershausen und Nordhausen durch das LKA und die Steuerfahndung durchsucht. Im Dezember wurde dann der deutsch-kasachische Vermittler durch Fahnder des Thüringer LKA festgenommen. Er wurde bereits Wochen vorher per internationalem Haftbefehl gesucht.
Der ehemalige Geschäftsführer der German Pipe Nordhausen war zuvor jahrelang der Firmenleiter der Isoplus Sondershausen. Nach seinem Ausscheiden aus diesem Unternehmen gründete er die German Pipe, die umfangreich von der Thüringer Aufbaubank gefördert wurde. Dies geht aus Förderunterlagen hervor, die dem MDR vorliegen sollen. Anfang 2008 wurde das Unternehmen von der Schweizer Firmengruppe Brugg übernommen. In diesem Zusammenhang entdeckte man wahrscheinlich bei der Bilanzprüfung Verluste. Der beschuldigte Geschäftsführer soll gegenüber dem MDR erklärt haben, dass die Vorwürfe gegen ihn haltlos seien.
Autor: nnz"Wir ermitteln gegen vier Beschuldigte", bestätigte die Erfurter Staatsanwaltschaft dem MDR in Erfurt. Ihnen werde unter anderem Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr vorgeworfen. Im Verdacht stünden zwei Mitarbeiter von Thüringer Firmen. Nach MDR-Informationen soll es sich um ehemalige Geschäftsführer der German Pipe Nordhausen und der Isoplus Sondershausen handeln.
Die beiden sollen mit einem Vermittler, der aus Kasachstan stammt und einen deutschen Pass besitzt, diese Geschäfte abgewickelt haben. Laut Staatsanwaltschaft haben diese Aktivitäten im Jahr 2005 begonnen. Unter anderem seien Rohre zu einem Listenpreis von 168.000 Euro für 457.000 Euro an ein kasachisches Energieunternehmen geliefert worden. "Im Anschluss ist eine Vermittlungsgebühr von 289.000 Euro an den Vermittler gegangen", so Grünseisen weiter gegenüber dem MDR.
Nach dem Stand der Ermittlungen sollen drei Millionen Euro an Schmiergeldern geflossen sein. Nach MDR-Informationen laufen die Ermittlungen bereits seit dem Sommer 2009. Anfang Oktober vergangenen Jahres wurden die Firmenräume in Sondershausen und Nordhausen durch das LKA und die Steuerfahndung durchsucht. Im Dezember wurde dann der deutsch-kasachische Vermittler durch Fahnder des Thüringer LKA festgenommen. Er wurde bereits Wochen vorher per internationalem Haftbefehl gesucht.
Der ehemalige Geschäftsführer der German Pipe Nordhausen war zuvor jahrelang der Firmenleiter der Isoplus Sondershausen. Nach seinem Ausscheiden aus diesem Unternehmen gründete er die German Pipe, die umfangreich von der Thüringer Aufbaubank gefördert wurde. Dies geht aus Förderunterlagen hervor, die dem MDR vorliegen sollen. Anfang 2008 wurde das Unternehmen von der Schweizer Firmengruppe Brugg übernommen. In diesem Zusammenhang entdeckte man wahrscheinlich bei der Bilanzprüfung Verluste. Der beschuldigte Geschäftsführer soll gegenüber dem MDR erklärt haben, dass die Vorwürfe gegen ihn haltlos seien.