Mi, 07:03 Uhr
16.06.2010
Nicht ohne Lösungsmittel
Bekannt ist sie als streitbare Frau für Menschenrechte. Gestern wurde eine Fotoausstellung im Rathaus von Sondershausen eröffnet...
"Irmela Mensah-Schramm (* 1945 in Stuttgart) ist eine Aktivistin für Menschenrechte und eine ehemalige Heilpädagogin an einer Berliner Schule für geistig Behinderte. Irmela Mensah-Schramm ist bekannt geworden durch ihre seit 1986 begonnene Dokumentation und Entfernung von rassistischen und antisemitischen Aufklebern und Graffiti im Stadtgebiet von Berlin." So steht ist in dem Online-Lexikon Wikipedia.
Allerdings ist sie mit ihren Aktionen schon weit über Berlin hinaus gekommen. Jeder rote Punkt in der Karte ist eine Stelle an der sie eine oder mehrere rassistischen und antisemitischen Aufklebern und Graffiti entfernt hat. Wenn der "Osten und Berlin dabei schlecht weg kommen so Schramm, dann nur weil
1996 erhielt sie die Bundesverdienstmedaille und gab sie 2000 zurück, nachdem sie erfuhr, dass der ehemalige NPD- und spätere CDU-Politiker Heinz Eckhoff, der zur Zeit des Dritten Reichs Mitglied der SS war, ebenfalls mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt wurde.
Seit langem schon hat sie es sich zur Gewohnheit gemacht, niemals ohne eine Tasche mit Fotoapparat, Bürsten, Pinseln, Lösungsmitteln und Farbe außer Haus zu gehen. Mittlererweise hat sie bereits ca 12.000 Fotos geschossen. Ihre Devise ist, nicht nur Aufkleber entfernen, sondern vorher dokumentieren. Insgesamt 24 ihrer Bilder sind in der Ausstellung zu sehen. Der Liedermacher Gerhard Schöne ehrte sie mit dem Song Die couragierte Frau, der auch zur Ausstellungseröffnung lief.
War es nur die Fußball-WM oder war es ein Desinteresse an dem Thema? Eigentlich, so das Empfinden bei kn, war das Besucherinteresse nicht gerade berauschend. Wenigstens waren mit der 1. Beigeordneten des Bürgermeisters, Cornelia Kraffzick (SPD), der Stadtratsvorsitzende, Dr. Christine Kietzer (CDU) und dem Standortältesten der Bundeswehr in Sondershausen, Oberstleutnant Klaus Glaab, wichtige Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens bei der Ausstellung dabei.
Und eines muss man auch konstatieren, Iremla Schramm ist nicht mit der bahn gekommen, sonst wäre die streitbare Frau mit Sicherheit auf die NS-Schmiererei am Hauptbahnhof Sondershausen eingegangen, die nun schon seit Jahren an dem Gebäude prangen, kn berichtete schon mehrfach!
Die Ausstellung läuft vom !5.06.2010 bis 07.08.2010 im Foyer des Rathauses Sondershausen.
Autor: khh"Irmela Mensah-Schramm (* 1945 in Stuttgart) ist eine Aktivistin für Menschenrechte und eine ehemalige Heilpädagogin an einer Berliner Schule für geistig Behinderte. Irmela Mensah-Schramm ist bekannt geworden durch ihre seit 1986 begonnene Dokumentation und Entfernung von rassistischen und antisemitischen Aufklebern und Graffiti im Stadtgebiet von Berlin." So steht ist in dem Online-Lexikon Wikipedia.
Allerdings ist sie mit ihren Aktionen schon weit über Berlin hinaus gekommen. Jeder rote Punkt in der Karte ist eine Stelle an der sie eine oder mehrere rassistischen und antisemitischen Aufklebern und Graffiti entfernt hat. Wenn der "Osten und Berlin dabei schlecht weg kommen so Schramm, dann nur weil
1996 erhielt sie die Bundesverdienstmedaille und gab sie 2000 zurück, nachdem sie erfuhr, dass der ehemalige NPD- und spätere CDU-Politiker Heinz Eckhoff, der zur Zeit des Dritten Reichs Mitglied der SS war, ebenfalls mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt wurde.
Seit langem schon hat sie es sich zur Gewohnheit gemacht, niemals ohne eine Tasche mit Fotoapparat, Bürsten, Pinseln, Lösungsmitteln und Farbe außer Haus zu gehen. Mittlererweise hat sie bereits ca 12.000 Fotos geschossen. Ihre Devise ist, nicht nur Aufkleber entfernen, sondern vorher dokumentieren. Insgesamt 24 ihrer Bilder sind in der Ausstellung zu sehen. Der Liedermacher Gerhard Schöne ehrte sie mit dem Song Die couragierte Frau, der auch zur Ausstellungseröffnung lief.
War es nur die Fußball-WM oder war es ein Desinteresse an dem Thema? Eigentlich, so das Empfinden bei kn, war das Besucherinteresse nicht gerade berauschend. Wenigstens waren mit der 1. Beigeordneten des Bürgermeisters, Cornelia Kraffzick (SPD), der Stadtratsvorsitzende, Dr. Christine Kietzer (CDU) und dem Standortältesten der Bundeswehr in Sondershausen, Oberstleutnant Klaus Glaab, wichtige Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens bei der Ausstellung dabei.
Und eines muss man auch konstatieren, Iremla Schramm ist nicht mit der bahn gekommen, sonst wäre die streitbare Frau mit Sicherheit auf die NS-Schmiererei am Hauptbahnhof Sondershausen eingegangen, die nun schon seit Jahren an dem Gebäude prangen, kn berichtete schon mehrfach!
Die Ausstellung läuft vom !5.06.2010 bis 07.08.2010 im Foyer des Rathauses Sondershausen.













