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Mo, 07:01 Uhr
19.07.2010

Pressetour ein Flop

In Vorbereitung der 48-Stunden-Tour zwischen Südharz und Kyffhäuser war letzte Woche schon mal eine Tour mit Pressevertretern, Tourismusverantwortliche usw. durchgeführt worden. Die wirkliche Tour ist wesentlich besser, als dass was da den Journalisten geboten wurde...


Zahlreiche Tourismusverantwortliche, Kommunalpolitiker der Region und viele Pressevertreter aus mehreren Bundesländern hatten sich auf dem Busbahnhof von Sangerhausen eingefunden, um diese Vortour mitzufahren. Der Landrat Mansfeld-Südharz hatte wohl geahnt, bzw. gewusst, was seine Mitarbeiter da vorbereitet hatten und war gar nicht erst mitgefahren, im Gegensatz zu seinem Amtskollegen Peter Hengstermann aus dem Kyffhäuserkreis.

Pressetour (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Pressetour (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Wer erwartet hatte, die Journalisten werden mit einigen der Sehenswürdigkeiten vertraut gemacht sah sich vollständig getäuscht. Da sind Journalisten aus Potsdam dabei gewesen. Was zum Kuckuck sollen die über die Modellbahn Wiehe schreiben, wenn der Bus gerade mal eine Runde um den Parkplatz der Modellbahnanlage gedreht hat?

Ein anderer Journalistenkollege meinte, ich muss gleich mal mit meinem eigenen Auto noch eine Runde drehen, um einige Höhepunkte überhaupt fotografieren zu können, da es ja nicht mal Fotostopps gab. Eine einzige Sehenswürdigkeit gab es zu sehen, zumindest von Außen. An der Barbarossahöhle gab es einen kurzen Mittagsstopp, um sich eine Bratwurst genehmigen zu können. Das war auch wirklich der einzige Höhepunkt.

Pressetour (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Pressetour (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Für die einen war es eine nette Liebenswürdigkeit, was da Landrat Peter Hengstermann machte, während einige spitze Zungen im Hintergrund meinten, "der Landrat muss doch zu allem seinem Senf dazugeben". Die Wertung überlässt kn der geneigten Leserschar.

Für kn war es die erste und letzte Tour dieser Art, das steht fest. Nicht ganz so vernichtend die Kritik vom Chef des Kyffhäuser Tourismusverbandes, Herbert Knischka. Aber auch er war in vielen Punkten nicht mit dem zufrieden, was das von den Verantwortlichen in Sangerhausen vorbereitet worden war, so Knischka in einem Gespräch mit kn nach der Veranstaltung. Es wäre besser gewesen, einzelne Höhepunkte direkt vorzustellen, und die anderen in einer kurzen Dia-Schau zu präsentieren. Statt der vielen Einzelprospekte hätte man lieber eine CD (DVD) mit den Dateien und Bildern zur Verfügung stellen sollen.

Pressetour (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Pressetour (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Einen Lichtblick gab es allerdings. Bärbel Köllen (bekannt vom Oberkirchverein) machte die Ansagen wesentlich besser, als ihr Kollege aus Sangerhausen, nicht nur weil sie die Mikrofonanlage benutzte, bei den Beschreibungen der Sehenswürdigkeiten die Lage (rechts oder links) dem Hörer so vermittelte, wie er es im Bus sah, aber auch vom eigentlich Informationsgehalt kam sie wesentlich besser rüber.

Einen Tipp kann man den Verantwortlichen der Tour noch geben. Am Ende der offiziellen Presseerklärung, kn bringt sie im Anschluss, ist noch eine Liste der Höhepunkte. Zu jeder dieser Veranstaltungen sollte eine eigene Presseinformation erfolgen, in der Form wer, wie, was da und wo genau da gefeiert wird.

Was sollte nun der liebe Leser beachten. Die wirkliche 48-Stunden-Tour wird besser als die Pressetour, denn hier können Sie entscheiden, wo und wie lange Sie an einer Sehenswürdigkeit verbleiben dürfen. Was dieses Jahr geboten wird, erfahren Sie hier:

48 Stunden zwischen Südharz und Kyffhäuser
Um die Kyffhäuserregion ranken sich - bedingt durch ihre geschichtliche Entwicklung - viele Sagen. So soll er noch nicht tot sein, sondern bis zum jüngsten Tage leben. Bis dahin sitzt er im Kyffhäuser, und wenn er hervorkommt, wird er seinen Schild an einen dürren Baum hängen, davon wird der Baum grünen und eine bessere Zeit werden. Zuweilen redet er mit den Leuten, die auf den Berg kommen. Ein Bauer, der 1669 aus dem Dorf Reblingen Korn nach Nordhausen fahren wollte, wurde von einem kleinen Männchen in den Berg geführt, musste sein Korn ausschütten und sich dafür die Säcke mit Gold füllen. Dieser sah nun den Kaiser sitzen, aber ganz unbeweglich. Auch einen Schäfer, der einstmals ein Lied gepfiffen, das dem Kaiser wohl gefallen, führte ein Zwerg hinein. Da stand der Kaiser auf und fragte: "Fliegen die Raben noch um den Berg?" Und auf die Bejahung des Schäfers rief er: "Nun muss ich noch hundert Jahre länger schlafen."

Wollen Sie versuchen, den alten Kaiser Barbarossa aufzuwecken? Dann kommen Sie am 14. und 15. August 2010 zum Event "48 Stunden zwischen Südharz und Kyffhäuser"! Nachdem im vergangenen Jahr erstmals über 500 begeisterte Gäste die Region mit Bus und Bahn erkundeten, werden auch in diesem Jahr an den zwei Tagen den Besuchern zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen geboten. Im Stundentakt werden Busse durch die Kyffhäuserregion fahren. In den Bussen werden Tourismusführer die Besucher über die verschiedenen Sehenswürdigkeiten informieren und die Region vorstellen.

Angepasst an die Zugverbindungen aus Halle, Leipzig, Magdeburg und Erfurt werden die Busse in Sangerhausen starten. Am Bahnhof Sangerhausen und an der Barbarossahöhle werden Infostände aufgebaut, wo sich die Besucher umfassend sowohl über die Tour und die Programme als auch über die Region informieren können.

Die Haupt-Tour führt von Sangerhausen über Wallhausen, Kelbra zur Barbarossahöhle in Rottleben. Von dort geht es im Stundentakt mit der Tschu-Tschu-Bahn direkt auf den Kyffhäuser, aber auch im Stundentakt mit dem Bus weiter nach Bad Frankenhausen - hier ins Stadtzentrum und zum Panorama-Museum. Ab Bad Frankenhausen fährt der Linienbus 530 auch nach Sondershausen - zur Schloss- oder Bergwerksbesichtigung. Von Bad Frankenhausen geht es mit der "48-Stunden-Tour" aber auch im 2-Stunden-Takt nach Wiehe über Heldrungen, Donndorf, Braunsroda und Bretleben. Ein besonders Highlight: Die Burgenlandbahn wird an diesem Wochenende bis nach Roßleben verlängert. Zwischen Roßleben und Wiehe verkehrt ein ShuttIe-Bus, der den Anschluss zur 48-Stunden-Tour herstellt. Zwischen dem Schaubergwerk "Röhrigschacht" in Wettelrode wird es über Sangerhausen einen Shuttlebus nach Allstedt geben, wo auch in diesem Jahr das Böllerschützenfest stattfinden wird.

Mit der Bahn ist auch die Lutherstadt Eisleben schnell erreichbar, wo den Besuchern neben Luthers Geburts- und Sterbehäusern zahlreiche Sehenswürdigkeiten geboten werden.

Der Preis für ein Rundtour-Tagesticket beträgt in diesem Jahr 5 Euro. Die Fahrgäste können an den Stationen aussteigen, Veranstaltungen oder Sehenswürdigkeiten besuchen und mit ihrer Fahrkarte einfach in den nächsten Bus einsteigen, um die Tour fortzusetzen. Hinzu kommt, dass Gäste aus dem Verbundraum des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes, Fahrgäste der Erfurter Verkehrs-Aktien-AG und des Süd-Niedersachsen-Verkehrsverbundes, der Magdeburger Verkehrsbetriebe sowie der Verkehrsbetriebe Nordhausen unentgeltlich den Bus nutzen können. Bis Heldrungen gilt ab Erfurt das Hopper-Ticket der Deutschen Bahn; ab Halle kommt man damit bis Lutherstadt Eisleben.

Ansonsten sei natürlich das Länderticket der Deutschen Bahn empfohlen, das in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen für 28,00 EUR zu haben ist und in allen drei Ländern gilt.

Es gibt also allerhand zu erleben an diesem Wochenende - und das schönste ist, dass das Auto nicht nur an diesem Wochenende zu Hause bleiben kann, sondern in der ganzen Saison. Denn hier gibt es ja den Kyffhäuser-Bus, der als Rufbus und ganz normales Linienverkehrsangebot die Region erschließt.

Eine kleine Auswahl der Veranstaltungen, die Sie an diesem Wochenende erwarten:
  • Böllerschützentreffen auf Schloss und Burg Allstedt
  • Schloss Wallhausen, Ausstellung moderner Kunst, Künstler beantworten die Fragen der Besucher, weiterhin ein leckeres Grill-Büfett
  • Führungen im Kloster Donndorf
  • Regionale kulinarische Köstlichkeiten an verschiedenen Haltepunkten
  • Europa-Rosarium Sangerhausen, Fest der 1.000 Lichter
  • Lutherstadt Eisleben - Stadtführungen
  • Schaubergwerk Wettelrode
  • Modellbahn Wiehe
  • Erich's Hof in Bretleben (Sammlung von Gegenständen der Alltagskultur)
  • Bauernmarkt auf dem Gutshof Braunsroda
  • Wasserburg Heldrungen
  • Panorama-Museum Bad Frankenhausen
  • Schokoladenmanufaktur Bad Frankenhausen - Führung, Schauproduktion, Verkostung der leckeren Sommerpralinen
  • Barbarossahöhle, vielleicht zeigt sich Barbarossa persönlich !?
  • Königspfalz Tilleda mit Mittelalterfest und Streuobstwiesen in Tilleda
  • Kutterfahrten auf dem Stausee Kelbra
Sie sehen, es wird etliches geboten zur wahren 48-Stunden-Tour. In der Anlage erhalten Sie gleich noch die Busabfahrtzeiten zum Ausdrucken.
Pressetour (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Pressetour (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Pressetour (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Pressetour (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Pressetour (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Pressetour (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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