Di, 13:16 Uhr
20.07.2010
Kaum Nachfrage aus der Wirtschaft
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt fordert die Beendigung des Mediationsprogramms für Unternehmenskredite. Danach können sich Betriebe nach einem abgewiesenen Darlehen an Kreditmediator Hans-Joachim Metternich in Frankfurt am Main wenden. Er und sein Team vermitteln daraufhin zwischen Banken und Unternehmen.
Seitdem der Kreditmediator am 1. März 2010 sein Amt angetreten hat, konnte erst ein Fall in Thüringen erfolgreich abgeschlossen werden. Es gibt kaum Nachfrage, zumal der Freistaat über eine Vielzahl eigener Instrumentarien verfügt, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Auch die auf Bundesebene betreuten Fälle hielten sich von der Anzahl her sehr in Grenzen und rechtfertigten nach Meinung von Grusser eine dauerhafte Fortsetzung des Programms nicht.
Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Diskussion über Haushaltssanierung und Sparmaßnahmen sind die jährlichen Aufwendungen für den Kreditmediator von rund 5 Millionen Euro nicht mehr akzeptabel, betont der IHK-Chef. Der Ansatz sei sicher auf dem Höhepunkt der Rezession richtig gewesen, aber durch die erfreuliche Konjunkturentwicklung inzwischen überflüssig. Nach Einschätzung der IHK würden die herkömmlichen Bürgschafts- und Finanzierungsprogramme im Falle von Liquiditätsengpässen prinzipiell ausreichen. Probleme entstünden derzeit in den Unternehmen vor allem in der Vorfinanzierung von Aufträgen und bei der Bereitstellung von Betriebsmittelkrediten.
Wenn es doch mal nicht weitergeht, helfen darüber hinaus die zwei Thüringer Kreditmediatoren und selbstverständlich auch die Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern, die vor Ort mit der Sachlage viel besser vertraut sind, unterstreicht Grusser. Auch dort hätten die Anfragen nach Unterstützung spürbar nachgelassen.
Autor: nnzSeitdem der Kreditmediator am 1. März 2010 sein Amt angetreten hat, konnte erst ein Fall in Thüringen erfolgreich abgeschlossen werden. Es gibt kaum Nachfrage, zumal der Freistaat über eine Vielzahl eigener Instrumentarien verfügt, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Auch die auf Bundesebene betreuten Fälle hielten sich von der Anzahl her sehr in Grenzen und rechtfertigten nach Meinung von Grusser eine dauerhafte Fortsetzung des Programms nicht.
Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Diskussion über Haushaltssanierung und Sparmaßnahmen sind die jährlichen Aufwendungen für den Kreditmediator von rund 5 Millionen Euro nicht mehr akzeptabel, betont der IHK-Chef. Der Ansatz sei sicher auf dem Höhepunkt der Rezession richtig gewesen, aber durch die erfreuliche Konjunkturentwicklung inzwischen überflüssig. Nach Einschätzung der IHK würden die herkömmlichen Bürgschafts- und Finanzierungsprogramme im Falle von Liquiditätsengpässen prinzipiell ausreichen. Probleme entstünden derzeit in den Unternehmen vor allem in der Vorfinanzierung von Aufträgen und bei der Bereitstellung von Betriebsmittelkrediten.
Wenn es doch mal nicht weitergeht, helfen darüber hinaus die zwei Thüringer Kreditmediatoren und selbstverständlich auch die Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern, die vor Ort mit der Sachlage viel besser vertraut sind, unterstreicht Grusser. Auch dort hätten die Anfragen nach Unterstützung spürbar nachgelassen.
