Mi, 08:46 Uhr
28.07.2010
Eine Festmusik entsteht
In den vergangenen Wochen und Monaten konnten Besucher der evangelischen Kirche St. Petri-Margarethen in Mühlhausen zahlreiche Baumaßnahmen erleben. Und irgendwie hat das auch mit Sondershausen zu tun...
Die Kirche St. Petri-Margarethen sieht nämlich in diesem Jahr einem besonderen Jubiläum entgegen. Vor 100 Jahren wurde ihre Orgel von der Zörbiger Orgelbaufirma Wilhelm Rühlmann als deren Opus 325 erschaffen. Der erhaltene Prospekt der Vorgängerorgel mit seinen Biedermeier-Verzierungen stammt gar von 1830. Beides, romantische Orgel und Prospekt, sind in ihrer Verbindung in Deutschland sehr selten und gelten unter Denkmalschutzgesichtspunkten als erhaltenswert. Aber auch an dieser Orgel nagte der Zahn der Zeit, so dass eine grundlegende Sanierung immer dringlicher wurde.
Also hatten Elektriker, Maler und vor allem Orgelbauer und –stimmer alle Hände voll zu tun, damit das Werk zum Wiedereinweihungsgottesdienst am 1. August mit der Erfurter Regionalbischöfin Elfriede Begrich grundsaniert erklingen kann.
Aber noch einer hatte alle Hände voll zu tun, der Sondershäuser Amtsrichter und Petrikantor Christian Kropp. In den Händen des ehrenamtlichen Organisten der Kirchengemeinde liegt es, die Orgel am 01.08.2010 wieder zum Erklingen zu bringen. Dazu hat er auch die Festmusik komponiert. Musik für Orgel heißt dieses dreisätzige Werk von etwa 10 Minuten Dauer. In der Gottesdienstreihe mit dem Titel Die klingende Predigt, die gleichzeitig am 01.08.2010 beginnt, wird sie zum ersten Mal zu hören sein. Deutlich sind französische Vorbilder, etwa die Musik Marcel Dupres, in diesem Werk zu hören. Nicht zu modern und hörbar soll seine Musik sein, so der ausgebildete Kirchenmusiker, der im Hautberuf als Richter tätig ist.
Diese doppelte Arbeitsbelastung hat auch dazu geführt, dass die Komposition gerade noch rechtzeitig zum feierlichen Anlass fertig wurde. Auftragsmusiken zu besonders festlichen Anlässen werden heute in Deutschland kaum mehr geschrieben, zumal viele Konzertbesucher moderne Orgelmusik nichts abgewinnen können.
Die Kirchengemeinde kann sich also auf ein neues Werk ihres Kantors freuen, der bereits 2002 die Festmusik zum 650jährigen Jubiläum der Kirche geschrieben hat.
Autor: knDie Kirche St. Petri-Margarethen sieht nämlich in diesem Jahr einem besonderen Jubiläum entgegen. Vor 100 Jahren wurde ihre Orgel von der Zörbiger Orgelbaufirma Wilhelm Rühlmann als deren Opus 325 erschaffen. Der erhaltene Prospekt der Vorgängerorgel mit seinen Biedermeier-Verzierungen stammt gar von 1830. Beides, romantische Orgel und Prospekt, sind in ihrer Verbindung in Deutschland sehr selten und gelten unter Denkmalschutzgesichtspunkten als erhaltenswert. Aber auch an dieser Orgel nagte der Zahn der Zeit, so dass eine grundlegende Sanierung immer dringlicher wurde.
Also hatten Elektriker, Maler und vor allem Orgelbauer und –stimmer alle Hände voll zu tun, damit das Werk zum Wiedereinweihungsgottesdienst am 1. August mit der Erfurter Regionalbischöfin Elfriede Begrich grundsaniert erklingen kann.
Aber noch einer hatte alle Hände voll zu tun, der Sondershäuser Amtsrichter und Petrikantor Christian Kropp. In den Händen des ehrenamtlichen Organisten der Kirchengemeinde liegt es, die Orgel am 01.08.2010 wieder zum Erklingen zu bringen. Dazu hat er auch die Festmusik komponiert. Musik für Orgel heißt dieses dreisätzige Werk von etwa 10 Minuten Dauer. In der Gottesdienstreihe mit dem Titel Die klingende Predigt, die gleichzeitig am 01.08.2010 beginnt, wird sie zum ersten Mal zu hören sein. Deutlich sind französische Vorbilder, etwa die Musik Marcel Dupres, in diesem Werk zu hören. Nicht zu modern und hörbar soll seine Musik sein, so der ausgebildete Kirchenmusiker, der im Hautberuf als Richter tätig ist.
Diese doppelte Arbeitsbelastung hat auch dazu geführt, dass die Komposition gerade noch rechtzeitig zum feierlichen Anlass fertig wurde. Auftragsmusiken zu besonders festlichen Anlässen werden heute in Deutschland kaum mehr geschrieben, zumal viele Konzertbesucher moderne Orgelmusik nichts abgewinnen können.
Die Kirchengemeinde kann sich also auf ein neues Werk ihres Kantors freuen, der bereits 2002 die Festmusik zum 650jährigen Jubiläum der Kirche geschrieben hat.