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Di, 11:57 Uhr
24.08.2010

Mitarbeiter gesucht!

Im wirtschaftlichen Aufschwung gewinnt das Thema Fachkräftesicherung immer mehr an Bedeutung und wird für zahlreiche Unternehmen zur großen Herausforderung. Das geht aus einer aktuellen Umfrage bei rund 1.600 Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet hervor. Darin eingeflossen sind auch die Ergebnisse der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt...


„Knapp jeder zehnte Betrieb in Mittel- und Nordthüringen hat derzeit generell Probleme, offene Stellen zu besetzen. Jedes zweite Unternehmen gibt an, zumindest teilweise mit derartigen Schwierigkeiten konfrontiert zu sein“, berichtet IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Dies sei ein deutliches Warnsignal, denn angesichts der guten konjunkturellen Entwicklung dürften sich die jetzt schon bestehenden Engpässe noch weiter verschärfen. Dabei wären Bewerber unterschiedlichster Qualifikation gefragt und Facharbeiter genauso gesucht wie Meister, Fachwirte oder Absolventen von Fachhochschulen.

„Eine besonders hohe Nachfrage besteht bei Akademikern. Fast jedes zweite Unternehmen sucht – mehr oder minder erfolgreich – Mitarbeiter in diesem Segment“, erklärt Grusser. Aber auch bei Facharbeitern sehe es kaum besser aus. 38 Prozent der Firmen könnten hier freie Arbeitsplätze nicht durchgängig besetzen.

„Wir müssen also schnellstens handeln. Das Problem wird sich nicht von allein lösen. Denn immerhin jeder dritte Unternehmer befürchtet in den nächsten fünf Jahren zunehmende Fachkräftedefizite in seinem Betrieb über alle Berufsgruppen hinweg“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer.

„Erfreulich bei all den Schwierigkeiten ist jedoch, dass viele Betriebe bereits auf die drohenden Engpässe reagiert und entsprechende Aktivitäten eingeleitet haben“, betont Grusser.

An der Spitze stehe dabei die Weiterbildung. Die überwiegende Mehrzahl der Firmen plane das Angebot auszuweiten. Dabei werde es künftig darauf ankommen, auch weniger qualifizierte Beschäftigte stärker einzubeziehen.

Neben der Weiterbildung sei aber auch die Ausbildung ein wichtiger Schritt zur Fachkräftesicherung. „39 Prozent der Befragten wollen ihre Anstrengungen auf diesem Gebiet intensivieren“, lobt der IHK-Chef das Engagement der Unternehmen mit Blick auf die sinkenden Schülerzahlen und deren teilweise mangelnde Ausbildungsreife.

Bei größeren Betrieben sei inzwischen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein Thema, um vor allem jüngere und qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen.
Autor: nnz

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Kommentare
knuddelmaus246
24.08.2010, 17:59 Uhr
Auch ich bin eine Fachkraft!!!
Gerne möchte ich wissen, wo die Fachkrafte gesucht werden. Bitte teilt mir doch jemand die Anschriften der Firmen mit Ansprechpartner und Telefonnummer mit. Ich bin eine der vielen arbeitswilligen Fachkräfte mit etlichen Weiterbildungen, die eine Arbeitsstelle suchen. Da brauchen wir keine aus dem Ausland holen.

Achso, ich vergaß ja, dass diese ja billiger sind!!!
Schlenni
24.08.2010, 20:49 Uhr
@knuddelmaus246
Ja, da beginnt das Problem. Warum muss man Ihnen die Adressen mitteilen. Da kann man Fachkraft oder nicht sein, die Arbeit läuft einen nicht in die Arme. Wie Sie lesen konnten, ist diese Aussage von der IHK. Also, Anrufen und da nachfragen. Auch ist eine aussagekräftige Bewerbung der Schlüssel zu einem Job.

Eine Fachkraft ist nicht gleich eine Fachkraft. Es geht dabei um qualifizierte Fachkräfte. Eine Weiterbildung ist dabei keine Qualifikation. Das Schlüsselwort heist Eigeninitiative.
Retupmoc
25.08.2010, 07:55 Uhr
Richtig arbeiten
Wenn das die Mitarbeiter des Amtes richtig arbeiten würden, bekäme die kleine Knuddelmaus ja Arbeitsangebote ohne Ende. In den diesen Zeiten des hohen wirtschaftlichen Aufschwungs, der verschwindend (auf der gefälschten Statitstik) geringen Arbeitslosigkeit usw. muss es doch den Argen ein Leichtes sein, die wenigen verbliebenen 2 -3 Arbeitslosen in ein Beschäftigungsverhältnis zu vermitteln. Wozu soll sich denn die Knuddelmaus dann noch bewerben.

@ Knuddelmaus:
Marschier JEDEN Tag auf das Amt und geh der Vermittlerin solange auf die Nerven mit deinem Jobwunsch bis sie dir was zuweist. Denn wenn du immer kommst, stört das ihre Ruhe. Das ist besser als jede Bewerbung.
Schlenni
25.08.2010, 14:40 Uhr
Was für ein Hinweis
rwe62, ich muss schon über Ihren Vorschlag mehr als lächeln. Man geht zur Agentur für Arbeit und sagt seinen Wunsch, welchen Job man haben möchte? In welcher Welt leben Sie denn. Dieses Amt unterbreitet Vermittlungsvorschläge und verteilt nicht die Arbeit.

Wenn man jeden Tag zum Amt geht, kann man den Tag auch gut rum bekommen, aber mit Sicherheit keinen Job. Wenn das Ihre Definition von Bewerbung ist, na Gute Nacht. Man ist sich immer noch selber am nächsten und für sicher selber verantwortlich. Damit muss man auch freie Stellen suchen und anständige Bewerbungen erstellen und auch noch versenden. Anders funktioniert das nicht. Es sei den, man kommt mit Leistungen aus ALG II gut klar und die "tollen" EURO-JOBS besser das Budget auf. Die bekommt man dann auch wirklich von der ARGE, ohne eine Reaktion.

Was Sie und auch knuddelmaus246 nicht gelesen oder überlesen haben, dass es eine Befragung war, welche Bundesweit, also ganz Deutschland, durchgeführt wurde. Es flossen lediglich Ergebnisse der IHK Erfurt ein. Es gibt auch Regionen, welche nicht den Aufschwung so merken. Dazu zählt Nordhausen mit Sicherheit auch. Dies kann man mal wieder an der Diskussion hier sehen, welche um das Bauprojekt in Sundhausen geht. Wenn ich mich der Zukunft so verstelle, kann man auch nie die Arbeitslosigkeit ändern. Eventuell sollte knuddelmaus246 in eine Region ziehen, wo ein Job angeboten wird, welcher Ihrer Facharbeiter-Kenntnis entspricht. Aber wie bereits erwähnt, dazu muss man sich bewerben.

Ich kann mit Sicherheit sagen, dass ich Regionen kenne, welche einen wahren Wirtschaftsboom erleben und man Stellenangebote an Geschäften, in Zeitungen und Internet in großer Fülle findet.

Der Rat von Ihnen sollte auf jedenfall nicht Schule machen, da man so eher von der Arbeit weg kommt als ran.
Albert
25.08.2010, 16:52 Uhr
Was macht eine Fachkraft aus?
Was macht eine Fachkraft aus?

Natürlich ist das von Fall zu Fall zu sehen. Aber wer heute halbwegs lesen und schreiben kann oder gar in der Lage ist, eine Fläche zu berechnen, wer außerdem fleißig, höflich, pünktlich und zuverlässig ist, der ist auf dem besten Wege zur Fachkraft. Aus eigener Erfahrung und aus Gesprächen mit anderen kleinen Unternehmern weiß ich, wie schwer es ist, so jemanden zu finden.

Ich selbst habe bisher offene Stellen fast immer durch Abwerben bei anderen Unternehmen besetzen müssen. Arbeitslose haben sich i. d. R. erst gar nicht beworben (natürlich gibt es positive Ausnahmen). Vom Amt kommt dann die Auskunft: Na im Sommer haben die keine Zeit …

Wer auf Vermittlung durch das Amt wartet, kann (als Arbeitsloser) selbst keine Fachkraft sein und (als Arbeitgeber) auch keine finden!
knuddelmaus246
25.08.2010, 19:42 Uhr
bewerben...
Ja, bewerben ist immer gut. Natürlich muss man bereit sein, auch weg zu ziehen. Bei 500 Bewerbungen habe ich aufgehört zu zählen. Die Idee, bei der IHK nachzufragen, welche Fachkräfte wo gesucht werden, war eine sehr gute Idee, die ich in Angriff nehme.

Richtig ist auch die Frage, wo und wann welche Fachkräfte gesucht werden. Dabei ist es mir egeal, ob Sommer und Urlaubszeit ist. Die Jobs, die ich bisher hatte, hab ich mir immer selbst gesucht. Wer sich auf das Amt verlässt, ist verlassen und faul.

Einige Reaktionen von Arbeitgebern war, die aus dem Raum Stuttgart und Karlsruhe kamen (ich wohne in NDH!) war (sinngemäß): Ziehen Sie doch bitte erst hier her und stellen Sie sich doch dann bitte persönlich vor. Ein Ding der Unmöglichkeit, wenn man von Hartz IV leben muss und doch jeder weiß, dass ein Umzug erst bei einer Einstellung finanziert wird.

So weit, so gut. Auf alle Fälle nicht den Kopf in den Sand stecken, denn dann ist Mann / Frau ein(e) Verlierer(in).
TeeEff
25.08.2010, 23:24 Uhr
Also Arbeitsamt/Agentur für Arbeit abschaffen?
Das ist ja was hier als Fazit rüber kommt...

Im Ernst woher sollen Arbeitssuchende wissen das Arbeitgeber Arbeitsstellen anbieten wenn das nicht wirklich kommuniziert wird?

Also sich als Arbeitsloser mit wenig Geld bei Hunderten aufwändig bewerben, ohne auch nur Ahnung zu haben ob, was und wofür dort gesucht wird?

Ah ja!

Oder besser: "Ja das steht auf deren Websites..." - wo erst neulich gerichtlich festgestellt wurde, das ein PC und Internetanschluss nicht zu notwendigen Haushaltsführung gehören. Wenn man also die Wahl hat zwischen Essen, oder Kleidung, oder Internet...wofür entscheiden Sie sich?

Letztlich ändern auch 10.000 Arbeitsstellen für 20 Jährige hochqualifizierte mit 25jähriger Berufserfahrung zu Miniöhnen nichts an den 6-8 Mio Arbeitslosen oder über 100.000 in Thüringen!

Alles andere ist Augenwischerei!
Schlenni
26.08.2010, 09:09 Uhr
Naja, so ist das aber auch nicht
Es war keine Rede davon die Agentur für Arbeit oder die ARGE abzuschaffen. Da haben Sie bestimmt (wieder einmal) was falsch verstanden. Die beiden Ämter schreiben im Auftrag der Arbeitgeber stellen im Internet aus. Da wären wir auch beim Internet. Ob das Internet zur notwendigen Haushaltsführung gehört oder nicht, steht hier nicht zur Debatte.

Man muss sich mal ein wenig mit den Leistungen der Agentur für Arbeit, zur Findung von Arbeit beschäftigen. Da geht es nicht nur um Geld, sondern dass man im BIZ zu den Öffnungszeiten an einem PC, im Internet nach Stellenangeboten schauen kann. Damit brauch man zur Findung von Arbeit nicht zwingend einen Internetanschluss zuhause.

Lieber oder liebe TeeEff, Sie vertreten hier eine Ansicht, welche nicht einmal ansatzweise richtig ist. Eine Arbeitsloser muss sich bewerben, wie soll man sonst eine Anstellung bekommen. Es gibt zwei Wege der Bewerbung, gezielt auf eine Stelle oder Initiativ. Bewerbungen die Initiativ versendet werden, erfolgen auf keine Ausschreibung. Man fragt praktisch einfach mal nach. Dabei kann man sogar in der heutigen Zeit die Bewerbung, per E-Mail versenden. Ein Bewerbung ist und bleibt der Schlüssel zu einem Job. Man muss sich da halt verkaufen können.

Die Frage wofür man sich entscheidet, ob für Essen, Kleidung oder das Internet ist wohl nicht ernst gemeint. Erstens habe ich ja nun bereits erklärt, dass man Internet auch bei der Agentur für Arbeit findet, zweitens geben wir immer für so einiges unnützes Geld aus, ein Anschluss für Telefon kostet heute fast genauso viel wie mit Internet zusammen. Also das ist eher eine Aussage, die falsches Verständnis erzeugen soll und sehr nah an Augenwischerei aussieht.

Ihren letzten Abschnitt mag ich beim besten Willen nicht verstehen. Sarkasmus, welcher nicht die Wurzel erreicht? Glauben Sie das wirklich selber?

Ich kann es nicht mehr hören. Immer die Ausrede mit den Minilöhnen. Ja es ist ein Problem, es gab aber auch von Parteien Vorschläge zur Lösungen, leider hat man da auf andere Pferde gesetzt. Was hilft es wenn man mit den Finger auf Probleme zeigt und nicht hilft diese zu ändern.

Liebe knuddelmaus246, 500 Bewerbungen? In welchen Zeitraum. Also daran muss ich schon stark zweifeln. Wenn das so sein sollte, stimmt etwas nicht. Das ein Umzug erst bezahlt wird, wenn eine Arbeit vorliegt ist klar. Aber was ich mit Sicherheit sagen kann, dass es möglich ist diesen Weg zu gehen und auch eine Anstellung in einer anderen Stadt zu bekommen und dann erst umzuziehen. Kein leere Aussage oder Augenwischerei, ich habe es selber erlebt.

Man muss auch nicht mit ALG II leben. Es soll helfen. Aber der Ausspruch, "Jeder ist seines eigenen glückes Schmied" trifft da mehr als zu. Wenn ich die Initiative nicht ergreife und mich anständig bewerbe kommt auch kein Job am Ende raus.

Ein Fachkraft ist der, welche /-r das Handwerk versteht und anwenden kann. Meistens erlernt man es durch eine Ausbildung. Aber sicher ist, dass man in diesem Bereich eine Fachkraft dann ist. Erschwerend kommt dazu, dass man auf dem Arbeitsmarkt nach 5 Jahren ohne eine Anstellung nicht mehr als Fachkraft anerkannt wird.

Hier findet man scheinbar überwiegend nur Ausreden ,falsche Tatsachen und die fehlgeleiteten Versuche einen die Worte im Mund umzudrehen. Anschließen kann ich mich nur den Beitrag von ALBERT.
Retupmoc
26.08.2010, 13:19 Uhr
Abschaffen!
Da schließe ich mich TeeEff sofort an. Warum? Ich mache mal ein Gegenbeispiel auf, nicht nur für Sie, lieber Schlenni sondern auch für die anderen Steuerzahler.

Warum verwalten die Ämter denn die Arbeitslosen nur und kümmern sich nicht selbst um die Vermittlung. In den Computern bei den Arbeitsämtern stehen alle Daten, man muss Sie nur abrufen. Beispiel? Firma XY ruft das Amt an und fordert einen Werkzeugmacher sagen wir mal aus dem Umkreis von 50 km an. Der Mitarbeiter lässt sein PC - Programm laufen. Er findet 3 passende Bewerber. Er sucht den Bewerber aus, der am besten geeignet ist und schickt ihn umgehend zu dieser Firma. Nimmt er den Job nicht an, da er ja Werkzeugmacher ist und genau dieser gesucht wird - kürzt man halt den Regelsatz. Und das dann zurecht.

Wie sieht es aber aus. Firma XY sucht einen Werkzeugmacher und das Amt schickt 50 Leute dahin, die gerade mal etwas länger arbeitslos sind. Da ist es auch egal ob die eine Qualifizierung für diesen Beruf haben. 50 Leute bewerben sich, 49 müssen feststellen, das die Stelle schon vergeben ist. So was ist nur lachhaft. Und genau so läuft es, um mal denjenigen die Augen zu öffnen, die noch nie 500 Bewerbungen wie die kleine Knuddelmaus geschrieben haben.

Darf ich Ihnen noch etwas vorrechnen?
In Deutschland gibt es angeblich ( die Zahl ist ja frisiert ) - um besser rechnen zu können ,mache ich auch mal nur 3 Millionen Arbeitslose daraus...

Jeder von den 3 Millionen wird im Normalfall verflichtet, jeden Monat mindestens 3 Bewerbungen zu schreiben. Das wären 36 im Jahr. Das ist eine Untergrenze. Eine Bewerbung ( Mappe, Foto, Kopien und Porto ) kostet dem Arbeitslosen ca. 5 Euro, die das Amt im Normalfall aus Steuermitteln zurückerstattet.

3 Millionen x 36 Bewerbungen sind 108 Millionen Bewerbungen x 5 Euro = 540 Millionen Euro

Diese Summe bringt der Steuerzahler jedes Jahr für diesen Unsinn auf. Darin sind allerdings noch nicht die " normalen " Bewerbungen eingerechnet und auch nicht das es in Wahrheit ja über 6 Millionen Arbeitslose sind.
Den Steuerzahler treffen diese Bewerbungen also pro Jahr mit weit über einer Milliarde Euro.

Dafür könnten alle pakistanischen Kinder eine Bleibe und Essen bekommen.

Schafft endlich diesen Unsinn ab und beweihräuchert
Euch nicht immer selber.
Schlenni
26.08.2010, 20:56 Uhr
Ein Widerspruch in sich
Das Prinzip brauchen Sie mir nicht zu erklären. Ich kenne jede Situation im Leben. Ich habe 3 Berufe gelernt. Ich habe in meinem Leben Krankengeld bezogen. Musste ALG II beziehen und kenne Arbeitslosigkeit. Sogar der berühmt EURO-JOB war eine Zeit lang mein Freund. Ich bin kein Freund der Arbeitsweise von Agentur und ARGE, aber bei der Wahrheit sollte man immer bleiben. Eins kenne ich aber nicht, eine Ausrede und fehlender Ehrgeiz.

Ihr theoretisches Beispiel wie die Agentur für Arbeit die Vermittlung handhaben sollte ist realität. Das ganze nennt man Vermittlungsvorschläge. Darauf muss man sich bewerben. Wenn man das nicht macht, wie richtig von Ihnen erkannt. Werden die Leistungen gekürzt. So soll es sein und ist es auch. Warum soll man eine Zahl auf 3 Bewerber reduzieren, wenn in diesem Land Gleichberechtigung herrscht. Hier geht es auch um Wettbewerb. Der Arbeitgeber hat die freie Wahl. Sie wollen doch für Ihre Geld auch die größtmögliche Leistung haben. Warum soll ein Unternehmer da anders denken? Ich habe nach kurzer Arbeitslosigkeit wieder Arbeit.

Gut nicht mehr in Nordhausen und Umgebung. Aber eine gute Bewerbung und ein offenes Gespräch mit dem pot. Arbeitgeber, sicherte mir ein Einkommen und der Umzug wurde von der Agentur für Arbeit gezahlt. Hier wo ich jetzt wohne sagt man auf Platt, Et ees wie et ees und heißt im Hochdeutsch, Es ist wie es ist. Ich wollte es halt so.

Was Sie in Ihrer Rechnung vergessen haben, dass die Erstattung von Bewerbungskosten keine Regelleistungen mehr sind und nach ermessen des Vermittlers für ein Jahr festgelegt werden. Es gab und gibt eine Höchstgrenze. Wenn ich mich nicht irre, war das um die 130 EUR. Der Vermittler kann somit zwischen 0 - 130 EUR frei entscheiden. Dem Staat entstehen viel höhere Verluste durch Schwarzarbeit und Steuerhinterziehungen, als die Erstattung von Bewerbungskosten, wo am Ende sogar ein Job sein kann. Dies kann die Agentur für Arbeit sogar noch überwachen. Die beiden genannten Vergehen, stellen für die Volkwirtschaft einen größeren Schaden da als alles andere was Sie im Vergleich stellen. Zudem man nicht vergessen sollte, dass viele denken, es ist kein Vergehen, eher ein Wettkampf gegen den Staat.

Warum denkt immer jeder, dass dieser Staat für jeden und alles verantwortlich ist. An dieser Stelle fällt mir das Zitat von J.F. Kennedy ein, „Frage nicht was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst!“ Ja, der Mann war nicht nur ein Berliner, in einer Zeit, wo diese Land geteilt war, sondern auch ein Visionär.

Ich werde das Gefühl nicht los, dass der ein oder andere hier denkt, dass immer noch alles nach dem Arbeitsverteilungsprinzip der ehemaligen DDR läuft. Wenn man nur die Wörter Job suchend benutzt, aber nicht umsetzt, braucht man auf keinen zu schimpfen und sagen wie schlecht alles ist. Wir reden hier von Wettkampf und Konkurenz. Dies wollten alle vor rund 20 Jahren. Es müssen nicht alle Akademieker sein, aber jeder sollte einen Willen und Ehrgeiz für Arbeit haben. Die Anerkennung im Berufsleben sollte doch neben selbst erwirtschafteten Geld der Beste Anreiz sein. Auch wenn der ein oder andere die Anerkennung von Sozialleistungen damit für sich gleich setzt und als ausreichenden Anreiz sieht. Das es ALG I und II gibt, finde ich gut. Es soll davor schützen, durch das soziale Netz zu fallen. Die Frage ist nur wie lange. Es soll überbrücken und nicht ein fester Bestandteil des Lebens sein.

Woher haben Sie, rwe62, eigentlich die Informationen. Diese schneiden sich nicht einmal ansatzweise mit der Realität. Zahlen und Fakten, welche eher frei erfunden sind oder aus dem Gefühl enstanden, als wirklich nachweisbar.

Bitte wenn man hier Zahlen in den Raum stellt, sollte man auch diese belegen können. Auch die Aussage, dass eine Bewerbung kosten in Höhe von 5,- EUR verursacht liegt wohl eher daneben. Hier mal eine Aufrechnung.

3 Bewerbungsmappen, zum klappen kosten 2,99 EUR. Einzelpreis rund 1,- EUR. 500 Blatt Papier kosten im Durchschnitt 3,99 EUR. Dies macht weniger als 0,01 EUR / Blatt. Der Verbrauch an Energie und Druckkosten werden sich im Durchschnitt bei 10 Blättern nicht mehr als 0,50 EUR belaufen. Dazu kommt noch der Umschlag, dieser kostet im 100 Pack, durchschnittlich 2,99 EUR. Macht im Einzelpreis rund 0,03 EUR. Dazu noch eine Briefmarke von 1,45 EUR und alles ist fertig.

Rechnen wir diese Zahlen zusammen kommen ich bei 10 Blättern pro Bewerbung auf 3,08 EUR. Die 5,- EUR der Agentur für Arbeit liegen wohl damit höher. Aber besser ist, diese Rechnung ist nachweisbar und nachvollziehbar. Ihre auch?

Übrigens, nicht der Steuerzahler muss für die Erstattung der Bewerbungskosten aufkommen, sondern um genau zu sein, der Arbeitnehmer. Diese Kosten werden von der Arbeitslosenversicherung bestritten. Ein Bezieher von ALG II, zahlt weder Lohnsteuer noch in die Arbeitslosenversicherung. Da komme ich gern für die Bewerbungskosten auf, wenn am Ende der ALG II wieder Arbeit hat und meine Lohnnebenkosten nicht noch weiter belastet werden und dieser oder diese dann auch wieder in die Soziaversicherung wieder einzahlt.

Ich bin kein Mitarbeiter einer öffentlichen Einrichtung, aber mir wurde beigebracht, dass ich mit erhobenen Haupt, ehrlich und Anstand durch das Leben gehen soll. Dazu sollte jeder das größtmögliche im Leben erreichen wollen und sich nicht mit Leistungen, welche andere zahlen dürfen zufrieden geben.

Aber was ganz wichtig ist, einfach auch mal Zahlen und Fakten kritisch hinterfragen. Egal wo und wann. Oft ist der Schein ein anderer.

Meinung kann hier jeder haben der möchte, nur sollte man nicht einem falschen Bild verfallen und irreführende Informationen darstellen.
TeeEff
27.08.2010, 01:17 Uhr
Verwaltungsfachangestellte...
verwalten nur und haben sonst keine wirkliche Aufgabe. Und keinen anderen Job hat ein Großteil bei der Arbeitsagentur! Ja man könnte schon von Mittel zum Selbstzweck ausgehen, davon das eine Bürokratie sich vermehrt und selber am Leben erhält, ohne wirklich etwas zu bewirken. Eigentlich ist diese und andere Bürokratien Parasiten.

Ein stehendes Heer im Dienste der Mächtigen, finanziert von der Masse der Ausgebeuteten, das zur subtilen Unterdrückung und Kontrolle eben dieser gemolkenen und geknechteten Massen dient und diese brechen und gegeneinander ausspielen soll!

Menschen die noch irgend etwas, und sei es auch noch so wenig, zu verlieren haben, machen einfach keine Revolution. Noch weniger wenn sich die wirklichen Coupon-Schneider hinter den grauen, gesichtslosen Herren der Verwaltungen verbergen können und damit nicht greifbar sind.

Und das wissen diese Mächtigen ganz genau! Aber so lange sie diejenigen, die ein bisschen was haben gegen die die noch weniger haben auch weiterhin, und wie man hier liest erfolgreich, ausspielen können, brauchen sie sich keine Sorgen zu machen.

Und ich wiederhole mich gern noch 1x: Es gibt einfach nicht genug Jobs, selbst wenn man alle sogn. offenen Stellen besetzen würde blieben über 95% der Arbeitslosen übrig.

Ach und übrigens: Es gibt auch eine ganze Menge arbeitslose Akademiker - mehr als man oft annehmen möchte, aber dies würde ja das mediengepflegte Bild vom unqualifizierten Sozialschmarotzer zerstören und wird schon deshalb so selten gezeichnet...
Retupmoc
27.08.2010, 08:04 Uhr
@schlenni
Ich finde ja gut wie Sie diesen Bürokratentiger Arge in Schutz nehmen...nur bitte bei der Wahrheit bleiben.

Die Höhe der möglichen Erstattung von Berwerbungskosten liegt im Jahr bei 260 Euro. Der Ermessensspielraum ist gering, da man wenn man in der Eingliederungsvereinbarung ( und das ist in den meisten Fällen so ) eine MIndestwerbungszahl reinschreibt auch die Kosten erstatten muß. Schreibt man diese Zahl nicht in die Vereinbarung ist der H4-
Empfänger auch nicht verplichtet, Bewerbungen zu schreiben.

Sie meinen also, das man nicht nur 3 sondern alle Leute auf eine Stelle bewerben lassen sollte, weil das ein freies Land ist. Aha, dann dürfte man ja auch 49-jährige nicht als zu alt ablehnen. Komisch, das das die Arbeitgeber also anders sehen.

Desweiteren kenne ich Leute, die arbeitslos als gelernter Bauarbeiter sind oder Verwaltungsmensch, die von der Arge zu Vorstellungsgesprächen zu Stellen geschickt wurden, an denen man examinierte Altenpfleger suchte. Das meinte ich damit, wozu sollen sich diese Leute darauf bewerben? Sie werden dort eh nicht genommen auch wenn Sie zehnmal wollten.

Es wird endlich Zeit, das die Bevölkerung aufwacht und wie vor 20 Jahren die SED - Regierung endlich diese Arbeitsämter und Bürokraten aus Bonn und Brüssel vom Hof jagt!
Retupmoc
27.08.2010, 08:07 Uhr
Zusatz
Und ja...die Bewerbungen werden genau mit 5 Euro vom Arbeitsamt bzw. der Arge zurückerstattet. Man macht es sich nämlich der Einfachheit halber pauschal.

Das zeigt mir, das Sie ansscheinend nie Bewerbungen geschrieben haben oder von der Arge um die Rückerstattung gebracht worden sind.
Schlenni
27.08.2010, 22:03 Uhr
Genug der vielen Worte
Irgendwie beschleicht mich immer wieder das Gefühl, wenn ich Ihre Beträge lesen, Herr oder Frau rwe62 und TeeEff, dass Sie es mit dem genauen lesen nicht so haben. Sie versuchen wieder und wieder Worte in dem Mund um zu drehen und dass mit Argumenten, welche eher an einem Stammtisch zu hören sind oder von Parteien, welche Demokratie und Sozialismus nicht anerkennen.

Ich nehme keine "Bürokratentiger ARGE" in Schutz. Sie interpretieren es nach Ihrer Ansicht. Ich nenne hier Tatsachen und bleibe bei der Wahrheit. Kleiner aber feiner Unterschied.

Sie glauben gar nicht wieviele Bewerbung ich in der Woche schreibe und das will mein Arbeitgeber sogar. Das schon seit einem Jahr und wahrscheinlich noch viele Jahre. Trotzdem will und werde ich weiterhin meinen Arbeitgeber, welches kein Amt ist, loyal sein.

Ich habe nie die 5,- EUR für Bewerbung angezweifelt und das die Pauschal sind, war mir auch klar. Ich habe sogar schon in der Vergangenheit mal Bewerbungskosten erstattet bekommen. Diese natürlich aus der Arbeitslosenversicherung. So wie es immer war.

Eventuell muss ich den an dieser Stelle den Fehler da bei mir suchen, da mein Erklärung für den ein oder anderen etwas schwer zu verstehen sein könnten. Schade, ich hatte mir so Mühe gegeben es so einfach wie möglich zu halten. An dieser Stelle möchte ich noch darauf hinweisen, dass ARGE und Agentur für Arbeit nichts gemeinsam haben. Allein das SGB sind andere. Unterschiedliche Chefs könnte man sagen. Also, wer das noch nicht verstanden hat...

Es ist schon interessant, dass Sie versuchen mich als Schutzpatron der Bürokratentiger darzustellen, mein Person anzweifeln und mir Aussagen in den Mund legen oder drehen möchten, welche nicht einmal so geschrieben wurden. Letzteres, kenne ich eigentlich nur von Politikern, welche derzeit in Berlin regieren und dem sozialen Sytem sehr fern stehen. Sie sind sich da doch ähnlicher, als sie es wahr haben möchten.

Warum gehen Sie eigentlich nie auf alle Aussagen von mir ein und suche belanglose Sätze raus, welche dann nach belieben interpretiert werden. Kann es sein, dass schon das ein oder andere Gegenargument fehlt.

Um Ihre Frage, Herr oder Frau TeeEff richtig zu beantworten und damit meine Aussage, welche in einem anderen Beitrag bereits zu finden ist, zu wiederholen. Ja ich bin der Meinung dass sich alle, welche für diese Stelle (Werkzeugmacher) qualifiziert sind, bewerben sollten. Warum auch nicht. Alle wollten ein freies Land. Bitte hier ist es, mit allen Rechten, aber auch mit Pflichten. Die Pflicht wird ja gern vergessen.

Ohne Sie Herr oder Frau rwe62 angreifen oder falsch darstellen zu wollen. Aber welches geistes Kind muss man sein um solch einen Ausspruch von SED hier wieder zu bringen.

Ich bin mir sicher dass Sie Älter sind als ich. Damit habe ich gelernt, dass Erfahrung und Wissen nicht immer mit dem Alter kommt und Ihnen nicht das Wasser reichen kann oder will, da ich es lieber selber trage um das es auch richtig ankommt und zwar da, wo es hin muss. Warum eigentlich ein Zusatz, Herr oder Frau rwe62. Konnte man die Worte nicht in einem Beitrag zusammen fassen. Das lässt mich tief blicken und schlußfolgern?

Mit diesem Worten beende ich auch diese sehr flache Diskussion, welche ich unter anderen Argumentationspunkten und nicht im flair eines Stammtisches weiter geführt hätte. Reiben Sie sich hier weiter auf und streuen falsche Ansichten. Ich schmuntzel und kenne die Wahrheit. Ich lasse Ihre Meinung, auch wenn Sie mir nicht meine lassen wollen. Dies gehört auch zu einem freiem Land, in dem wir leben.

Halt alles nach dem Sprichtwort, "Der Klügere gibt nach."
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