Fr, 15:05 Uhr
27.08.2010
Verkehr rollt (1)
Einige Besucher dieser Freigabe hätten sich beinahe zu früh gefreut, als man jubilierte, heute ist das Wetter doch noch so schön, dass man nicht, wie beim ersten Spatenstich (Oktober 2008), durchnässt wurde. Und in der Tat, am Anfang sah das Wetter auch noch recht freundlich aus, aber dann drückte der Leiter des Nordthüringer Straßenbauamtes, Franz Rohmund, auf Tempo und konnte doch nicht mehr verhindern, dass die Heldrunger Zwiebelkönigin, Sarah I., nicht doch noch die Ehrenrunde im Regen drehen musste.
Insgesamt wurden für die Ortsumfahrung Heldrungen, einschließlich der beiden Brücken ca. 8,5 Millionen Euro ausgegeben, die zu 75 Prozent aus europäischen Fördermitteln( Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) kamen und zu 25 Prozent aus Mitteln des Freistaates Thüringen, so Staatssekretärin für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Dr. Marion Eich-Born.
Als dringend notwendig bezeichnete die Staatssekretärin den Bau der Umgehungsstraße, da durch die hohe Verkehrsbelastung und die engen Straßen im Ort sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für die Autofahrer eine untragbare Situation geherrscht habe. Nun aber seien nach fast zwei Jahren Bauzeit die Gewerbestandorte optimal direkt an die A 71 angebunden.
Die Ortsumgehung hat eine Länge von 1.965 m (Breite 8 m + 2 x 1,5 m Bankett) und beinhaltet zwei Brückenbauwerke mit 21,86 m Spannweite und 31,54 m Spannweite.
Dr. Marion Eich-Born, Gudrun Holbe, Franz Rohmund, Sarah I., Norbert Enke, Heinz Untermann und Joachim Selle beim zerschneiden des obligatorischen Bandes.
Eich-Born erinnerte auch an die beiden archäologischen Fundstätten im Baufeld, die es als Bodendenkmale zu dokumentieren galt. Die gefundenen 1.300 Besiedlungsspuren und 50 Gräber reichen von der Jungsteinzeit (5.000 v. Chr.) bis in die Völkerwanderungszeit (5./6. Jh. n. Chr.). Zu den bedeutsamen Funden gehört ein Friedhof der Schnurkeramik aus der späten Jungsteinzeit (2.200 v. Chr.) mit 26 Hockerbestattungen, denen Keramikgefäße und Schmuck beigegeben waren. Dazu auch ein Bild in der Bildergalerie vom Straßenbauamt Nordthüringen.
Die Ziele dieser Ortsumfahrung umriss Franz Rohmund so. Entsprechend dem Regionalen Raumordnungsplan Nordthüringen soll die B85 Bad Frankenhausen -Oldisleben zwischen Oldisleben und Heldrungen zur Entlastung der Thüringer Pforte direkt an die A71 (AS Heldrungen) geführt werden. Die abschnittsweise Inbetriebnahme der A71 führt dazu, dass der Verkehr der A71 jeweils über das nachgeordnete Straßennetz geführt werden muss. Dieser kann unter anderem auch über die Ortsumgehung Heldrungen abgeleitet werden.
Durch die Ortsumgehung Heldrungen werden:
Franz Rohmund bedankte sich bei den Firmen für die Bauausführung, so bei Mutze & Rätzel (Wohlmirstedt) und der Erwin Peetz GmbH und den beteiligten Ingenieurbüros, so auch aus Sondershausen (Glückauf Vermessung GmbH), die meist aus Thüringen, oder dem nahen Sachsen-Anhalt waren.
Aber auch etwas zum Schmunzeln gab es etwas. Einem Mädchen passierte das Missgeschick und Schwupps war das schöne Band zerschnitten, bevor die Prominenz ran durfte. Dr. Marion Eich-Born kittete das Band und alles konnte planmäßig über die Bühne gehen.
Bürgermeister Norbert Enke zeigte sich zufrieden und meinte, durch die Ortsumfahrung werden wohl die Tassen und Gläser im Rathaus wohl nicht mehr scheppern, weil der Verkehr deutlich geringer werden wird und insbesondere die schweren Brummis ausbleiben. Und er stellt auch schon Überlegungen an, ob er nicht das Rathaus zu einem Ferienhaus umbauen will.
Neben der Staatssekretärin und der Zwiebelprinzessin war natürlich weitere Prominenz erschienen. So nahmen an der Freigabe auch der Bundestagsabgeordneter Johannes Selle (CDU) und die Landtagsmitglieder Gudrun Holbe (CDU) und Heinz Untermann (FDP), sowie der Chef der Verwaltungsgemeinschaft an der Schmücke, Holger Häßler teil. Ein Politiker fehlte und er erhielt an dieser Stelle Geburtstagsgrüße von Dr. Marion Eich-Born, die sie nach Sondershausen gab. Landrat Peter Hengstermann feierte zeitgleich seinen 60, Geburtstag.
Während sich die Gäste zufrieden über das Zustandekommen der Ortsumfahrung äußerten, gab es auch schon eine politische Stimme, die das nicht so sah. Diesen Standpunkt zeigt kn im zweiten Teil des Berichtes.
Autor: khhInsgesamt wurden für die Ortsumfahrung Heldrungen, einschließlich der beiden Brücken ca. 8,5 Millionen Euro ausgegeben, die zu 75 Prozent aus europäischen Fördermitteln( Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) kamen und zu 25 Prozent aus Mitteln des Freistaates Thüringen, so Staatssekretärin für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Dr. Marion Eich-Born.
Als dringend notwendig bezeichnete die Staatssekretärin den Bau der Umgehungsstraße, da durch die hohe Verkehrsbelastung und die engen Straßen im Ort sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für die Autofahrer eine untragbare Situation geherrscht habe. Nun aber seien nach fast zwei Jahren Bauzeit die Gewerbestandorte optimal direkt an die A 71 angebunden.
Die Ortsumgehung hat eine Länge von 1.965 m (Breite 8 m + 2 x 1,5 m Bankett) und beinhaltet zwei Brückenbauwerke mit 21,86 m Spannweite und 31,54 m Spannweite.
Dr. Marion Eich-Born, Gudrun Holbe, Franz Rohmund, Sarah I., Norbert Enke, Heinz Untermann und Joachim Selle beim zerschneiden des obligatorischen Bandes.
Eich-Born erinnerte auch an die beiden archäologischen Fundstätten im Baufeld, die es als Bodendenkmale zu dokumentieren galt. Die gefundenen 1.300 Besiedlungsspuren und 50 Gräber reichen von der Jungsteinzeit (5.000 v. Chr.) bis in die Völkerwanderungszeit (5./6. Jh. n. Chr.). Zu den bedeutsamen Funden gehört ein Friedhof der Schnurkeramik aus der späten Jungsteinzeit (2.200 v. Chr.) mit 26 Hockerbestattungen, denen Keramikgefäße und Schmuck beigegeben waren. Dazu auch ein Bild in der Bildergalerie vom Straßenbauamt Nordthüringen.
Die Ziele dieser Ortsumfahrung umriss Franz Rohmund so. Entsprechend dem Regionalen Raumordnungsplan Nordthüringen soll die B85 Bad Frankenhausen -Oldisleben zwischen Oldisleben und Heldrungen zur Entlastung der Thüringer Pforte direkt an die A71 (AS Heldrungen) geführt werden. Die abschnittsweise Inbetriebnahme der A71 führt dazu, dass der Verkehr der A71 jeweils über das nachgeordnete Straßennetz geführt werden muss. Dieser kann unter anderem auch über die Ortsumgehung Heldrungen abgeleitet werden.
Durch die Ortsumgehung Heldrungen werden:
- vorhandene Sicherheits- und Leistungsfähigkeitsdefizite im Zuge der B86/L2287 abgebaut
- bestehende und potenzielle Gewerbestandorte im Einzugsgebiet optimal an die A71 angebunden
- die Ortslagen vom Durchgangsverkehr wirksam entlastet, womit eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität der Anwohner erreicht wird
- bessere Erreichbarkeit bedeutender touristischer Ziele.
Franz Rohmund bedankte sich bei den Firmen für die Bauausführung, so bei Mutze & Rätzel (Wohlmirstedt) und der Erwin Peetz GmbH und den beteiligten Ingenieurbüros, so auch aus Sondershausen (Glückauf Vermessung GmbH), die meist aus Thüringen, oder dem nahen Sachsen-Anhalt waren.
Aber auch etwas zum Schmunzeln gab es etwas. Einem Mädchen passierte das Missgeschick und Schwupps war das schöne Band zerschnitten, bevor die Prominenz ran durfte. Dr. Marion Eich-Born kittete das Band und alles konnte planmäßig über die Bühne gehen.
Bürgermeister Norbert Enke zeigte sich zufrieden und meinte, durch die Ortsumfahrung werden wohl die Tassen und Gläser im Rathaus wohl nicht mehr scheppern, weil der Verkehr deutlich geringer werden wird und insbesondere die schweren Brummis ausbleiben. Und er stellt auch schon Überlegungen an, ob er nicht das Rathaus zu einem Ferienhaus umbauen will.
Neben der Staatssekretärin und der Zwiebelprinzessin war natürlich weitere Prominenz erschienen. So nahmen an der Freigabe auch der Bundestagsabgeordneter Johannes Selle (CDU) und die Landtagsmitglieder Gudrun Holbe (CDU) und Heinz Untermann (FDP), sowie der Chef der Verwaltungsgemeinschaft an der Schmücke, Holger Häßler teil. Ein Politiker fehlte und er erhielt an dieser Stelle Geburtstagsgrüße von Dr. Marion Eich-Born, die sie nach Sondershausen gab. Landrat Peter Hengstermann feierte zeitgleich seinen 60, Geburtstag.
Während sich die Gäste zufrieden über das Zustandekommen der Ortsumfahrung äußerten, gab es auch schon eine politische Stimme, die das nicht so sah. Diesen Standpunkt zeigt kn im zweiten Teil des Berichtes.






































