Fr, 07:02 Uhr
10.09.2010
Buch zum Geburtstag
Jüngst bekam Landrat Peter Hengstermann (Kyffhäuserkreis) zum Geburtstag ein Buch geschenkt. Verbunden war das in dem Falle mit Hintergedanken. Warum die Schenkung auch für den Landkreis Nordhausen interessant ist, erfahren sie hier...
Das Buch, welches der Landrat geschenkt bekam, hätte man auch getrost dem Landrat Joachim Claus schenken können. Pech nur, er hatte jetzt keinen 60. Geburtstag. Und geschenkt wurde das Buch vor allem auch, weil Hengstermann gleichzeitig der Präsident der Regionalen Planungsgemeinschaft Nordthüringen ist.
Geschenkt wurde ihn das Buch weil es um einen Freizeitführer geht und gerade der Kyffhäuserkreis besonders auf Tourismus setzen will. Interessant ist das Buch nicht nur für den Kyffhäuserkreis, sondern für ganz Nordthüringen. Interessant allerdings weniger bei dem was drin steht, sondern bei dem was nicht drin steht. Der Freizeitführer hinterlässt in Nordthüringen ein riesiges Loch.
Dabei kann man es noch als Lapsus bezeichnen, dass die Autoren hinsichtlich der Geographie offensichtlich nicht den rechten Durchblick haben oder ist es doch nur ein Beschriftungsfehler? Zumindest taucht südlich von Nordhausen ein Neustadt auf, bei dem der Autor rätselt, um welches der vielen Neustadts es sich handelt. Oder soll es sich gar um Neustadt/Harz handeln? Aber beschrieben ist über dieses Neustadt im Buch nichts.
Aber das ist noch das kleinste Problem. Schwerer wirkt, dass der gesamte Norden Thüringens mit keiner Sehenswürdigkeit vertreten ist! Angefangen vom Baumkronenpfad über Tabakspeicher, Panoramamuseum (mit riesigem Rundgemälde), Kyffhäuserdenkmal bis hin zu einer der größten Modellbahnanlagen der Welt in Wiehe, nichts ist zu finden.
Das sollte wohl wahrlich zu denken geben! Wenn der einfache Bundesbürger außerhalb Thüringens unsere Region kaum kennt, ist bei dem Erdkundeunterricht in unserem Schulsystem kein Wunder. Wenn aber Redaktionen unsere Region völlig übergehen, dann sollte man nachdenklich werden. Denn dann stellt sich die Frage, haben wir unser Sehenswürdigkeiten noch nicht attraktiv genug gemacht, wurde nur das Marketing vernachlässig oder ist von beidem etwas dabei?
Als Präsident der Regionalen Planungsgemeinschaft Nordthüringen sollte Hengstermann mit den Landräten der Region darüber nachdenken, wie das geändert werden kann, denn der Lapsus dieser Redaktion ist leider kein Einzelfall. Auch was man so in den Tourismuskonzepten Thüringens liest, zeigt den Norden auch nicht gerade im rosigen Licht. Über die Probleme im Freizeitatlas Thüringens wurde auch schon berichtet (Bericht zum Freizeitatlas Thüringen).
Gerade im Rahmen der Regionalen Planungsgemeinschaft Nordthüringen sollte man darüber nachdenken, ob ein gemeinsames Tourismuskonzept nicht doch sinnvoll ist, was dann allerdings auch deutschlandweit beworben werden muss. Ganz oder Werbegelder funktioniert nun mal Tourismus nicht, auch wenn die Kassen klamm sind.
Karl-Heinz Herrmann
Autor: khhDas Buch, welches der Landrat geschenkt bekam, hätte man auch getrost dem Landrat Joachim Claus schenken können. Pech nur, er hatte jetzt keinen 60. Geburtstag. Und geschenkt wurde das Buch vor allem auch, weil Hengstermann gleichzeitig der Präsident der Regionalen Planungsgemeinschaft Nordthüringen ist.
Geschenkt wurde ihn das Buch weil es um einen Freizeitführer geht und gerade der Kyffhäuserkreis besonders auf Tourismus setzen will. Interessant ist das Buch nicht nur für den Kyffhäuserkreis, sondern für ganz Nordthüringen. Interessant allerdings weniger bei dem was drin steht, sondern bei dem was nicht drin steht. Der Freizeitführer hinterlässt in Nordthüringen ein riesiges Loch.
Dabei kann man es noch als Lapsus bezeichnen, dass die Autoren hinsichtlich der Geographie offensichtlich nicht den rechten Durchblick haben oder ist es doch nur ein Beschriftungsfehler? Zumindest taucht südlich von Nordhausen ein Neustadt auf, bei dem der Autor rätselt, um welches der vielen Neustadts es sich handelt. Oder soll es sich gar um Neustadt/Harz handeln? Aber beschrieben ist über dieses Neustadt im Buch nichts.
Aber das ist noch das kleinste Problem. Schwerer wirkt, dass der gesamte Norden Thüringens mit keiner Sehenswürdigkeit vertreten ist! Angefangen vom Baumkronenpfad über Tabakspeicher, Panoramamuseum (mit riesigem Rundgemälde), Kyffhäuserdenkmal bis hin zu einer der größten Modellbahnanlagen der Welt in Wiehe, nichts ist zu finden.
Das sollte wohl wahrlich zu denken geben! Wenn der einfache Bundesbürger außerhalb Thüringens unsere Region kaum kennt, ist bei dem Erdkundeunterricht in unserem Schulsystem kein Wunder. Wenn aber Redaktionen unsere Region völlig übergehen, dann sollte man nachdenklich werden. Denn dann stellt sich die Frage, haben wir unser Sehenswürdigkeiten noch nicht attraktiv genug gemacht, wurde nur das Marketing vernachlässig oder ist von beidem etwas dabei?
Als Präsident der Regionalen Planungsgemeinschaft Nordthüringen sollte Hengstermann mit den Landräten der Region darüber nachdenken, wie das geändert werden kann, denn der Lapsus dieser Redaktion ist leider kein Einzelfall. Auch was man so in den Tourismuskonzepten Thüringens liest, zeigt den Norden auch nicht gerade im rosigen Licht. Über die Probleme im Freizeitatlas Thüringens wurde auch schon berichtet (Bericht zum Freizeitatlas Thüringen).
Gerade im Rahmen der Regionalen Planungsgemeinschaft Nordthüringen sollte man darüber nachdenken, ob ein gemeinsames Tourismuskonzept nicht doch sinnvoll ist, was dann allerdings auch deutschlandweit beworben werden muss. Ganz oder Werbegelder funktioniert nun mal Tourismus nicht, auch wenn die Kassen klamm sind.
Karl-Heinz Herrmann







