Mi, 08:47 Uhr
15.09.2010
Große Schülerbefragung
Zum Konsumverhalten, Ernährung, Freizeit und Demokratieverständnis wurde im Kyffhäuserkreis eine große Schülerbefragung durchgeführt...
Das Jugendamt des Kyffhäuserkreises hatte eine große Schülerumfrage zu Themen wie Konsumverhalten, Ernährung, Freizeit und Demokratieverständnis an ausgewählten Förderschulzentren, Gymnasien und Regelschulen im Kyffhäuserkreis in den Klassenstufen 7 bis 10 durchgeführt. Insgesamt haben 1.405 Schülerinnen und Schüler dieser Altersgruppe (75 %) diese Umfrage beantwortet.
Die Auswertung der Studie des LRA Kyffhäuserkreis, erbrachte neue und vertraute Ergebnisse, deren Aktualität durch die hohe Zahl der Teilnahme kaum aberkannt werden kann. Sie zeigte, dass die Jugendlichen trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage des Kreises und den damit verbundenen regionalen Bedingungen, traditionelle Werte, wie Familie und Freunde mit leistungsorientierten Werten, wie Erfolg in der Schule und im Beruf verknüpfen.
Die erhobenen Daten, in Bezug auf das Konsumverhalten von Alkohol und Tabak sowie im Medien- und Freizeitverhalten der Heranwachsenden, fügen sich in die Ergebnisse anderer bundesweit erhobener Studien ohne weiteres ein.
Eine wichtige Erkenntnis brachte auch die Betrachtung der Geschlechter. Während in anderen, zum Vergleich herangezogenen Studien, Mädchen als Bildungsgewinnerinnen identifiziert wurden, konnte hier ein Abwärtstrend der Mädchen an Gymnasien lokalisiert werden, welcher aber weniger mit regionalen Faktoren begründet werden darf, sondern vielmehr mit veränderten sozialen Rollen.
Besonders deutlich wurden in dieser Studie aber auch die Differenzen zwischen den einzelnen Schulformen. Generell neigen mehr Förderschüler/ -innen dazu, ein gesundheitsgefährdendes Verhalten aufzuweisen, welches durchaus als Appell verstanden werden sollte. Auch stellte sich heraus, dass der Wunsch der Jugendlichen in der Region zu verbleiben, wesentlich stärker von einem sozialen Status abhängig ist, als von der Zugehörigkeit zu Vereinen. In dieser Studie wurde einmal mehr die Kluft zwischen den Schülern unterschiedlicher Schulformen sichtbar, welche es dringend gilt zu verkleinern bzw. zu schließen.
Am 5. Oktober will das Landratsam die Studienergebnisse der Presse vorstellen.
Autor: khhDas Jugendamt des Kyffhäuserkreises hatte eine große Schülerumfrage zu Themen wie Konsumverhalten, Ernährung, Freizeit und Demokratieverständnis an ausgewählten Förderschulzentren, Gymnasien und Regelschulen im Kyffhäuserkreis in den Klassenstufen 7 bis 10 durchgeführt. Insgesamt haben 1.405 Schülerinnen und Schüler dieser Altersgruppe (75 %) diese Umfrage beantwortet.
Die Auswertung der Studie des LRA Kyffhäuserkreis, erbrachte neue und vertraute Ergebnisse, deren Aktualität durch die hohe Zahl der Teilnahme kaum aberkannt werden kann. Sie zeigte, dass die Jugendlichen trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage des Kreises und den damit verbundenen regionalen Bedingungen, traditionelle Werte, wie Familie und Freunde mit leistungsorientierten Werten, wie Erfolg in der Schule und im Beruf verknüpfen.
Die erhobenen Daten, in Bezug auf das Konsumverhalten von Alkohol und Tabak sowie im Medien- und Freizeitverhalten der Heranwachsenden, fügen sich in die Ergebnisse anderer bundesweit erhobener Studien ohne weiteres ein.
Eine wichtige Erkenntnis brachte auch die Betrachtung der Geschlechter. Während in anderen, zum Vergleich herangezogenen Studien, Mädchen als Bildungsgewinnerinnen identifiziert wurden, konnte hier ein Abwärtstrend der Mädchen an Gymnasien lokalisiert werden, welcher aber weniger mit regionalen Faktoren begründet werden darf, sondern vielmehr mit veränderten sozialen Rollen.
Besonders deutlich wurden in dieser Studie aber auch die Differenzen zwischen den einzelnen Schulformen. Generell neigen mehr Förderschüler/ -innen dazu, ein gesundheitsgefährdendes Verhalten aufzuweisen, welches durchaus als Appell verstanden werden sollte. Auch stellte sich heraus, dass der Wunsch der Jugendlichen in der Region zu verbleiben, wesentlich stärker von einem sozialen Status abhängig ist, als von der Zugehörigkeit zu Vereinen. In dieser Studie wurde einmal mehr die Kluft zwischen den Schülern unterschiedlicher Schulformen sichtbar, welche es dringend gilt zu verkleinern bzw. zu schließen.
Am 5. Oktober will das Landratsam die Studienergebnisse der Presse vorstellen.
