Fr, 07:05 Uhr
17.09.2010
Neues vom Frauenberg
Thüringer Justizminister Dr. Holger Poppenhäger besuchte gestern den Frauenberg hoch über Sondershausen und hatte einen Förderbescheid in seinem Gepäck. Damit können weitere Aktionen durchgeführt werden. U.a. soll eine erste Publikation veröffentlich werden. Aber auch Kritik kam...
Die Grabungen auf dem Frauenberg zu finanzieren ist keine leichte Aufgabe, auch wenn es vielleicht sogar die bedeutendste Grabungsstätte Thüringens überhaupt ist. Besonders verdient gemacht hat sich der Sondershäuser Heimat- und Geschichtsverein Jechaburg e.V., der intensiv die Grabungen unterstützt.
Der Verein trat an Landtagsmitglied Dorothea Marx (SPD) heran, ob nicht Lottomittel einsetzbar wären. Sie fand in Thüringens Justizminister Dr. Holger Poppenhäger (SPD) einen Fürsprecher, um entsprechende Lottomittel in Höhe 3.000 Euro zu bekommen.
Im Bild Dr. Diethard Walter vom Landesamt für Denkmalspflege, Dorothea Marx, Dr. Holger Poppenhäger, Vereinssprecherin Helga Wenzel und der Vorsitzende des SPD-Ortsverbandes Sondershausen, Wilhelm Schreier bei der Präsentation des symbolischen Schecks. Zuvor hatte Dr. Walter dem Minister recht eindrucksvoll die Grabungsergebnisse erläutert (Grabungsergebnisse). Der Minister zeigte sich beeindruckt, von dem was hier auf dem Berge passiert. In der ersten reihe der Bildergalerie sind die Stellen zu sehen, die dieses Jahr freigesetzt wurden.
Zuvor hatte Manfred Kucksch (Bild oben ganz rechts) den Gast begrüßt. Er vertrat den verhinderten Vereinsvorsitzenden Uwe Lüttkopf und erläuterte, dass sie der Verein nicht nur für den Frauenberg einsetzt. In einem Ortsteil von rund 400 Einwohners, in dem es weder Einkaufsmöglichkeit noch Gaststätte gibt, hat sich der Verein das Ziel gesetzt, Leben in den Ortsteil zu bringen. Was die 60 Vereinsmitglieder so alles organisieren ist kaum noch aufzählbar, deshalb seien nur die Höhepunkte, wie Weihnachtsmarkt, Knutfest, Osterfeuer und Denkmalstag genannt. Nach den Ansprachen wurde auf die erfolgreiche Beendigung der diesjährigen Grabungsperiode mit einem Gläschen Sekt angestoßen.
Manfred Kucksch hatte auch weitere erfreuliche Meldungen parat. So soll Ende Oktober eine erste Publikation, ein kleines Heft, über die Grabungsergebnisse in formieren. Im nächsten Jahr soll auf dem Frauenberg ein Infopavillon erreichtet werden, der über erste Grabungsergebnisse berichten soll.
Aber auch Kritik kam von Manfred Kucksch in Richtung Erfurt bzw. Weimar. Er bemängelte, dass die Funde vom Frauenberg nicht in Sondershausen, wenigstens zum Teil, ausgestellt werden. In der Tat, ist es bisher nicht mal gelungen eine richtige längere Fotoausstellung in der Stadt zu organisieren. Es muss doch wohl möglich sein, dass das Landesamt für Denkmalspflege geeignete Fotografien zur Verfügung stellt. Es muss sich keiner wundern, wenn sich vielleicht private Sponsoren rar machen. Welche Sondershäuser Firma will schon Grabungen unterstützen, wenn die Ergebnisse nur Weimar im Bunker liegen.
Sondershausen ist da leider kein Einzelfall. Auch archäologische Funde an der Ortsumgehung Heldrungen sind einfach nur nach Weimar verfrachtet worden. Dort sorgte sogar eine Staatssekretärin, Dr. Eich-Born, für heftigen Unmut, als sie in der Ansprache zur Eröffnung der Ortsumfahrung riet, die Bürger von Heldrungen könnten ja mal nach Weimar fahren, um die Funde betrachten zu können, kn berichtete bereits.
Auch wenn die Funde juristisch gesehen sicher dem Freistaat Thüringen gehören, haben die Regionen, in denen die Funde gemacht wurden, sicher ein großes Anrecht darauf, dass man wenigstens einen Teil der Fundstücke präsentieren kann, um Touristen anzulocken. Vor Ort gezeigt sind sie wirksam, in Weimar gehen sie unter der Vielzahl anderer Objekte teilweise völlig unter. Hier sollte ein Umdenken bei den Verantwortlichen in Erfurt und Weimar erfolgen. Schließlich sollte ja wohl der Tourismus in der Region gestärkt werden.
Und eines ist kn auch noch aufgefallen! Andernorts hätte man über die Grabungen schon eine Homepage zusammengestellt. Da kann man recht kostengünstig schnell Ergebnisse zeigen und informieren. Auch als Schülerprojekt an einer Schule wäre das möglich, wenn die vorhandenen Bilder genutzt werden dürften. Man muss nur vernünftig wollen.
Autor: khhDie Grabungen auf dem Frauenberg zu finanzieren ist keine leichte Aufgabe, auch wenn es vielleicht sogar die bedeutendste Grabungsstätte Thüringens überhaupt ist. Besonders verdient gemacht hat sich der Sondershäuser Heimat- und Geschichtsverein Jechaburg e.V., der intensiv die Grabungen unterstützt.
Der Verein trat an Landtagsmitglied Dorothea Marx (SPD) heran, ob nicht Lottomittel einsetzbar wären. Sie fand in Thüringens Justizminister Dr. Holger Poppenhäger (SPD) einen Fürsprecher, um entsprechende Lottomittel in Höhe 3.000 Euro zu bekommen.
Im Bild Dr. Diethard Walter vom Landesamt für Denkmalspflege, Dorothea Marx, Dr. Holger Poppenhäger, Vereinssprecherin Helga Wenzel und der Vorsitzende des SPD-Ortsverbandes Sondershausen, Wilhelm Schreier bei der Präsentation des symbolischen Schecks. Zuvor hatte Dr. Walter dem Minister recht eindrucksvoll die Grabungsergebnisse erläutert (Grabungsergebnisse). Der Minister zeigte sich beeindruckt, von dem was hier auf dem Berge passiert. In der ersten reihe der Bildergalerie sind die Stellen zu sehen, die dieses Jahr freigesetzt wurden.
Zuvor hatte Manfred Kucksch (Bild oben ganz rechts) den Gast begrüßt. Er vertrat den verhinderten Vereinsvorsitzenden Uwe Lüttkopf und erläuterte, dass sie der Verein nicht nur für den Frauenberg einsetzt. In einem Ortsteil von rund 400 Einwohners, in dem es weder Einkaufsmöglichkeit noch Gaststätte gibt, hat sich der Verein das Ziel gesetzt, Leben in den Ortsteil zu bringen. Was die 60 Vereinsmitglieder so alles organisieren ist kaum noch aufzählbar, deshalb seien nur die Höhepunkte, wie Weihnachtsmarkt, Knutfest, Osterfeuer und Denkmalstag genannt. Nach den Ansprachen wurde auf die erfolgreiche Beendigung der diesjährigen Grabungsperiode mit einem Gläschen Sekt angestoßen.
Manfred Kucksch hatte auch weitere erfreuliche Meldungen parat. So soll Ende Oktober eine erste Publikation, ein kleines Heft, über die Grabungsergebnisse in formieren. Im nächsten Jahr soll auf dem Frauenberg ein Infopavillon erreichtet werden, der über erste Grabungsergebnisse berichten soll.
Aber auch Kritik kam von Manfred Kucksch in Richtung Erfurt bzw. Weimar. Er bemängelte, dass die Funde vom Frauenberg nicht in Sondershausen, wenigstens zum Teil, ausgestellt werden. In der Tat, ist es bisher nicht mal gelungen eine richtige längere Fotoausstellung in der Stadt zu organisieren. Es muss doch wohl möglich sein, dass das Landesamt für Denkmalspflege geeignete Fotografien zur Verfügung stellt. Es muss sich keiner wundern, wenn sich vielleicht private Sponsoren rar machen. Welche Sondershäuser Firma will schon Grabungen unterstützen, wenn die Ergebnisse nur Weimar im Bunker liegen.
Sondershausen ist da leider kein Einzelfall. Auch archäologische Funde an der Ortsumgehung Heldrungen sind einfach nur nach Weimar verfrachtet worden. Dort sorgte sogar eine Staatssekretärin, Dr. Eich-Born, für heftigen Unmut, als sie in der Ansprache zur Eröffnung der Ortsumfahrung riet, die Bürger von Heldrungen könnten ja mal nach Weimar fahren, um die Funde betrachten zu können, kn berichtete bereits.
Auch wenn die Funde juristisch gesehen sicher dem Freistaat Thüringen gehören, haben die Regionen, in denen die Funde gemacht wurden, sicher ein großes Anrecht darauf, dass man wenigstens einen Teil der Fundstücke präsentieren kann, um Touristen anzulocken. Vor Ort gezeigt sind sie wirksam, in Weimar gehen sie unter der Vielzahl anderer Objekte teilweise völlig unter. Hier sollte ein Umdenken bei den Verantwortlichen in Erfurt und Weimar erfolgen. Schließlich sollte ja wohl der Tourismus in der Region gestärkt werden.
Und eines ist kn auch noch aufgefallen! Andernorts hätte man über die Grabungen schon eine Homepage zusammengestellt. Da kann man recht kostengünstig schnell Ergebnisse zeigen und informieren. Auch als Schülerprojekt an einer Schule wäre das möglich, wenn die vorhandenen Bilder genutzt werden dürften. Man muss nur vernünftig wollen.















