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Do, 10:33 Uhr
23.09.2010

Liegen Sie im Schnitt?

Auch wir Thüringer werden immer älter. Das ist nicht nur schlechthin eine Aussage, sondern wird belegt durch hieb- und stichfeste Zahlen. Der „Durchschnitts-Thüringer“ war Ende 2009 genau...

Grafik (Foto: TLS) Grafik (Foto: TLS)

Die Thüringer Bevölkerung war Ende 2009 durchschnittlich 45,6 Jahre alt. Um 4 Monate ist das Durchschnittsalter im vergangenen Jahr auf Grund niedriger Geburtenzahlen und eines negativen Wanderungssaldos angestiegen. Die weitere Zunahme der Lebenserwartung hatte daran keinen messbaren Anteil. Mit 47,4 Jahren waren die Frauen im Durchschnitt um 3,6 Jahre älter als die Männer (43,8 Jahre). Der Unterschied zwischen den Geschlechtern verringerte sich um 0,1 Jahr.

Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik lebt die jüngste Bevölkerung in den beiden Universitätsstädten Jena (42,4 Jahre) und Weimar (43,3). Waren die Jenaer die jüngsten Thüringer, so müssen sich die Suhler mit 48,2 Jahren als die älteste Bevölkerung einer Region (Landkreis oder kreisfreie Stadt) in Thüringen bezeichnen lassen. Nach Weimar folgt auf dem drittjüngsten Platz der regionalen Durchschnittsalter-Skala der Landkreis Eichsfeld mit 43,6 Jahren (siehe Grafik).

Seit Ende 1991, d.h. in 18 Jahren, ist das Durchschnittsalter der Thüringer Bevölkerung um 7,3 Jahre gestiegen, das der Männer um 7,8 und das der Frauen um genau 7,0 Jahre. Dieser Prozess verlief in den (Kreis-)Regionen des Landes mehr oder weniger schnell. Am geringsten stieg das Durchschnittsalter in Weimar (+ 4,5 Jahre) und Jena (+ 4,9 Jahre) an.
Die Einwohner Weimars lagen im Dezember 1991 mit ihren durchschnittlich 38,7 Jahren noch über dem Alter des Durchschnittsthüringers (38,3 Jahre); während die Jenaer schon damals 0,7 Jahre jünger waren.

Die kreisfreien Städte haben sowohl die jüngste (in Jena, Weimar und Erfurt) als auch die älteste Thüringer Bevölkerung (Suhl und Gera). Die Stadt Suhl hatte im Jahr 1991 mit 36,3 Jahren noch die zweitjüngste (Kreis-)Bevölkerung im Land - nach dem Landkreis Eichsfeld (35,6 Jahre). In 18 Jahren alterten die Suhler Einwohner im Durchschnitt um 11,9 Jahre - jeweils zu 50 Prozent verteilt in den zwei 9-Jahres-Abschnitten. Demgegenüber alterten die Eichsfelder in diesem Zeitraum um 8,0 Jahre (Thüringer-Durchschnitt: 7,3 Jahre) und nehmen mit 43,6 Jahren nun den 3. Platz im Alters-Regionen-Ranking ein.

Deutlich spürbare Veränderungen in der Altersstruktur gab es auch in Gera. Hier stieg das Durchschnittsalter seit Ende 1991 um 9,6 Jahre - vom 37,8 auf 47,4 Jahre - was einen 'Abstieg' in der Altersskala vom 5. auf den 20. Platz bedeutete.
Autor: nnz

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Kommentare
H.Buntfuß
23.09.2010, 13:04 Uhr
Lebensalter steigt?
In dieser Angelegenheit würde mich einmal interessieren, wie es aussieht, wenn man die Gruppen nach ihrer beruflichen Tätigkeit erfasst.

So zum Beispiel: Beamte, Staatsangestellte, Angestellte der Wirtschaft, Banken und Versicherungen und zum Schluss die verschiedenen Berufsgruppen die ihr Geld durch körperliche Arbeit verdienen.

Bauarbeiter, Werftarbeiter, Metallarbeiter, nicht zu vergessen die ganzen Handwerker.
Luftikus
23.09.2010, 20:42 Uhr
Auslegungssache
Nicht die Thüringer werden älter, sondern die Jungen wanderten ab und fehlen. Die Einen nennen es vergreisen der Landschaften, die Anderen älter werden der Einwohner. Ist halt nur Statistik.
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