Mi, 23:20 Uhr
29.09.2010
Über Kindeswohl beraten
In Kinder- Reha- Klinik von Bad Frankenhausen trafen sich heute Vertreter/ -innen aus der Gesundheitshilfe, wie Kinder-, Haus-, Not- und Frauenärzte, Hebammen, Psychiater, aber auch Polizeibeamte, Familienrichter, Lehrer/- innen, Erzieher/- innen und Vertreter/-innen der Jugendhilfe um über das Thema Kindeswohl zu beraten...
Durch das große Interesse an den Kinderschutztagungen der letzten Jahre hat sich das Jugendamt des Kyffhäuserkreises wieder dazu entschlossen, auch in diesem Jahr wieder eine Tagung (die dritte) unter dem Motto "Kinderschutzfälle interdisziplinär verstehen und beraten- praktisches Fallverstehen" zu organisieren.
Bei der Planung dieser Veranstaltung wurde der Wunsch der Teilnehmer/ -innen im letzten Jahr berücksichtigt, mehr Workshoparbeit und Praxisanteile in die Tagung einfließen zu lassen. In der Kinderschutzarbeit müssen oftmals Entscheidungen mit weitreichenden Konsequenzen getroffen werden. Deshalb werden in den sozialen Diensten der Jugendämter, aber auch in den Einrichtungen des Gesundheitswesens verstärkt Kindeswohlgefährdungseinschätzverfahren und -instrumente angewandt. Zweck solcher Assessment- und Diagnosetools ist es, den Fachkräften ein der Rechtssicherheit dienendes und verbindliches Verfahrens- und Dokumentationssystem in die Hand zu geben. Damit sollen professionelle Anamnese- und Diagnosefehler verringert und Kinderschutzfälle sorgsamer als bisher beurteilt werden können.
Als erfahrener und kompetenter Referent konnte der Dipl. Sozialpädagoge Kay Biesel (Bildergalerie) von der Alice Salomon Hochschule aus Berlin / Kronberger Kreis für Qualitätsentwicklung e.V. gewonnen werden.
Keine Angst, die Teilnehmer an der Veranstaltung, wie hier die Thüringer Sozialministerin Heike Taubert (SPD) mussten nicht vom Notenblatt absingen. Es wurde nur praktischerweise, in Ermangelung eines Redenerpultes, der Notenständer der Musiker genutzt. Für die musikalische Umrahmung hatten Maria Henneberg und Ronald Uhlig gesorgt.
Die Veranstaltung hatte Thüringens Sozialministerin Heike Taubert eröffnet. Ihr war wichtig, so die Ministerin, sich mit der Materie des Kinderschutzes näher vertraut zu machen. Zuvor hatte sie gewürdigt, dass der Kinderschutz im Kyffhäuserkreis in guten Händen sei.
Anschließend ging sie auch auf das Problem Aufarbeitung der Kindermaßnahmen in der ehemaligen DDR ein. Dabei sollten mehr die Aufarbeitung der Probleme im Vordergrund stehen und nicht so sehr der ruf nach Entschädigungen. Im weiteren ging sie auch auf die Problematik qualifiziertes Führungszeugnis ein und forderte ein Gleichbehandlung aller Vertreter, die mit Kinder- und Jugendarbeit zu tun haben. Dazu sagte sie:
Sie wolle diese Problematik auch mit Ministerkollegen Kultusminister Christoph Matschie bereden.
Anschließend ergriff die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses des Kreistages, Cornelia Kraffzick das Wort. Sie dankte der Friedrich Ebert Stiftung, dass die Veranstaltung finanziell unterstützt wird. Im weiteren Verlauf ging sie auf die Problematik ein, dass manche Eltern mit der Erziehung heillos überfordert seien. Sie machte dabei klar, dass in solchen Fällen der Staat das Wohl des Kindes schützen müsse. Sie warnte eindringlich davor, die Mittel für den Kinder- und Jugendschutz zu kürzen. Sie sagte wörtlich:
Nach dem Fachvortrag von Kay Bisel, zuog man sich in verschiedene Workshops zurück. Im Anschluss an den Fachvortrag und der Workshoparbeit gab es von 17:00 - 18:00 Uhr eine offene Podiumsdiskussion mit geladenen Gästen aus Politik und Jugendhilfe zum Thema "Arme Region- arme Kinder- ohne Schutz? - Kinderschutz darf nicht abhängig sein von der kommunalen Finanzsituation".
Autor: khhDurch das große Interesse an den Kinderschutztagungen der letzten Jahre hat sich das Jugendamt des Kyffhäuserkreises wieder dazu entschlossen, auch in diesem Jahr wieder eine Tagung (die dritte) unter dem Motto "Kinderschutzfälle interdisziplinär verstehen und beraten- praktisches Fallverstehen" zu organisieren.
Bei der Planung dieser Veranstaltung wurde der Wunsch der Teilnehmer/ -innen im letzten Jahr berücksichtigt, mehr Workshoparbeit und Praxisanteile in die Tagung einfließen zu lassen. In der Kinderschutzarbeit müssen oftmals Entscheidungen mit weitreichenden Konsequenzen getroffen werden. Deshalb werden in den sozialen Diensten der Jugendämter, aber auch in den Einrichtungen des Gesundheitswesens verstärkt Kindeswohlgefährdungseinschätzverfahren und -instrumente angewandt. Zweck solcher Assessment- und Diagnosetools ist es, den Fachkräften ein der Rechtssicherheit dienendes und verbindliches Verfahrens- und Dokumentationssystem in die Hand zu geben. Damit sollen professionelle Anamnese- und Diagnosefehler verringert und Kinderschutzfälle sorgsamer als bisher beurteilt werden können.
Als erfahrener und kompetenter Referent konnte der Dipl. Sozialpädagoge Kay Biesel (Bildergalerie) von der Alice Salomon Hochschule aus Berlin / Kronberger Kreis für Qualitätsentwicklung e.V. gewonnen werden.
Keine Angst, die Teilnehmer an der Veranstaltung, wie hier die Thüringer Sozialministerin Heike Taubert (SPD) mussten nicht vom Notenblatt absingen. Es wurde nur praktischerweise, in Ermangelung eines Redenerpultes, der Notenständer der Musiker genutzt. Für die musikalische Umrahmung hatten Maria Henneberg und Ronald Uhlig gesorgt.
Die Veranstaltung hatte Thüringens Sozialministerin Heike Taubert eröffnet. Ihr war wichtig, so die Ministerin, sich mit der Materie des Kinderschutzes näher vertraut zu machen. Zuvor hatte sie gewürdigt, dass der Kinderschutz im Kyffhäuserkreis in guten Händen sei.
Anschließend ging sie auch auf das Problem Aufarbeitung der Kindermaßnahmen in der ehemaligen DDR ein. Dabei sollten mehr die Aufarbeitung der Probleme im Vordergrund stehen und nicht so sehr der ruf nach Entschädigungen. Im weiteren ging sie auch auf die Problematik qualifiziertes Führungszeugnis ein und forderte ein Gleichbehandlung aller Vertreter, die mit Kinder- und Jugendarbeit zu tun haben. Dazu sagte sie:
Sie wolle diese Problematik auch mit Ministerkollegen Kultusminister Christoph Matschie bereden.
Anschließend ergriff die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses des Kreistages, Cornelia Kraffzick das Wort. Sie dankte der Friedrich Ebert Stiftung, dass die Veranstaltung finanziell unterstützt wird. Im weiteren Verlauf ging sie auf die Problematik ein, dass manche Eltern mit der Erziehung heillos überfordert seien. Sie machte dabei klar, dass in solchen Fällen der Staat das Wohl des Kindes schützen müsse. Sie warnte eindringlich davor, die Mittel für den Kinder- und Jugendschutz zu kürzen. Sie sagte wörtlich:
Nach dem Fachvortrag von Kay Bisel, zuog man sich in verschiedene Workshops zurück. Im Anschluss an den Fachvortrag und der Workshoparbeit gab es von 17:00 - 18:00 Uhr eine offene Podiumsdiskussion mit geladenen Gästen aus Politik und Jugendhilfe zum Thema "Arme Region- arme Kinder- ohne Schutz? - Kinderschutz darf nicht abhängig sein von der kommunalen Finanzsituation".











