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Mo, 10:24 Uhr
04.10.2010

Auf niedrigem Niveau

An den Thüringer Gerichten wurden im Jahr 2009 insgesamt 22 301 Personen rechtskräftig verurteilt. Wie hoch war dabei der Anteil der Ausländer und wie sieht der Trend - über Jahre hinweg betrachtet - aus?

Grafik (Foto: TLS) Grafik (Foto: TLS)

Verurteilt wurden 1.168 Ausländer oder Staatenlose. Die Ausländerkriminalität spielt in Thüringen somit eine eher untergeordnete Rolle. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, hatten lediglich fünf Prozent aller Verurteilten keine deutsche Staatsbürgerschaft. Zum Vergleich: Der Ausländeranteil der Verurteilten bundesweit lag im Jahr 2008 bei knapp 22 Prozent. Der Anteil der Ausländer an allen Verurteilten war im Jahr 2009 der geringste seit Einführung der Thüringer Strafverfolgungsstatistik im Jahr 1997.

Die verurteilten Ausländer standen vor allem wegen Diebstahlsdelikten (22 Prozent der verurteilten Ausländer), wegen anderer Vermögens- und Eigentumsdelikte (18 Prozent) sowie wegen Verstößen gegen das Asylverfahrensgesetz und das Aufenthaltsgesetz (13 Prozent) vor Gericht.

Von den verurteilten Nichtdeutschen besaßen 508 Personen eine europäische Staatsbürgerschaft, 343 Verurteilte waren Asiaten und 109 Afrikaner. Mit jeweils 84 Verurteilten waren die russischen und die türkischen sowie mit 67 Verurteilten die polnischen Mitbürger am häufigsten vertreten. Ein Viertel aller verurteilten Ausländer war noch keine 25 Jahre alt.

Ein Vergleich mit dem Ausländeranteil an der Wohnbevölkerung wäre irreführend, da auch straffällig gewordene ausländische Touristen und illegal in Deutschland lebende Personen bei einer Verurteilung in der Statistik enthalten sind.
Autor: nnz

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