Sa, 10:14 Uhr
09.10.2010
Kn-Kommentar: Hundesteuer
Die Erhöhung der Hundesteuer in Sondershausen beschäftigt die Bürger von Sondershausen doch erheblich...
An kn wurde im Nachgang zu diesem Stadtratbeschluss meist zwei Fragen gestellt:
Viele Redner hatten hervorgehoben, dass gerade Hunde wichtige soziale Funktionen zu erfüllen haben. Egal ob für Kinder, oder noch viel öfter für ältere Personen deren Kinder oft schon aus dem Haus sind (und im Rahmen des demografischen Wandels die Region verlasen haben). Der Bürgermeister sagte es in der Diskussion so treffend, das letzte Kind hat ein Fell.
Fast alle Vertreter sprachen von moderater Erhöhung. Einige Leser haben aber in Gesprächen mit kn die Frage gestellt, wenn man sozial ausgewogen agieren wollte, warum kam nicht von einem Stadtrat die Forderung bzw. der Antrag, für Rentner und Sozialhilfeempfänger (Harzt IV) diesen Beitrag in gleicher Höhe zu lassen? Das wäre sozial ausgewogener gewesen, als die jetzige Satzung.
Diese Frage gibt kn mal an die Stadträte weiter. Und einen Tipp hat kn noch parat. Wenn über die Höhe der Hundesteuer für gefährliche Hunde entschieden wird, könnte das Thema Sozialverträglichkeit nochmals zu überdacht werden.
Gefragt wurde kn auch, ob die rund 18.000 Euro mehr im Haushalt eigentlich etwas bewirken können. Auf den ersten Blick könnte man meinen, nein, bei einem Haushaltsminus von rund drei Millionen Euro.
Auf der anderen Seite muss man aber auch sagen, in Verbindung mit Fördergeldern kann diese Summe sehr hilfreich sein. Es gibt durchaus Fördermöglichkeiten, die zu 90 Prozent gefördert werden. Da ja bei den meisten Fördermitteln ein Eigenanteil der Stadt notwendig ist, kann man bei einer 90 prozentigen Förderung immerhin mit 18.000 Euro eine Fördersumme von 1620.000 Euro abgreifen. Und mit 180.000 Euro kann man doch schon eine ganze Menge anstellen.
Diese o.g. Tatsache sollte die Stadträte nicht davon abhalten, über eine sozialverträglichere Lösung nachzudenken, meint kn.
Karl-Heinz Herrmann
Autor: khhAn kn wurde im Nachgang zu diesem Stadtratbeschluss meist zwei Fragen gestellt:
Viele Redner hatten hervorgehoben, dass gerade Hunde wichtige soziale Funktionen zu erfüllen haben. Egal ob für Kinder, oder noch viel öfter für ältere Personen deren Kinder oft schon aus dem Haus sind (und im Rahmen des demografischen Wandels die Region verlasen haben). Der Bürgermeister sagte es in der Diskussion so treffend, das letzte Kind hat ein Fell.
Fast alle Vertreter sprachen von moderater Erhöhung. Einige Leser haben aber in Gesprächen mit kn die Frage gestellt, wenn man sozial ausgewogen agieren wollte, warum kam nicht von einem Stadtrat die Forderung bzw. der Antrag, für Rentner und Sozialhilfeempfänger (Harzt IV) diesen Beitrag in gleicher Höhe zu lassen? Das wäre sozial ausgewogener gewesen, als die jetzige Satzung.
Diese Frage gibt kn mal an die Stadträte weiter. Und einen Tipp hat kn noch parat. Wenn über die Höhe der Hundesteuer für gefährliche Hunde entschieden wird, könnte das Thema Sozialverträglichkeit nochmals zu überdacht werden.
Gefragt wurde kn auch, ob die rund 18.000 Euro mehr im Haushalt eigentlich etwas bewirken können. Auf den ersten Blick könnte man meinen, nein, bei einem Haushaltsminus von rund drei Millionen Euro.
Auf der anderen Seite muss man aber auch sagen, in Verbindung mit Fördergeldern kann diese Summe sehr hilfreich sein. Es gibt durchaus Fördermöglichkeiten, die zu 90 Prozent gefördert werden. Da ja bei den meisten Fördermitteln ein Eigenanteil der Stadt notwendig ist, kann man bei einer 90 prozentigen Förderung immerhin mit 18.000 Euro eine Fördersumme von 1620.000 Euro abgreifen. Und mit 180.000 Euro kann man doch schon eine ganze Menge anstellen.
Diese o.g. Tatsache sollte die Stadträte nicht davon abhalten, über eine sozialverträglichere Lösung nachzudenken, meint kn.
Karl-Heinz Herrmann