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Mo, 15:35 Uhr
11.10.2010

Knappes Publikum

Am vergangenen Freitagabend (8. Oktober) gastierten Eileen Rose und Rich Gilbert aus Nashville, Tennesee, USA in der Eingangshalle des Panorama Museums. Wie das Konzert verlief, berichtet Fred Böhme vom Panoramamuseum Bad Frankenhausen...

Schon ihr Wohnort ist Ausdruck ihrer musikalischen Orientierung, denn schließlich wird wohl kaum ein Bluesmusiker seine musikalische Heimat in diesem "Disneyland der Countrymusik" - wie Eileen ihre Wahlheimat während ihres Auftrittes ironisch bezeichnete - suchen. Vorab sei angemerkt, ungeachtet der vielen Countryfreunde auch in unserer Region, die die bodenständige Countrymusik, erst recht die aus Nashville sehr schätzen - nicht zufällig werden zu Festen der verschiedenen Reiterhöfe bevorzugt Countrymusiker eingeladen oder auch in unserer Gegend tummeln sich eine Reihe Vereine, die sich dem Squaredance verschrieben haben, war die Resonanz auf dieses Konzert mit gerade mal 35 zahlenden Besuchern enttäuschend gering.

Ferienbeginn und das Fußballqualifikationsspiel für die kommende EM waren vielen Konzertfreunden dieses Mal womöglich wichtiger, leider, denn das Duo servierte eine Countrymelange, die sehr traditionell daher kam und nur selten alternativ klang. Es überwogen diese dem Nashville-Stil verpflichteten sentimental-melancholischen Balladen, die aufgelockert wurden durch rumplige Honky-Tonk-Nummern. Ab und an blitzten allerdings auch schöne Folkstücke auf oder auch Referenzen an bekannte Vorbilder wie an Gram Parsons, Willie Nelson oder zuletzt mit einer schön galoppierenden Rockabillie-Nummer an Johnny Cash bereicherten das Repertoire der beiden.

Eileen Rose und Rich Gilbert  (Foto: Panorama Museum Bad Frankenhausen) Eileen Rose und Rich Gilbert (Foto: Panorama Museum Bad Frankenhausen) Den Gesangspart übernahm zumeist Eileen, die dazu auf der akustischen Gitarre den Rhythmus spielte, während Rich mit seinem virtuosen Spiel auf der elektrischen Gitarre besondere Glanzpunkte setzte. Instrumental war das sicher keine besonders große Klangvielfalt, dennoch gelang es Rich immer wieder durch fingerflinke Saitenspielereien sein Publikum zu fesseln. Ihre nicht besonders modulationsfähige, dennoch kraftvolle Stimme setzte Eileen mitunter recht expressiv ein, gab sich herb-kantig und nutzte nur teilweise ihre ganzen Möglichkeiten der gesanglichen Nuancierung aus.

Das gelang ihr am ehesten bei einigen Stücken ihrer letzten CD "Luna Turista" wie "Sad Ride Home"oder "Third Time´s A Carme 5 Silver Ladle", wobei hin und wieder Rich sie auch gesanglich etwas unterstützte. Und es waren zumeist auch gerade diese Stücke ihrer letzten CD, die dem Abend musikalisch substantiell aus dem Nashville-Einerlei heraushoben und eine individuelle Note gaben. Das aber die auf die Duoform reduzierte Auftrittsvariante natürlich nicht das Klangspektrum und damit die Intensität ihrer letzten CD-Produktion erreichen konnte war nur logisch
Fred Böhme
Autor: khh

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