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Do, 11:54 Uhr
14.10.2010

In Greußen und Bad Frankenhausen aktiv

Rund 300 Jugendliche nahmen an den Jugendpräventionstagen in diesem Jahr teil, das geht aus einem Bericht des Landratsamtes Kyffhäuserkreis hervor...

In diesem Jahr wurden die Jugendpräventionstage in Greußen im Kulturhaus und in Bad Frankenhausen im Domizil, einer Einrichtung des Jugendhilfe- und Fördervereines e. V., durchgeführt. 300 Schüler und Schülerinnen hatten an diesen Tagen die Möglichkeit, sich mit präventiven Themen zum Jugendschutz zu befassen und vor allem auch Fragen zu stellen, die in der Umgebung "Schule" oft nicht genügend Raum haben. Die Jugendpräventionstage sollen als Orte des Ausprobierens, Testens, Erfahrungssammelns und Kennenlernens verstanden werden und Jugendlichen einen Einblick vermitteln, welche Fachkräfte für welche Aufgaben verantwortlich sind und wohin sie sich in einem Notfall wenden können. "Es ist immer einfacher, mit jemandem Kontakt aufzunehmen, dem man ein Gesicht zuordnen kann. Das nimmt viele Schwellenängste" unterstreicht Jugendamtsleiterin Sabine Bräunicke den Vorteil des persönlichen Kontaktes.

Der Startschuss zu den Jugendpräventionstagen wurde voriges Jahr erstmalig in Sondershausen im Carl-Schroeder-Saal gegeben. Dort konnten sich die Sondershäuser Schüler und Schülerinnen der 7./8.und 9. Klassen an verschiedenen Stationen zu den Themen: Gesundheitserziehung, Drogen- u. Suchtaufklärung, Sexualerziehung, Medienerziehung und Gewaltprävention aktiv beteiligen.

Aufgrund der guten Resonanz und dem Wunsch nach Fortführung hatte sich das Jugendpräventionsteam für Kinder und Jugendliche im Kyffhäuserkreises unter Federführung der Jugendschutzbeauftragten des Jugendamtes entschlossen, die Jugendpräventionstage auf den Landkreis auszuweiten und jährlich an verschiedenen Standorten die 8. Klassenstufen einzuladen.

Auch in diesem Jahr eröffnete Sozialdezernent Georg Schäfer die Veranstaltung und ermutigte die Jugendlichen, diese Tage zu nutzen und sich aktiv an allen Ständen zu beteiligen, um neue Impulsen und Denkanstöße mitzunehmen. Diesem Aufruf folgten die Teilnehmer/innen gern und stürzten sich mit viel Interesse auf die Vielfalt der Themen.

So konnte mit den Bereichsjugendpflegern vor Ort zum Thema Fremdenfeindlichkeit und Vorurteile kritisch diskutiert werden und so manch Jugendlicher musste bei der Beurteilung von Fotografien die Erfahrung machen, dass das eigene Denken oft sehr "vorurteilsbehaftet" ist. Durch dieses "bewusst werden" der eigenen Unzulänglichkeiten kamen doch viele ins Grübeln und wurden vorsichtiger bei ihren Einschätzungen. Ein wichtiger Schritt in Sachen Toleranzerziehung.

Wissbegierig wurde auch der interaktive Stand mit den Mitarbeiterinnen der Schwangerschafts(konflikt)beratungsstelle der Starthilfe Sondershausen e. v. zur Thematik Sexualität, Verhütung und Aids angenommen. Hier konnten die Jugendlichen viel zur schwankenden Gefühlswelt in der Pubertät erfahren und ihr Wissen zur Problematik Aufklärung und geschützter Geschlechtsverkehr erweitern.

Aber auch der vernünftige Umgang mit Alkohol war ein Thema, was durch den Einsatz des Rauschbrillenparcours durch Mitarbeiter/innen vom Kreisjugendring und Jugendamt verdeutlicht werden sollte, und welcher mit einem Quiz und einer alkoholfreien Cocktailmischung der Suchtberatungsstelle der Diakonie noch untermauert wurde. Ebenso hielt die Mitarbeiterin der Polizei eine Alkoholtestung parat und machte auf die Gefahren im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss aufmerksam.

Das große Thema Gesundheitserziehung, welchem sich in Greußen das Gesundheitsamt und in Bad Frankenhausen die IKK classic widmete, brachte die Jugendlichen hinsichtlich gesunder Ernährung und ordentlicher Zahnpflege zum Nachdenken. In Bad Frankenhausen wurde mit der IKK classic ein gesundes Buffet zubereitet, welches sich die Jugendlichen dann schmecken ließen.

Ganz große Themen, die sicherlich noch mehr Vertiefung bedürfen, sind die Medienerziehung und die Gewaltprävention. Bei dem Stand der Medienerziehung, den die Mitarbeiter des Jugendamtes betreuten, wurde spezifisch auf das Verhalten im Internet, insbesondere in Chatrooms und auf Plattformen wie Schüler VZ eingegangen , wobei auch deutlich wurde, dass doch nur wenige Jugendliche über die Gefahren im Netz aufgeklärt sind und Cyber- Mobbing/ Bullying (in Jugendsprache: jemanden dumm machen im Internet) relativ weit verbreitet ist und von den Jugendlichen verharmlost wird. Am Stand der Gewaltprävention, der von einem Mitarbeiter des Kinder- und Jugendschutzdienst der Diakonie durchgeführt wurde, stand das Thema "Gewalt und Konflikte friedlich lösen" im Mittelpunkt.

Bevor im nächsten Jahr die Jugendpräventionstage in die 3. Runde gehen, soll an dieser Stelle noch einmal allen Fachkräften ganz herzlich gedankt werden, insbesondere auch dem Jugendhilfe- und Förderverein e. V. für die Bereitstellung der Räumlichkeiten.
Autor: khh

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