Do, 14:10 Uhr
21.10.2010
SDH Wirtschaftsforum mit Profil (3)
Beim 6. Sondershäuser Wirtschaftsforum wurde nicht nur referiert, sondern auch im Forum diskutiert, angekündigt dabei ein Zukunftsatlas für Thüringen. Hier einige Meinungen...
Auf die Industriegroßflächen angesprochen sagte Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD), dass es nicht wieder passieren darf, dass ein Großinvestor (BMW nach Sachsen) in Thüringen nicht ausreichend Industriefläche angeboten werden kann. Dabei mahnte er allerdings auch die Wirtschaft (hinsichtlich der Förderung), alles was wir jetzt investiert haben, wird ab 2014 schwierig werden mit Förderungen auf die Reihe zu bringen
Auf die Frage der Bürokratie angesprochen nahm er auch das Landesverwaltungsamt aufs Korn. Hinsichtlich der Anfragen müsse dort schneller reagiert werden. Es kann und darf nicht sein, dass gar Anfragen nicht beantwortet werden.
Auch in der Diskussion unterstrich Minister nochmals ausdrücklich, wir brauchen ein neue Lohnpolitik, um auch auf diesem Gebiet das Abwandern von Fachkräften aus der Region zu verhindern. Er bekräftigte nochmals, dass allein rund 12 Millionen in die Verbundausbildung gesteckt werden. Zeigte sich aber auch besorgt, dass in bestimmten Berufen rund 23 Prozent die Lehre abbrechen.
In der Diskussion kündigte Machnig auch einen Zukunftsatlas für Thüringen an. Schwerpunkte dabei was aufgenommen werden kann sind guter Logistik, vorhandene Fachkräfte und auch hervorragende weiche Wirtschaftsfaktoren. Auf das Problem angesprochen, das häufig von Wirtschaftsunternehmen nur entlang der A4 abgesiedelt wird (Monika Lambrecht: wir brauchen Zukunftspotential, nicht nur entlang der A4 angelegt), sagte er, er könne nicht verantworten, einem Investor zu sagen, gehe mal nicht in die Nähe der A4, ich gebe Dir dafür fünf Prozent mehr Förderung.
Die Region muss daher sich selbst mit der Kreation innovativer Produkte helfen. Er werde dabei innovative nachhaltige Gründungen besser unterstützen als allgemeine Wirtschaftsprojekte. Wir brauchen innovative Produkte in Thüringen, so die klare Ansage.
In dieser Hinsicht mahnte er auch die Unternehmer an, wichtige große Projekte müssen mit einem Schreiben über den Minister laufen! Er habe sehr gute Referatsleiter, aber die großen Entscheidungen will er sich nicht aus der Hand nehmen lassen.
In einem Punkt düpierte der Minister aber dann doch noch die anwesenden Unternehmer, Politiker und Behördenvertreter. Er fragte schlicht, wer denn den wichtigen News-Letter des Ministers kenne. Nicht mal zwei Hand voll Armhebungen gab es in dem fast vollbesetzten Carl-Schroeder-Saal von Sondershausen. Zu beziehen ist er über die Homepage des Wirtschaftsminister (www.wir-thueringen.de).
In der Diskussion verwies Steuerberater Gerhard Lambrecht darauf, dass es der Region an Marketing fehle und Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) ergänzte allerdings, wir sind besser als unser Ruf. Zum Abschluss brachte Bürgermeister Kreyer sehr gekonnt einen abgewandelten Spruch an den Mann: Musik und Salz, Gott erhalts, auf die Frage, was er sich für Nordthüringen wünscht.
Autor: khhAuf die Industriegroßflächen angesprochen sagte Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD), dass es nicht wieder passieren darf, dass ein Großinvestor (BMW nach Sachsen) in Thüringen nicht ausreichend Industriefläche angeboten werden kann. Dabei mahnte er allerdings auch die Wirtschaft (hinsichtlich der Förderung), alles was wir jetzt investiert haben, wird ab 2014 schwierig werden mit Förderungen auf die Reihe zu bringen
Auf die Frage der Bürokratie angesprochen nahm er auch das Landesverwaltungsamt aufs Korn. Hinsichtlich der Anfragen müsse dort schneller reagiert werden. Es kann und darf nicht sein, dass gar Anfragen nicht beantwortet werden.
Auch in der Diskussion unterstrich Minister nochmals ausdrücklich, wir brauchen ein neue Lohnpolitik, um auch auf diesem Gebiet das Abwandern von Fachkräften aus der Region zu verhindern. Er bekräftigte nochmals, dass allein rund 12 Millionen in die Verbundausbildung gesteckt werden. Zeigte sich aber auch besorgt, dass in bestimmten Berufen rund 23 Prozent die Lehre abbrechen.
In der Diskussion kündigte Machnig auch einen Zukunftsatlas für Thüringen an. Schwerpunkte dabei was aufgenommen werden kann sind guter Logistik, vorhandene Fachkräfte und auch hervorragende weiche Wirtschaftsfaktoren. Auf das Problem angesprochen, das häufig von Wirtschaftsunternehmen nur entlang der A4 abgesiedelt wird (Monika Lambrecht: wir brauchen Zukunftspotential, nicht nur entlang der A4 angelegt), sagte er, er könne nicht verantworten, einem Investor zu sagen, gehe mal nicht in die Nähe der A4, ich gebe Dir dafür fünf Prozent mehr Förderung.
Die Region muss daher sich selbst mit der Kreation innovativer Produkte helfen. Er werde dabei innovative nachhaltige Gründungen besser unterstützen als allgemeine Wirtschaftsprojekte. Wir brauchen innovative Produkte in Thüringen, so die klare Ansage.
In dieser Hinsicht mahnte er auch die Unternehmer an, wichtige große Projekte müssen mit einem Schreiben über den Minister laufen! Er habe sehr gute Referatsleiter, aber die großen Entscheidungen will er sich nicht aus der Hand nehmen lassen.
In einem Punkt düpierte der Minister aber dann doch noch die anwesenden Unternehmer, Politiker und Behördenvertreter. Er fragte schlicht, wer denn den wichtigen News-Letter des Ministers kenne. Nicht mal zwei Hand voll Armhebungen gab es in dem fast vollbesetzten Carl-Schroeder-Saal von Sondershausen. Zu beziehen ist er über die Homepage des Wirtschaftsminister (www.wir-thueringen.de).
In der Diskussion verwies Steuerberater Gerhard Lambrecht darauf, dass es der Region an Marketing fehle und Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) ergänzte allerdings, wir sind besser als unser Ruf. Zum Abschluss brachte Bürgermeister Kreyer sehr gekonnt einen abgewandelten Spruch an den Mann: Musik und Salz, Gott erhalts, auf die Frage, was er sich für Nordthüringen wünscht.


