Di, 15:44 Uhr
26.10.2010
Bericht vom Stammtisch
Oberstleutnant Klaus Glaab war Gast des letzten SPD-Stammtisches in Sondershausen. Dazu erreichte kn folgender Bericht...
Der SPD-Ortsverein Sondershausen hatte für seinen Oktober-Stammtisch den Standortältesten der Karl-Günther-Kaserne Sondershausen , Oberstleutnant Klaus Glaab eingeladen. Man wollte über das Thema Bundeswehr in Sondershausen, sowie die Wehrpflichtdebatte und die damit verbundene Standortdiskussion in einem gegenseitigen Gedankenaustausch diskutieren.
Zu Beginn zeigte der Oberstleutnant seinen persönlichen Werdegang in der Bundeswehr auf, welcher ihn und seine Familie dann schließlich nach Sondershausen führte. Auch die Erlebnisse während seiner Einsätze in Bosnien und in Afghanistan schilderte der Oberstleutnant eindrucksvoll.
Die Diskussion zum Standort der Bundeswehr in Sondershausen wurde danach sehr leidenschaftlich geführt. Zu Beginn stellte Oberstleutnant Glaab den militärischen Nutzen der Karl-Günther-Kaserne in den Mittelpunkt. So wurden in den letzten Jahren rund 50 Millionen Euro in die Sanierung und Modernisierung des Kasernengeländes und die umliegende Infrastruktur (Standortübungsplatz, Eisenbahnverladerampe etc.) investiert, von denen ca. 85 % an Unternehmen und Firma aus der Region vergeben wurden. Mit 960 Soldaten und zivilen Mitarbeitern ist die Kaserne derzeit an der Grenze der Auslastung. Von diesen 960 Soldaten und zivilen Mitarbeitern leben und wohnen rund die Hälfte dauerhaft mit ihren Familien in der Stadt Sondershausen und der Region. Diese Zahlen bedeuten nicht nur einen Wirtschaftsfaktor den die Kaserne vor Ort hat, sondern auch einen wichtigen gesellschaftlichen Aspekt.
Einig waren sich alle Beteiligten, dass Bundeswehr und Bevölkerung sehr gut miteinander leben und voneinander profitieren können.
Umso wichtiger wird die Debatte um den Standort in Sondershausen. "Nichts ist entschieden!", so Oberstleutnant Glaab zu dieser Diskussion. Frühestens im Januar 2011 beginnend wird man über die Standorte in Deutschland diskutieren. Auf Grund der letzten Stationierungsrunde aus dem Jahr 2004/2005 werden die derzeit noch 413 Standorte auf 387 reduziert; dies hat allerdings mit der laufenden Strukturdebatte nichts zu tun. Doch welche Kasernen zukünftig geschlossen werden sollen, hängt auch davon ab, auf wie viele Soldaten und zivile Mitarbeiter man sich am Ende des laufenden Diskussionsprozesses einigen wird.
Zur Diskussion um die Wehrpflicht und die Wehrgerechtigkeit fand der Standortälteste Oberstleutnant Glaab treffende Worte. In seiner Kaserne sind momentan von den 960 Soldaten rund 220 Wehrpflichtige. Dass die Wehrpflichtaussetzung aber auch Mittel freisetzen könnte für Personal, Material und Infrastruktur, welche für die neuen Aufgaben der Bundeswehr notwendig sind, sei ein positiver Aspekt der andauernden Debatte, zumal momentan nur noch rund 15% eines jeden Jahrganges als "Bürger in Uniform" dem Land dienen.
Verabredet wurde am Schluss des Gedankenaustausches, an welchem auch die SPD-Landtagsabgeordnete Dorothea Marx (im Bild links) und Sondershausens Vizebürgermeisterin Cornelia Kraffzick teilnahmen, dass man gemeinsam für den Erhalt und den Verbleib der Bundeswehr in Sondershausen mit Nachdruck eintreten und kämpfen möchte.
Text und FOto: SPD Wahlkreisbüro Dorothea Marx
Autor: khhDer SPD-Ortsverein Sondershausen hatte für seinen Oktober-Stammtisch den Standortältesten der Karl-Günther-Kaserne Sondershausen , Oberstleutnant Klaus Glaab eingeladen. Man wollte über das Thema Bundeswehr in Sondershausen, sowie die Wehrpflichtdebatte und die damit verbundene Standortdiskussion in einem gegenseitigen Gedankenaustausch diskutieren.
Zu Beginn zeigte der Oberstleutnant seinen persönlichen Werdegang in der Bundeswehr auf, welcher ihn und seine Familie dann schließlich nach Sondershausen führte. Auch die Erlebnisse während seiner Einsätze in Bosnien und in Afghanistan schilderte der Oberstleutnant eindrucksvoll.
Die Diskussion zum Standort der Bundeswehr in Sondershausen wurde danach sehr leidenschaftlich geführt. Zu Beginn stellte Oberstleutnant Glaab den militärischen Nutzen der Karl-Günther-Kaserne in den Mittelpunkt. So wurden in den letzten Jahren rund 50 Millionen Euro in die Sanierung und Modernisierung des Kasernengeländes und die umliegende Infrastruktur (Standortübungsplatz, Eisenbahnverladerampe etc.) investiert, von denen ca. 85 % an Unternehmen und Firma aus der Region vergeben wurden. Mit 960 Soldaten und zivilen Mitarbeitern ist die Kaserne derzeit an der Grenze der Auslastung. Von diesen 960 Soldaten und zivilen Mitarbeitern leben und wohnen rund die Hälfte dauerhaft mit ihren Familien in der Stadt Sondershausen und der Region. Diese Zahlen bedeuten nicht nur einen Wirtschaftsfaktor den die Kaserne vor Ort hat, sondern auch einen wichtigen gesellschaftlichen Aspekt.
Einig waren sich alle Beteiligten, dass Bundeswehr und Bevölkerung sehr gut miteinander leben und voneinander profitieren können.
Umso wichtiger wird die Debatte um den Standort in Sondershausen. "Nichts ist entschieden!", so Oberstleutnant Glaab zu dieser Diskussion. Frühestens im Januar 2011 beginnend wird man über die Standorte in Deutschland diskutieren. Auf Grund der letzten Stationierungsrunde aus dem Jahr 2004/2005 werden die derzeit noch 413 Standorte auf 387 reduziert; dies hat allerdings mit der laufenden Strukturdebatte nichts zu tun. Doch welche Kasernen zukünftig geschlossen werden sollen, hängt auch davon ab, auf wie viele Soldaten und zivile Mitarbeiter man sich am Ende des laufenden Diskussionsprozesses einigen wird.
Zur Diskussion um die Wehrpflicht und die Wehrgerechtigkeit fand der Standortälteste Oberstleutnant Glaab treffende Worte. In seiner Kaserne sind momentan von den 960 Soldaten rund 220 Wehrpflichtige. Dass die Wehrpflichtaussetzung aber auch Mittel freisetzen könnte für Personal, Material und Infrastruktur, welche für die neuen Aufgaben der Bundeswehr notwendig sind, sei ein positiver Aspekt der andauernden Debatte, zumal momentan nur noch rund 15% eines jeden Jahrganges als "Bürger in Uniform" dem Land dienen.
Verabredet wurde am Schluss des Gedankenaustausches, an welchem auch die SPD-Landtagsabgeordnete Dorothea Marx (im Bild links) und Sondershausens Vizebürgermeisterin Cornelia Kraffzick teilnahmen, dass man gemeinsam für den Erhalt und den Verbleib der Bundeswehr in Sondershausen mit Nachdruck eintreten und kämpfen möchte.
Text und FOto: SPD Wahlkreisbüro Dorothea Marx

