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Mo, 10:55 Uhr
08.11.2010

Martinsfest in der Region

Das Martinsfest wird mit stellenweise mit Umzüge mit Reitern, Musikern und Gebäck begangen, wie die Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) meldet. Einen gesellschaftspolitischen St. Martin gibt es z.B. in Ebeleben. Weitere Tipps zu Terminen aus der Region gibt es hier...

In dieser Woche wird in zahlreichen Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) Martinstag gefeiert. Viele evangelische Christen treffen sich bereits am 10. November, an dem Martin Luther im Jahr 1483 geboren wurde. Der 11. November wird als Tauf- und Namenstag Luthers gewürdigt. Gleichzeitig erinnert dieser Tag an Martin von Tours. Der Bischof und spätere Heilige hat im vierten Jahrhundert gelebt.

Vom Heiligen Martin sind zahlreiche Legenden überliefert. Die bekannteste Geschichte handelt davon, dass er als Soldat der Kaiserlichen Garde an einem Winterabend in Amiens einem frierenden Bettler begegnet ist. Darauf stieg er von seinem Pferd, teilte den Mantel mit dem Schwert und beschenkte den Bettler mit einer Hälfte. In der Nacht erschien ihm Jesus im Traum. Er war in die Mantelhälfte des Bettlers gehüllt und sagte: "Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan." Martin ließ sich nach diesem Erlebnis taufen und schloss sich nach dem Ende seines Militärdienstes Ordensbrüdern an. Später berief man ihn zum Bischof von Tours. Er reiste viel durchs Land, um sich um Kranke und Aussätzige zu kümmern.

Die Bräuche zum Martinstag sind regional verschieden. Meist ziehen Kinder nach Einbruch der Dunkelheit mit Laternen durch die Straßen und singen Martinslieder. Diese Umzüge haben eine symbolische Bedeutung: Sie bringen Licht in die Dunkelheit -- ebenso wie barmherziges Verhalten Hilfe bringt. Bei vielen Umzügen werden zum Abschluss Martinshörnchen, Martinsbrezeln oder Weckmänner ausgegeben. Das Teilen der Gebäckstücke soll an die Hilfsbereitschaft des Heiligen Martin erinnern. In einigen Orten brennen Martinsfeuer und Posaunenbläser begleiten die Umzüge.


In Ebeleben (Kyffhäuserkreis) beginnt am 10. November um 17 Uhr auf dem Marktplatz ein Martinsumzug zum Karl-Marien-Haus, dort werden Hörnchen geteilt. Um 20 Uhr schließt sich am Pfarr- und Gemeindehaus ein Diskussionsabend "Gesellschaftspolitischer St. Martin" an. Sabine Meier vom Projekt "Lernen vor Ort" erzählt von Hintergründen, Umsetzung und Ergebnissen des Projekts "Marktplatz für Unternehmen und Gemeinnützige". Das aus den Niederlanden stammende Konzept wurde im September erstmals im Kyffhäuserkreis umgesetzt und feierte mit über 80 Teilnehmern und 42 Kooperationsvereinbarungen einen sichtbaren Erfolg. Sie sieht darin einen Weg zur Lösung konkreter gesellschaftlicher Anliegen im lokalen Umfeld.

Weitere Termine gibt es hier...

10. November

Bad Frankenhausen, 17 Uhr, Unterkirche
Andacht Martini, danach Martiniumzug zum Martinimarkt

Ebeleben, 17 Uhr, Marktplatz
Martinsumzug zum Karl-Marien-Haus, dort Hörnchen-Teilen

Ebeleben, 20 Uhr, Pfarr- und Gemeindehaus, Markt 1
"Gesellschaftspolitischer St. Martin" mit Sabine Meier vom Projekt "Lernen vor Ort"

Allmenhausen, 18.30 Uhr, ehem. Pfarrhaus bzw. CHUBA
Martinsumzug durchs Dorf und anschl. Hörnchenteilen im Pfarrhaus

Sondershausen, 17 Uhr, Katholische Kirche
Ökumenische Feier, Beginn mit Martinsspiel, Lampionumzug zur evangelischen Trinitatiskirche, Abschlussandacht mit Martinsbrot

11. November

Hohenebra, 17 Uhr, Kirche
Martinsfeier

Rockensußra, 17 Uhr, Pfarrhaus
Martinsumzug durchs Dorf und anschl. Hörnchen-Teilen im Pfarrhaus

Rockstedt, 18.30 Uhr, Pfarrhaus
Martinsumzug durchs Dorf und anschl. Hörnchenteilen im Pfarrhaus

Autor: khh

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