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Mi, 12:28 Uhr
10.11.2010

Gute Laune in der Chefetage

Der Optimismus im Herbstgutachten der fünf Wirtschaftsweisen spiegelt sich eindrucksvoll in den regionalen Konjunkturdaten wider. So viel steht jetzt schon fest: Die Thüringer Wirtschaft absolviert ein starkes Jahr und zeigt sich topfit im nationalen und internationalen Wettbewerb...


Für den Freistaat prognostiziert IHK-Präsident Dieter Bauhaus deshalb in diesem Jahr ein BIP-Wachstum von 3,5 Prozent. Vor allem die Industriebetriebe näherten sich mit Riesenschritten dem Vorkrisenniveau. So zeigt sich Bauhaus auch für das kommende Jahr zuversichtlich, dass zumindest eine Zwei vor dem Komma steht.

„Die Thüringer Industrie hat sich wieder zum Zugpferd der Wirtschaft entwickelt und kehrt mit zweistelligen Wachstumsraten in die erste Liga zurück“, zieht der IHK-Präsident ein erfreuliches Fazit. In fast allen Branchen zeige die Konjunkturkurve inzwischen nach oben. Der Aufschwung sorge in immer mehr Firmen für volle Auftragsbücher und wachsende Gewinne. So bewege sich die Thüringer Industrie mit kräftigem Rückenwind in Richtung Jahresende.

„Besonders erfreulich ist, dass die robuste Entwicklung nicht mehr nur vorrangig durch Exporte, sondern auch durch eine wachsende Binnennachfrage getragen wird. Das sind positive Zeichen für eine Rückkehr zur Normalität“, so Bauhaus. Natürlich existierten auch Risiken. Das Wachstum verteure Erdöl, Metalle sowie weitere Rohstoffe. Bauhaus warnt daher vor übertriebenem Optimismus: „Der Rohstoffmangel könnte zur Wachstumsbremse werden und den Wirtschaftsstandort Thüringen ernsthaft gefährden.“

Weltweit liefen riesige Konjunkturpakete aus, die die Regierungen im Kampf gegen die Wirtschaftskrise geschnürt und von denen auch die Thüringer Unternehmen profitiert hätten. Auch die Währungsrisiken würden steigen, sagt Bauhaus mit Blick auf Staaten wie die USA und Japan, die mit ihrer lockeren Geldpolitik schon jetzt die Wechselkurse beeinflussen.

Zwei zentrale Aufgaben müsse die Politik schnellstens anpacken: die Staatsfinanzen durch Ausgabendisziplin konsolidieren und das Wirtschaftswachstum durch Steuerreformen sichern. An vorderster Stelle stehe dabei die Gemeindefinanzreform. „Sie muss zu stabilen Gemeindefinanzen und auch zu Vereinfachungen führen. Das bedeutet: Die Hinzurechnungen bei Zinsen, Mieten, Pachten und Leasing-Raten im Rahmen der Gewerbesteuer gehören abgeschafft“, fordert Bauhaus.

Am Ende würden auch Entlastungen, insbesondere beim ‚Mittelstandsbauch‘ und in der Unternehmensbesteuerung, dringend benötigt. „Wir müssen die gute Konjunktur jetzt als Chance für Reformen nutzen“, sagt der IHK-Präsident.
Autor: nnz

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Kommentare
Retupmoc
10.11.2010, 12:42 Uhr
Falsche Rechnung
Heute früh hat im TV einer der Wirtschaftsweisen über die Berechnung erzählt. Unter anderem hat er der Redakteurin des ZDF weismachen wollen, das die Berechnung auf der Basis von unter 3 Millionen Arbeitslosen basiert.

Damit ist klar, das auch diese Aussage in die Mülltüte der Geschichte gehört. Dann kann ich ebenso gut voraussagen, das morgen der Kyffhäuser ausbricht und Sonntag die Ausserirdischen in Nentzelsrode landen und dort einen Autohof bauen. Solche Aussagen sind das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt ist.

Eine Frage wirft sich dann doch für mich auf - Wer finanziert die Wirtschaftsweisen? Doch nicht etwa der Steuerzahler?
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