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Mi, 15:39 Uhr
10.11.2010

Sebastian Manz beim Zweiten

Im 2. Sinfoniekonzert des Loh-Orchesters am kommenden Wochenende ist ein junger Musiker zu Gast, der spätestens seit September 2008 im Laufschritt die Konzertbühnen erobert, der Klarinettist Sebastian Manz. Hier ein Porträt des Musikers...


Der 1982 geborene Musiker gewann vor gut zwei Jahren beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München nicht nur den seit 40 Jahren erstmals wieder vergebenen 1. Preis in der Kategorie Klarinette, sondern auch den begehrten Publikumspreis sowie weitere Sonderpreise.

Seither ist er ganz besonders viel unterwegs, spielt als Solist mit Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Münchner Symphonikern, der Nordwestdeutschen Philharmonie oder dem Collegium Musicum in Basel. Seit dieser Spielzeit ist er außerdem Soloklarinettist beim Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR. Jetzt können sich die Zuhörer in Nordthüringen auf den exzellenten Klarinettisten freuen.

Mit dem Loh-Orchester spielt Sebastian Manz beim 2. Sinfoniekonzert Carl Maria von Webers 2. Klarinettenkonzert Es-Dur, ein hochvirtuoses und brillantes Werk, das er selbst als äußerst effektvoll und als einen absoluten „Publikumsreißer“ sieht.

Sebastian Manz stammt aus Hannover. Als Sechsjähriger sang er im Knabenchor Hannover, mit sieben Jahren bekam er seinen ersten Unterricht auf der Klarinette und machte rasche Fortschritte. Mit nur elf Jahren wurde er als Jungstudent an der Lübecker Musikhochschule in die Klasse von Sabine Meyer und Reiner Wehle aufgenommen, unternahm mit 13 seine erste Tournee als Solist mit dem Orchester der Musikschule Hannover und war Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie. Mit 17 Jahren wurde Sebastian Manz dann Vollstudent an der Hochschule Lübeck.

„Mit 12 Jahren kam ich in den Stimmbruch – für mich damals ein Schockerlebnis, zumal es bedeutete, dass ich mit dem Singen vorerst pausieren musste“, so schildert der junge Musiker rückblickend seinen Werdegang. „Meine Eltern behaupten eisern, sie hätten mich zur Klarinette hingelenkt. Ich weiß nur noch, dass ich beim Klarinettenunterricht an der Musikschule zugehört hatte und sofort vom Klang und den vielen stilistischen Möglichkeiten des Instruments angetan war. Die Atemtechnik kannte ich vom Singen, somit war der Einstieg auf der Klarinette nicht schwer. Anfangs noch eher nebenbei, widmete ich mich nach dem Stimmbruch verstärkt der Klarinette und versuche heute, auf der Klarinette zu singen.“

In Sondershausen und Nordhausen ist Sebastian Manz, der durch seine zahlreichen Konzerte sehr viel herumkommt, zum ersten Mal. Von einem Konzert im nahen Halberstadt ist ihm ein kulinarisches Erlebnis in Erinnerung geblieben: „Dort habe ich zwei Rezitale mit Klavier gespielt und direkt vor den Konzerten auf dem Weihnachtsmarkt ‚Grünkohl mit Knacker‘ gegessen. Dieses kulinarische Erlebnis brachte sowohl ein wohliges Gefühl im Bauch, wie auch Höchstleistung im Konzert.“

Neben Webers 2. Klarinettenkonzert spielt das Loh-Orchester unter der Leitung von Alexander Stessin Franz Schuberts erfrischende „Ouvertüre im italienischen Stil“ sowie Beethovens 1. Sinfonie. Beide Konzerte am Samstag, 13. November, und am Sonntag, 14. November, beginnen jeweils um 19.30 Uhr.

Karten für das 2. Sinfoniekonzert gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel. 0 36 32/78 81 11) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: nnz

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