Fr, 07:03 Uhr
12.11.2010
Bürgerinitiative kontra Gemeinderatsmitglied
In einem Leserbrief reagiert die Bürgerinitiative gegen den Neubau einer Schweinemastanlage in Oldisleben (kurz BI) auf Äußerungen von Klaus Mehle (SPD hinsichtlich der Schweinemastanlage in Oldisleben...
Für die Leser zur Information (Darstellung der BI):
Klaus Mehle (SPD Oldisleben) auf der Mitglederversammlung des Bauernverbandes in Bad Frankenhausen: "Die Menschen müssen die Wahrheit erfahren. Die Tierproduktion gehört zur Landwirtschaft, wir brauchen die Schweineproduktion. Es ist so, dass man mit den Gegnern der Schweinemastanlage nicht mehr reden, mit ihnen sachlich diskutieren kann. Bad Frankenhausen sagt, durch den Bau und den Gestank breche der Kurbereich zusammen. Das stimmt nicht, denn in der Entfernung riecht man nichts", sagte er.
Reaktion der Bürgerintiative
Zu keiner Zeit das Gespräch gesucht
Bürgerinitiative gegen Schweinmast tritt Vorwürfen von Gemeinderatsmitglied Klaus Mehle entgegen
Herr Bernd Schlepper, Vorsitzender des Bauernverbandes Kyffhäuserkreis:
Schwierig ist zudem die Situation bei der Ferkelerzeugung und den Schweinemästern. Er zeichnete für den gesamten Fleischbereich, einschließlich Bullenmäster und Geflügelbetriebe, ein düsteres Bild, denn den ungünstigen Erzeugerpreisen stünden steigende Futtermittelpreise gegenüber.
Der Preisverfall bei Fleischerzeugnissen, ist auf die Überproduktion von Fleisch in Thüringen und Deutschland, bei sinkendem Fleischkonsum, zurückzuführen. Ein übersättigter Fleischmarkt braucht keine neuen industriellen Massentierhaltungen in
Oldisleben, wie die von Herrn Mehle gefordert. Herr Mehle: Die Menschen müssen die Wahrheit erfahren.
Die Tierproduktion gehört zur Landwirtschaft, wir brauchen die Schweineproduktion. Es ist so, dass man mit den Gegnern der Schweinemastanlage nicht mehr reden, mit Ihnen sachlich diskutieren kann. Bad Frankenhausen sagt, durch den Bau und durch den Gestank breche der Kurbereich zusammen. Das stimmt nicht, auf die Entfernung riecht man nichts.
Herr Mehle ist den Mitgliedern unserer Bürgerinitiative als Vertreter der Massentierhaltung bekannt und lobt diese bei jeder Gelegenheit aus. Die Wahrheit liegt uns als BI besonders am Herzen: Tiere sind keine Produkte sondern Lebewesen. Wir brauchen die industrielle Schweineproduktion nicht. Der Investor, die Wigger und Pieper GmbH, hat schon 20.000
Tierhaltungsplätze in Thüringen.
Herr Mehle hat zu keinem Zeitpunkt das Gespräch mit der Bürgerinitiative gesucht. Dazu hätte er, als Mitglied des Gemeinderates in Oldisleben, bei mehreren Bürgerfragestunden die Möglichkeit gehabt. Eine sachliche Diskussion ist mit ihm, als einem Vertreter der Massentierhaltung nicht, möglich. So wie er seinen Standpunkt für die Massentierhaltung vertritt, vertreten wir als BI unseren Standpunkt gegen diese Art der Tierhaltung.
Als BI sind unsere Ansprechpartner Bundes-, Landes- und Fachbehörden, sowie die Naturschutzverbände!
Es werden durch die bereits vorhandenen Massentierhaltungen große Mengen von Gülle verbracht, auch im Umfeld der Heil- und Kurstadt Bad Frankenhausen. 240 Mitarbeiter und 26 Auszubildende im Bereich Rehabilitation und Kur haben ein Recht auf den Erhalt Ihrer Arbeitsplätze und die Kurgäste ein Recht auf saubere Luft.
Als Gemeinderats- und Kreistagspolitiker der SPD sollte Herr Mehle seine Aufgabe darin sehen, die Interessen der Menschen zu vertreten und keine Lobbypolitik für die Massentierhaltung zu betreiben.
Michael Keller
Bürgerinitiative Oldisleben
Autor: khhFür die Leser zur Information (Darstellung der BI):
Klaus Mehle (SPD Oldisleben) auf der Mitglederversammlung des Bauernverbandes in Bad Frankenhausen: "Die Menschen müssen die Wahrheit erfahren. Die Tierproduktion gehört zur Landwirtschaft, wir brauchen die Schweineproduktion. Es ist so, dass man mit den Gegnern der Schweinemastanlage nicht mehr reden, mit ihnen sachlich diskutieren kann. Bad Frankenhausen sagt, durch den Bau und den Gestank breche der Kurbereich zusammen. Das stimmt nicht, denn in der Entfernung riecht man nichts", sagte er.
Reaktion der Bürgerintiative
Zu keiner Zeit das Gespräch gesucht
Bürgerinitiative gegen Schweinmast tritt Vorwürfen von Gemeinderatsmitglied Klaus Mehle entgegen
Herr Bernd Schlepper, Vorsitzender des Bauernverbandes Kyffhäuserkreis:
Schwierig ist zudem die Situation bei der Ferkelerzeugung und den Schweinemästern. Er zeichnete für den gesamten Fleischbereich, einschließlich Bullenmäster und Geflügelbetriebe, ein düsteres Bild, denn den ungünstigen Erzeugerpreisen stünden steigende Futtermittelpreise gegenüber.
Der Preisverfall bei Fleischerzeugnissen, ist auf die Überproduktion von Fleisch in Thüringen und Deutschland, bei sinkendem Fleischkonsum, zurückzuführen. Ein übersättigter Fleischmarkt braucht keine neuen industriellen Massentierhaltungen in
Oldisleben, wie die von Herrn Mehle gefordert. Herr Mehle: Die Menschen müssen die Wahrheit erfahren.
Die Tierproduktion gehört zur Landwirtschaft, wir brauchen die Schweineproduktion. Es ist so, dass man mit den Gegnern der Schweinemastanlage nicht mehr reden, mit Ihnen sachlich diskutieren kann. Bad Frankenhausen sagt, durch den Bau und durch den Gestank breche der Kurbereich zusammen. Das stimmt nicht, auf die Entfernung riecht man nichts.
Herr Mehle ist den Mitgliedern unserer Bürgerinitiative als Vertreter der Massentierhaltung bekannt und lobt diese bei jeder Gelegenheit aus. Die Wahrheit liegt uns als BI besonders am Herzen: Tiere sind keine Produkte sondern Lebewesen. Wir brauchen die industrielle Schweineproduktion nicht. Der Investor, die Wigger und Pieper GmbH, hat schon 20.000
Tierhaltungsplätze in Thüringen.
Herr Mehle hat zu keinem Zeitpunkt das Gespräch mit der Bürgerinitiative gesucht. Dazu hätte er, als Mitglied des Gemeinderates in Oldisleben, bei mehreren Bürgerfragestunden die Möglichkeit gehabt. Eine sachliche Diskussion ist mit ihm, als einem Vertreter der Massentierhaltung nicht, möglich. So wie er seinen Standpunkt für die Massentierhaltung vertritt, vertreten wir als BI unseren Standpunkt gegen diese Art der Tierhaltung.
Als BI sind unsere Ansprechpartner Bundes-, Landes- und Fachbehörden, sowie die Naturschutzverbände!
Es werden durch die bereits vorhandenen Massentierhaltungen große Mengen von Gülle verbracht, auch im Umfeld der Heil- und Kurstadt Bad Frankenhausen. 240 Mitarbeiter und 26 Auszubildende im Bereich Rehabilitation und Kur haben ein Recht auf den Erhalt Ihrer Arbeitsplätze und die Kurgäste ein Recht auf saubere Luft.
Als Gemeinderats- und Kreistagspolitiker der SPD sollte Herr Mehle seine Aufgabe darin sehen, die Interessen der Menschen zu vertreten und keine Lobbypolitik für die Massentierhaltung zu betreiben.
Michael Keller
Bürgerinitiative Oldisleben
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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