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Di, 18:43 Uhr
16.11.2010

Gedenken zum Volkstrauertag

In zahlreichen Orten des Kyffhäuserkreises fanden anlässlich des Volkstrauertages Gottesdienste statt, so auch in Ebeleben. Dazu erreichte kn folgender Bericht...

Knapp 30 Bürger versammelten sich im Gemeindesaal der Evangelisch- Lutherischen Kirche Sankt Bartholomäus, um dem Gottesdienst beizuwohnen. Mehrfach verwies Pfarrer Johannes Ziethe auf die Schrecken des Krieges. Mit dem von einem deutschen Juden im 2. Weltkrieg komponierten Lied „Freunde, dass der Mandelzweig“ hatte er ein interessantes Lied in den Gottesdienst eingebaut. Der Mandelzweig ist auch heute noch in Israel ein Symbol für das neue Leben nach dem Winter und ein Symbol der Auferstehung, denn oft trägt er seine ersten Blüten, wenn noch Schnee auf den hohen Hügeln rund um Jerusalem liegt. Der Mandelzweig wird zu einem Zeichen der Treue Gottes, der das Leben will. Gottes Treue bleibt. Trotz blutiger Geschichten und trüber Tage. Trotz eines mit Blut getränkten Bodens, der nach Leben schreit. Diese Botschaft soll der Prophet weitergeben.

Im Anschluss an den Gottesdienst ging er gemeinsam mit den Gottesdienstbesuchern zum Gefallenenmahnmal, wo zahlreiche weitere Ebelebener Bürgerinnen und Bürger warteten, um dem öffentlichen Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft beizuwohnen. Bürgermeister Uwe Vogt erinnerte in seiner Ansprache insbesondere an den 2. Weltkrieg, der unfassbare Leiden zur Folge hatten. Er mahnte an, dass die Menschen heute weltweit die richtigen Lehren aus der Vergangenheit ziehen sollten. In diesem Zusammenhang galt sein Mitgefühl auch den Bundeswehrsoldaten, die im Ausland im Einsatz sind und dabei ihr Leben riskieren.

Im Anschluss an die Ansprache legten der Stadtrat und die Stadtverwaltung, vertreten durch Hans- Rudolf Claus und Andreas Sorber, gemeinsam mit dem Bürgermeister einen Kranz vor dem Mahnmal nieder. Danach ehrte Helmut Werner, Vorstandssprecher des BdV „Helbetal“, die Opfer im Namen seines Vereins, ebenfalls die Kirchgemeinden. Danach sprach Pfarrer Ziethe gemeinsam mit der Vorsitzenden des katholischen Gemeindekirchenrates Doris Menzel ein ökumenisches Gebet.

Mit der Nationalhymne klang das Gedenken würdevoll aus. Auch in den vier Ebelebener Ortsteilen Allmenhausen, Gundersleben, Rockensußra und Wiedermuth fanden Kranzniederlegungen durch die jeweiligen Ortschaftsräte statt.

Die Ebelebener Bürgerin Hanna Angermann berichtete in einem Gespräch im Anschluss an die Veranstaltung, wie gerührt sie war, als sie vor wenigen Wochen vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ein Medaillon ihres 1941 an der Ostfront gefallenen Onkels zugesandt bekam, fast 70 Jahre nach seinem Tod.
Uwe Vogt
Ebeleben
Autor: khh

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