Mi, 07:02 Uhr
08.12.2010
Naturparkplan Kyffhäuser vorgestellt
Für die Region des Naturparks Kyffhäuser wurde 2009 und 2010 ein Naturparkplan erarbeitet. Grundzüge davon wurden heute vorgestellt...
Der Naturparkplan ist kein Fachplan des Naturschutzes, sondern soll ein inhaltlich übergreifendes integrierendes Entwicklungskonzept für den Naturpark zur Förderung einer eigenständigen und nachhaltigen Regionalentwicklung darstellen Basis für die Erarbeitung war die am 10.12.2008 in Kraft getretene Naturpark-Verordnung. Der Plan wurde vom Büro Lilienbecker (www.Lilienbecker.de) im Dialog mit Bürgern, sowie Vertretern aus Politik und Verwaltung erarbeitet.
Statt einer ausführlichen Bestandsaufnahme wurde der Fokus auf die anwendungs- und projektbezogene Arbeit gelegt. Die Stärken/Schwächen- und Chancen/Risiken-Analyse hatte deshalb die Aufgabe, Ansatzpunkte für die Zukunft herauszufiltern und erste umsetzbare Projekte zu finden.
Jens Lilienbecker stellte vor Vetretern des Forstes, Tourismus-Verantwortlich und Vertretern aus verschiedenen Verwaltung vor. Wichtiger Aspekt der Erarbeitung war die Kommunikation mit Akteuren aus der Region unterschiedlicher Bereiche. In den Naturparkplan sind so Erkenntnisse und Anregungen aus über 50 Gesprächen und Versammlungen mit eingeflossen. Ein Effekt war dabei auch, dass der Naturpark bei vielen ins Bewusstsein gebracht werden solltete, so Lilienbecker.
Um den Naturplan stärker ins Bewusstsein zu bringen, wurde unterstützend als kreative und innovative Kommunikationsform eine Klappkarte mit Rückantwort eingesetzt und ein Infonnationsrundbriefmit wichtigen Ergebnissen an die Akteure verschickt. Außerdem ist für die laufende Erarbeitung des Naturparkplans ein Blog eingerichtet worden. Auf http://naturparkplan.wordpress.com konnten jeweils der aktuelle Stand und die Ergebnisse der Erarbeitung mit verfolgt werden.
Der Naturpark Kyffhäuser bezieht sich aber nicht nur auf das unmittelbare Kyffhäusergebiet, sondern ist weit größer gefasst. Auch weite Teile der Hainleite sind Bestandteil des Naturpark Kyffhäusers. Abe nicht nur bestehenden Naturschutzgebiete sollen entwickelt werden. Ein Erhaltungsschwerpunkt ist die Kulturlandschaft der Region. Folgende aktuelle Entwicklungsschwerpunkte sind festgelegt:
Auleben, Bad Frankenhausen, Panorama-Museum, Barbarossahöhle, Bendeleben, Klosterruine Göllingen, Kyffhäuser-Denkmal, Steinrinne Bilzingsleben, Sondershausen, der Possen, Erlebnisbergwerk "Glück Auf, Schloss Heringen, Königspfalz Tilleda und das Wasserschloss Heldrungen. Nicht klar geht aus dieser Konzeption hervor, ob auch das Grabungsgebiet des Frauenberges einbezogen werden soll. Falls das nicht der Fall sein sollte wäre das eigentlich ein großer Mangel der Konzeption.
Ein Entwicklungsschwerpunkt ist der Naturtourismus. Hier sollen Rad- und Wanderwege entwickelt werden.Hierunter fallen wichtige Wege wie der Kaiserweg, der Wezel-Wanderweg, der Hainleite-Wanderweg, der Barbarossaweg , der Kyffhäuserweg, der Kyffhäuser-Radweg , der Unstrut-Radweg, der Verbindungsweg Unstrut-Werra, der Erlebnisrundweg Kelbra , der Verbindungsradweg Kyffhäuser-Unstrut und der Verbindung Harzwanderweg. Hier fällt wieder rum auf, dass die wegen der Grabungen am Frauenberg entwickelten Frauenberg-Rundweg und der für 50.000 Euro 2011 neugestaltete K1-Radweg rund um Sondershausen nicht dabei sind. Auch etwas unverständlich, wenn man schon so viel Geld reinsteckt!
Der künftige Entwicklungsschwerpunkt des Naturtourismus soll im Bereich der Windleite und im Bereich des Wipperdurchbruchs liegen. So soll in Hamma ein Barfuß-Pfad gebaut werden.
Naturparkplan Kyffhäuser (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Im Naturparkplan sind 36 Maßnahmen und Projekte enthalten, die in den nächsten fünf Jahren umgesetzt werden. Für jedes Projekt ist ein detaillierter Projektbogen angelegt worden, der Ziele und Kosten des Projektes und die einzelnen Schritte zur Realisierung beschreibt.
Es wurden nur Projekte aufgenommen, die einen klaren Bezug zum Naturpark und seinen Zielen haben sowie in der Diskussion mit anderen Akteuren als bedeutend eingeschätzt worden sind. Außerdem müssen die Projekte tatsächlich unigesetzt werden können.
Zur besseren Übersichtlichkeit sind die Projekte vier Handlungsfeldern zugeordnet worden, nach denen die Qualitätsoffensive Naturparke des Verbandes Deutscher Naturparke e.V. die Arbeit der Naturparke gliedert:
Die Zuordnung der jeweiligen Projekte erfolgte, so Lilienbecker dabei nach dem Schwerpunktprinzip, die meisten Projekte dienen mehreren Handlungsfeldem.
Es gibt unterschiedliche Projektträger. Neben der Naturparkverwaltung konnten auch bestimmte Institutionen und Personen gerunden werden, die für die Umsetzung der Projekte verantwortlich sind.
Weitere Informationen zum Naturparkplan, zur Gliederung und zu den einzelnen Projekten sind unter www.naturpark-kyffhaeuser.de zu finden.
In der PDF-Datei finden Sie eine Übersicht der vorgesehenen Projekte:
Autor: khhDer Naturparkplan ist kein Fachplan des Naturschutzes, sondern soll ein inhaltlich übergreifendes integrierendes Entwicklungskonzept für den Naturpark zur Förderung einer eigenständigen und nachhaltigen Regionalentwicklung darstellen Basis für die Erarbeitung war die am 10.12.2008 in Kraft getretene Naturpark-Verordnung. Der Plan wurde vom Büro Lilienbecker (www.Lilienbecker.de) im Dialog mit Bürgern, sowie Vertretern aus Politik und Verwaltung erarbeitet.
Statt einer ausführlichen Bestandsaufnahme wurde der Fokus auf die anwendungs- und projektbezogene Arbeit gelegt. Die Stärken/Schwächen- und Chancen/Risiken-Analyse hatte deshalb die Aufgabe, Ansatzpunkte für die Zukunft herauszufiltern und erste umsetzbare Projekte zu finden.
Jens Lilienbecker stellte vor Vetretern des Forstes, Tourismus-Verantwortlich und Vertretern aus verschiedenen Verwaltung vor. Wichtiger Aspekt der Erarbeitung war die Kommunikation mit Akteuren aus der Region unterschiedlicher Bereiche. In den Naturparkplan sind so Erkenntnisse und Anregungen aus über 50 Gesprächen und Versammlungen mit eingeflossen. Ein Effekt war dabei auch, dass der Naturpark bei vielen ins Bewusstsein gebracht werden solltete, so Lilienbecker.
Um den Naturplan stärker ins Bewusstsein zu bringen, wurde unterstützend als kreative und innovative Kommunikationsform eine Klappkarte mit Rückantwort eingesetzt und ein Infonnationsrundbriefmit wichtigen Ergebnissen an die Akteure verschickt. Außerdem ist für die laufende Erarbeitung des Naturparkplans ein Blog eingerichtet worden. Auf http://naturparkplan.wordpress.com konnten jeweils der aktuelle Stand und die Ergebnisse der Erarbeitung mit verfolgt werden.
Der Naturpark Kyffhäuser bezieht sich aber nicht nur auf das unmittelbare Kyffhäusergebiet, sondern ist weit größer gefasst. Auch weite Teile der Hainleite sind Bestandteil des Naturpark Kyffhäusers. Abe nicht nur bestehenden Naturschutzgebiete sollen entwickelt werden. Ein Erhaltungsschwerpunkt ist die Kulturlandschaft der Region. Folgende aktuelle Entwicklungsschwerpunkte sind festgelegt:
Auleben, Bad Frankenhausen, Panorama-Museum, Barbarossahöhle, Bendeleben, Klosterruine Göllingen, Kyffhäuser-Denkmal, Steinrinne Bilzingsleben, Sondershausen, der Possen, Erlebnisbergwerk "Glück Auf, Schloss Heringen, Königspfalz Tilleda und das Wasserschloss Heldrungen. Nicht klar geht aus dieser Konzeption hervor, ob auch das Grabungsgebiet des Frauenberges einbezogen werden soll. Falls das nicht der Fall sein sollte wäre das eigentlich ein großer Mangel der Konzeption.
Ein Entwicklungsschwerpunkt ist der Naturtourismus. Hier sollen Rad- und Wanderwege entwickelt werden.Hierunter fallen wichtige Wege wie der Kaiserweg, der Wezel-Wanderweg, der Hainleite-Wanderweg, der Barbarossaweg , der Kyffhäuserweg, der Kyffhäuser-Radweg , der Unstrut-Radweg, der Verbindungsweg Unstrut-Werra, der Erlebnisrundweg Kelbra , der Verbindungsradweg Kyffhäuser-Unstrut und der Verbindung Harzwanderweg. Hier fällt wieder rum auf, dass die wegen der Grabungen am Frauenberg entwickelten Frauenberg-Rundweg und der für 50.000 Euro 2011 neugestaltete K1-Radweg rund um Sondershausen nicht dabei sind. Auch etwas unverständlich, wenn man schon so viel Geld reinsteckt!
Der künftige Entwicklungsschwerpunkt des Naturtourismus soll im Bereich der Windleite und im Bereich des Wipperdurchbruchs liegen. So soll in Hamma ein Barfuß-Pfad gebaut werden.
Naturparkplan Kyffhäuser (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Im Naturparkplan sind 36 Maßnahmen und Projekte enthalten, die in den nächsten fünf Jahren umgesetzt werden. Für jedes Projekt ist ein detaillierter Projektbogen angelegt worden, der Ziele und Kosten des Projektes und die einzelnen Schritte zur Realisierung beschreibt.Es wurden nur Projekte aufgenommen, die einen klaren Bezug zum Naturpark und seinen Zielen haben sowie in der Diskussion mit anderen Akteuren als bedeutend eingeschätzt worden sind. Außerdem müssen die Projekte tatsächlich unigesetzt werden können.
Zur besseren Übersichtlichkeit sind die Projekte vier Handlungsfeldern zugeordnet worden, nach denen die Qualitätsoffensive Naturparke des Verbandes Deutscher Naturparke e.V. die Arbeit der Naturparke gliedert:
- Naturschutz und Landschaftspflege
- Erholung und Nachhaltiger Tourismus
- Umweltbildung und Kommunikation
- Nachhaltige Regionalentwicklung
Die Zuordnung der jeweiligen Projekte erfolgte, so Lilienbecker dabei nach dem Schwerpunktprinzip, die meisten Projekte dienen mehreren Handlungsfeldem.
Es gibt unterschiedliche Projektträger. Neben der Naturparkverwaltung konnten auch bestimmte Institutionen und Personen gerunden werden, die für die Umsetzung der Projekte verantwortlich sind.
Weitere Informationen zum Naturparkplan, zur Gliederung und zu den einzelnen Projekten sind unter www.naturpark-kyffhaeuser.de zu finden.
In der PDF-Datei finden Sie eine Übersicht der vorgesehenen Projekte:
Downloads:
- Projektliste Naturpark (15 kByte)








