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Mi, 18:01 Uhr
12.01.2011

Mit Jugendlichen diskutiert

Auf Einladung des SPD-Politikers Steffen-Claudio Lemme diskutierten kürzlich Jugendliche aus Bad Frankenhausen und Sondershausen im Rathaus in Bad Frankenhausen mit dem Bundestagsabgeordneten selbst, dem Bürgermeister der Stadt Bad Frankenhausen Matthias Strejc (SPD) und dessen Stellvertreter Dr. Andreas Räuber (SPD) über die Belange junger Menschen. Dazu erreichte kn folgender Bericht...

Die unter der Fragestellung "Was geht mich Politik an?" stehende Diskussionsrunde verlief sehr angeregt und lebhaft. Die jungen Leute stellten ihre Probleme bei der Berufsfindung sowie geeigneter Praktika dar. So stellt schon das Erreichen des Praktikumsortes angesichts des ausgedünnten ÖPNV ein Problem dar. Viele Jugendliche, die sich beruflich orientieren möchten, sind noch nicht in Besitz eines Führerscheins, geschweige denn eines Fahrzeugs.

Zudem stellten die Teilnehmer kritisch ein Unterangebot von Freizeitangeboten gerade für die Jugend fest. Jugendclubs schließen aufgrund gesetzlicher Vorgaben in der Woche bereits 21 Uhr und am Wochenende um 22 Uhr. Gerade für die älteren Jugendlichen ist dies ein Problem. Das Ergebnis ist, dass sich viele an Bushaltestellen oder anderen öffentlichen Plätzen treffen und mitunter auch durch Lärmbelästigungen der Anwohner oder Vandalismus auffallen. Hier bestehe Handlungsbedarf.

Mit Jugendlichen diskutiert (Foto: MDB Steffen Lemme)
Auch das Thema Politikverdrossenheit spielte eine wichtige Rolle. Die Anwesenden hielten den Politikern vor, dass dies ein Problem ist, welches durch politisch Handelnde teilweise noch verstärkt wird. So berichteten sie von einer Schulexkursion in den Landtag. Dort hätten sich die zur Diskussion eingeladenen Abgeordneten gegenseitig ihre Politik vorgehalten, anstatt sich auf die vor ihnen sitzenden jungen Leute einzulassen. Dies führte unter den Schülern zu solch einem Verdruss, dass sie keine Lust mehr hatten diesen zuzuhören.

"Manchmal lassen sich Politiker in solchen Runden dazu verleiten ihre täglichen Auseinandersetzungen vor den Besuchern fortzusetzen. Dies ist mit Sicherheit nicht förderlich, wenn es darum geht gerade junge Menschen für Politik zu interessieren. Da müssen sich die Verantwortlichen auch einmal selbst überprüfen", so Lemme. In dem Zusammenhang boten sowohl er als auch Matthias Strejc und Dr. Andreas Räuber an, zu Gesprächen im Rahmen des Unterrichts gern zur Verfügung zu stehen.

Da das längere gemeinsame Lernen bei den Jugendlichen auf großes Interesse stieß, bemühen sich Lemme und Dr. Räuber um einen Termin mit Kultusminister Christoph Matschie bzw. Kultusstaatssekretär Prof. Merten.
Zum Schluss vereinbarten die Teilnehmer, dass es in jedem Fall nicht die letzte Veranstaltung in dieser Art gewesen ist.
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